User Online: 4 | Timeout: 20:16Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Radwegebau stockt
Zwischenüberschrift:
Ausschuss und Kreisrat üben deutliche Kritik
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Exakt 36, 701 Kilometer: Auf diese Länge summieren sich die Radwege, die gemäß der vom Landkreis erstellten Prioritätenliste an Landesstraßen zu realisieren wären. Die Liste liegt seit zwei Jahren in Hannover. Geschehen ist nichts.

Bisher ist von diesen Maßnahmen noch nicht ein Meter Radweg gebaut worden! Deutliche Kritik richtete Kreisrat Winfried Wilkens im Kreisausschuss für Planen und Bauen an die Adresse des Landes. Sein Sachstandsbericht zum Neubau von Radwegen an Landesstraßen bot wenig Positives im Gegenteil: Viele Radwege-Kilometer stehen bereits seit Jahren auf den immer wieder neu angeforderten Prioritätenlisten. Dazu gehören etwa die 5, 397 Kilometer an der L 701 zwischen Melle-Neuenkirchen und Melle-Gerden.

Auch die L 94 zwischen Dissen und dem Noller Schützenhaus findet sich auf der vor zwei Jahren übermittelten Prioritätenliste. Erst in diesem Sommer ereignete sich auf dieser Strecke im Verlauf des Schützenfestes ein Verkehrsunfall, bei dem ein Fußgänger tödlich verunglückte. Mehrfach schrieb in den vergangenen Jahren der Landkreis mit erheblichem Aufwand die Liste fort. Alle paar Jahre fragt das Land nach unseren Prioritäten. Und alle paar Jahre antworten wir″, skizzierte Wilkens die aktuelle Lage. Aber wir würden gerne nicht immer die gleiche Antwort geben müssen.″

Der Radwegebau an Landesstraßen stagniere seit Jahren, kritisierte auch Meike Krüger (CDU). Der Landkreis soll und will nun eine dringende Bitte an das Land formulieren. Wir fordern nur, was das Land selbst in Aussicht gestellt hat″, war sich der Kreisrat mit dem Ausschuss einig. Sebastian Gottlöber (UWG) warnte jedoch vor großen Erwartungen: Das Land schafft es nicht einmal, die vorhandenen Radwege instand zu halten.″

Einen Lichtblick gab es allerdings in der Ausschusssitzung: Der Landkreis macht seinen Job″, betonte Wilkens mit Blick auf die Radwege an Kreisstraßen. Das Land derzeit nicht.″ Probleme bereitet dem Kreis und in der Folge den Kommunen allerdings die aktuelle Unsicherheit über die Fortschreibung des NGVFG-Förderprogramms. Hinter der Abkürzung verbirgt sich das Niedersächsische Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz, über das in den vergangenen fast 40 Jahren rund 51 Millionen Euro an Fördermitteln in die Kreisstraßeninfrastruktur geflossen sind.

Doch der jährliche Betrag unterliegt extremen Schwankungen und ist im Mittel seit einigen Jahren sinkend. Das aktuelle Förderprogramm läuft 2019 aus und eine Nachfolgeregelung ist bislang nicht in Sicht. Wir warten noch auf einen Landtagsbeschluss″, erklärte Jürgen Schwietert vom zuständigen Fachdienst. Die bis dahin verbleibende Unsicherheit betrifft unter anderem den Fahrbahnausbau mit Radwegeneubau von der K 119 bis Friedhof Kettenkamp, Berge, Bippen, Eggermühlen und Kettenkamp. Eine Realisierung in 2018 ist derzeit fraglich.
Autor:
rop


Anfang der Liste Ende der Liste