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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Das Prinzip „Nicht vor meiner Tür″
Zwischenüberschrift:
Leserbrief
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zum Artikel Nachbarn wehren sich gegen Neubau Streit in der Heckerstraße über Bebauung des Pfarrgartens″ (Ausgabe vom 29. November).

Ich stelle in den letzten Jahren immer öfter fest, dass unsere gewählten Politiker nicht mehr ihren gewählten Auftrag erfüllen (wollen/ können).

Wir wählen Politiker, damit sie über den Tellerrand schauen und Entscheidungen treffen, die dem Gesamtwohl der Stadt entsprechen sollen. Dabei muss es jedem klar sein, dass es auch Entscheidungen gibt, die manch Einzelner aus eigener Perspektive nicht unbedingt positiv findet, die aber dem großen Ganzen entsprechen.

Ich möchte dabei auf vier Entscheidungen/ Probleme hinweisen, die letztlich von der Politik trotz einer politischen Mehrheit nicht oder erst verspätet umgesetzt wurden. 1. Entlastungsstraße West Wohnbebauung der brachliegenden Grundstücke, 2. Wohnbebauung auf dem Gelände der abgesagten Ostumgehung, 3. Wohnbebauung Corneliusweg, 4. Wohnbebauung Heckerstraße.

Bei diesen Entscheidungsprozessen geht und ging es um Verkehrsentlastung, Schaffung von Wohnraum ohne weitere Zersiedelung etc. Nicht einmal mehr Wohnbebauung (geschweige denn Handel oder Kitas) wollen die Menschen in der Nähe ihres Hauses wo soll das hinführen . . .?

Wenn Politiker in Zukunft keinen Mut mehr haben, übergreifende Entscheidungen zu treffen und Position zu beziehen, wird unser demokratischer Rechtsstaat in eine Sackgasse geraten, da mögliche Veränderungen immer an den gegenläufigen Interessen einiger weniger scheitern werden.

Bürgerentscheidungen im Rahmen solcher Überlegungen werden zukünftig nicht zum Ziel führen. Allenfalls werden Bürgerbefragungen ohne bindende Wirkungen als Stimmungsbarometer möglich bzw. denkbar sein, da sonst Entscheidungen von der rationalen Ebene zu schnell auf die emotionale Ebene verschoben werden.″

Heiner Dirks

Osnabrück
Autor:
Heiner Dirks


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