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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Schüler analysieren das Stadtklima
Zwischenüberschrift:
Studentin kooperiert mit dem Carolinum
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Das Stadtklima und die Anpassung an den Klimawandel in Osnabrück mithilfe einer modernen Methodik vermitteln: Diesem Thema hat sich die Studentin Janine Wagenfeld in ihrer Bachelorarbeit im Studiengang Landschaftsentwicklung an der Hochschule Osnabrück gewidmet.

Osnabrück. Ziel sei es gewesen, eine Unterrichtseinheit zu dem Thema zu erarbeiten und Schüler mithilfe eines internetbasierten geografischen Informationssystems das Stadtklima selbst analysieren zu lassen, berichtet die Stadt Osnabrück in einer Pressemitteilung.

Geografische Informationssysteme (GIS) erfassen räumliche Daten, werten sie aus und präsentieren sie grafisch. Eine Stadtplanung in ihrer heutigen Komplexität wäre ohne GIS kaum denkbar″, wird Sven Düyffcke, zuständig für das Umweltinformationssystem der Stadt Osnabrück, in der Mitteilung zitiert. So sei es beispielsweise möglich, die nächtliche Überwärmung in einzelnen Wohngebieten anhand eines GIS zu analysieren und etwa zu erfahren, wie viele und welche Bevölkerungsgruppen davon betroffen sind. Somit sei ein solches System deutlich vielseitiger als analoge Karten, die man aus Atlanten kennt.

Als Janine Wagenfeld ihr Vorhaben den Mitarbeitern des Fachbereichs Umwelt und Klimaschutz geschildert habe, sei sie auf offene Ohren gestoßen. Ein wichtiger Punkt in unserem Klimaanpassungskonzept ist es, das Thema in die Schulen zu bringen″, so Jennifer Hoeltke vom Fachbereich. Daher habe dieser die Studentin dabei unterstützt, eine Unterrichtseinheit von dreimal 45 Minuten zu konzipieren, und ihr den Zugang zu aktuellen Daten verschafft.

Den Pilotversuch führte Janine Wagenfeld im Erdkunde-Unterricht einer zehnten Klasse des Gymnasiums Carolinum durch. Im Lehrplan der Sekundarstufe 1 ist es sogar vorgesehen, GIS zu nutzen, aber nicht verpflichtend. Leider wird es oft noch stiefmütterlich behandelt, weil GIS bisher auch kein fester Bestandteil in der Ausbildung von Lehrern ist″, berichtet Janine Wagenfeld. Für die Gymnasiasten war das Projekt eine Möglichkeit, das Thema des globalen Klimawandels auf lokaler Ebene zu untersuchen und es in ihrer eigenen Stadt auf bestimmten Straßen genau zu analysieren.

Diese Vorgehensweise habe sowohl Schüler als auch Lehrer überzeugt, heißt es in der städtischen Mitteilung. Lehrer Pascal Ruffing erklärte demnach, dass er sich eine solche Unterrichtseinheit mit dem Einsatz moderner Technik wie dem GIS auch im kommenden Jahr wieder wünschen würde. Auch seine Schüler seien begeistert gewesen und hätten konkrete Vorschläge gemacht, um das Stadtklima zu verbessern: Sie regten beispielsweise an, den Schulhof des Carolinums zu entsiegeln und zu begrünen.

Auch der Fachbereich Umwelt und Klimaschutz ist mit dem Verlauf und den Ergebnissen des Pilotversuchs zufrieden. Wir wollen die Erkenntnisse nutzen, um das Thema Stadtklima und Klimawandel in Osnabrück möglichst flächendeckend in den Unterricht an den Schulen der Stadt zu integrieren, so wie es das Klimaanpassungskonzept vorsieht″, sagt Jennifer Hoeltke.

Bildtext:
Der Praxistest: Am Gymnasium Carolinum helfen Janine Wagenfeld (rechts) und Lehrer Pascal Ruffing (Zweiter von rechts) den Schülern dabei, das Osnabrücker Stadtklima zu analysieren.

Foto:
Stadt Osnabrück/ Jennifer Hoeltke
Autor:
pm


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