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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Schneeregen drückt Besucherzahlen
 
Weniger Besucher beim langen Samstag
Zwischenüberschrift:
Passantenrückgang um 26 Prozent – Stadt und Händler trotzdem zufrieden mit Adventsaktion
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück. Beim langen Adventssamstag in der Osnabrücker Innenstadt drückte der Schneefall die Besucherzahlen. Die Osnabrücker Marketing und Tourismus GmbH verzeichnete bei der Passantenzählung ein Minus von 26 Prozent.

Am Samstag sind die Geschäfte in der Osnabrücker Innenstadt bis 22 Uhr geöffnet geblieben. Sinn der Übung: Anschwung fürs Weihnachtsgeschäft. Bei Schneeregen kamen jedoch deutlich weniger Passanten in die Stadt als zum langen Adventssamstag im Vorjahr.

Osnabrück. 233 000 Passantenbewegung an den sieben Messpunkten der Stadt zählte die Osnabrücker Marketing und Tourismus GmbH (OMT). Auf die Zeit von 19 bis 22 Uhr entfielen davon 43 000. Im Vergleich zum langen Adventssamstag im vergangenen Jahr gingen die Passantenzahlen laut OMT jedoch um 26 Prozent zurück, was die OMT auf das winterliche Wetter und die Glatteisgefahr zurückführt. 2016 wurden mehr als 300 000 Passantenbewegungen registriert.

Trotzdem sei es ein toller Samstag für den Einzelhandel und die Aussteller″ gewesen, wird OMT-Geschäftsführerin Petra Rosenbach in einer Pressemitteilung zitiert. Weihnachtsmarkt und Ladenöffnung haben sich offenbar gegenseitig beflügelt.″ Zum Vergleich: Auch am Samstag, 30. September, waren die Geschäfte bis 22 Uhr geöffnet. Mit rund 150 000 Passantenbewegungen sei die Innenstadt an diesem Septembersamstag ähnlich besucht gewesen wie an einem regulären Samstag, an dem die Geschäfte schon um 19 Uhr schließen.

Stärkster Tag des Jahres

Dieser Samstag war bisher der stärkste Tag des Jahres″, wird Dirk Pallapies, Geschäftsführer von Galeria Kaufhof, in der Mitteilung zitiert. Durch die winterlichen Temperaturen sei die Nachfrage an Jacken, Strickpullover, Mützen und Handschuhen besonders groß gewesen. Auch Vanessa Waldvogel von Schäffer zeigt sich zufrieden: Der lange Shoppingsamstag bis 22 Uhr wurde sehr gut angenommen″, wird die Geschäftsführerin zitiert. Insbesondere im Spielwarenbereich lassen sich gut die diesjährigen Highlights feststellen. Mit dabei, wie jedes Jahr, natürlich Lego und Playmobil.″

Für die Kunden war der Samstag eine Möglichkeit, außerhalb der normalen Öffnungszeiten an Geschenke zu kommen. Schließlich sind die Vorweihnachtszeit und das dazugehörige Shopping aufgrund der allgemeinen Zeitknappheit für viele purer Stress. Da ist so ein verkaufsoffener Samstagabend eine gute Gelegenheit, um ohne Zeitdruck durch die City zu schlendern und sich einzudecken mit allem, was man noch nicht hat.

Einzelhandel und Gastronomie sorgten für reichlich Zusatzanreize: Bei Peek und Cloppenburg lockte frisches Popcorn aus der extra aufgestellten Popcornmaschine. Nebenan bei Schäffer erwartete die Besucher die Vorführung eines Vitamix Smoothie-Mixers. Die Aktionen gingen zwar eher am Tage über die Bühne. Aber auch später am Abend waren noch viele Damen und Herren einkaufend unterwegs, die verlängerte Öffnungszeit war entsprechend gut für den Umsatz.

Nicht ganz so gesund wie frische Säfte, aber auch gut: Käsegriller, Flammlachs und gebrannte Mandeln auf dem nahen Weihnachtsmarkt. Dieser ist vielen Menschen aus der Region und weit darüber hinaus ja immer einen Besuch wert, und in Kombination mit der Möglichkeit zur Shoppingtour nahezu unschlagbar das fanden auch die Freundinnen Paula und Kristina, die nach einem Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt zu fortgeschrittener Stunde noch bei Schäffer unterwegs waren. Schon was besorgt? Schuldig″, bekannte Paula, Weihnachtsgeschenke in Form von Klamotten, und was von Douglas für meine Mama.″ Kristina dagegen mit beneidenswert leeren Händen und einem Lächeln: Ich begleite und berate.″

Eröffnung mit Punsch

In der Redlingerstraße eröffnete am langen Adventssamstag das neue Redlinger′s - Deli& Café. Es war ein sehr erfolgreicher Start, nur das Wetter hätte besser sein dürfen″, so Inhaber Henning Wiehemeyer, der auf frisch im Haus zubereitete, gesunde Speisen und Getränke setzt Stichwort: Buddah Bowls. Passend zur Jahreszeit waren die ersten Gäste eingeladen zu Glühwein und Apfelpunsch mit Calvados, womit sich die Weihnachtsstimmung zügig einstellte.

Das Allerwichtigste zur Weihnachtszeit sind natürlich nicht die Geschenke, sondern die gemeinsamen Stunden mit seinen Lieben. Da es aber unter Umständen nicht immer möglich ist, alle live zu sehen, sind Grußkarten nach wie vor geschätzter Ausdruck persönlicher Zuwendung. Da war es mehr als praktisch, dass Kinder und Erwachsene bei L& T Grußkarten selbst gestalten konnten unter professioneller Anleitung und gleich versehen mit dem passenden Text. Das Künstlerinnenduo May & Berry zeigte Lettering und Illustration, was laut Abteilungsleiter Lennart Sehle auf großes Interesse stieß. Es war zwischenzeitlich ein regelrechter Rummel, weil die beiden Damen das so schön gemacht haben.″ Hauptsache, es wird jetzt im Advents-Taumel nicht vergessen, die handgemachten Weihnachtskarten auch abzuschicken.

Bildtexte:
Bis 22 Uhr blieben die Geschäfte in der Osnabrücker Innenstadt am Samstag geöffnet.

Trotz Besucherrückgangs war es für viele Händler der umsatzstärkste Tag des Jahres.

Auch zu später Stunde war noch viel los in der Fußgängerzone.

Fotos:
Michael Gründel

Kommentar:

Kein Flair im Internet

Ein Viertel weniger Passanten als noch 2016: Man kann nur hoffen, dass der Besucherrückgang am langen Adventssamstag am Wetter lag und nicht daran, dass immer mehr Leute ihre Weihnachtsgeschenke im Internet bestellen.

Denn die Osnabrücker Einzelhändler haben es verdient, dass die Innenstadt brummt. Ihnen ist es zu verdanken, dass die Fußgängerzone Jahr für Jahr in weihnachtlichem Lichterglanz erstrahlt.

Wie trist würden die Große und die Georgstraße ohne Lichterregen aussehen? Wir trüb die Krahnstraße ohne ihre Bäumchen? Selbst die von der Stadt vernachlässigte Johannisstraße macht mit Tannenbäumchen und Lichterketten mehr her als sonst.

All das ist nicht selbstverständlich. Wo andere Städte ihre Besucher schon in den Einfahrtsstraßen mit leuchtenden Sternen begrüßen, bleibt Osnabrück so nassgrau wie sonst auch. Um Geld zu sparen, beschloss die Stadt 2009, die Lichter auszuknipsen, mit denen bis dato zwölf Großbäume am Wall beleuchtet wurden. 2012 liefen die Verträge aus. Seitdem glitzert nur noch die Innenstadt dank der Werbegemeinschaften, die sich das einiges kosten lassen.

Können Online-Händler so ein Flair bieten? Sicher nicht. Das sollte jeder bedenken, der seine Geschenke online bestellt.
Autor:
mstr


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