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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Zwei Osnabrücker Restaurants im Gault-Millau
Zwischenüberschrift:
Neben dem Weltklassehaus „La Vie″ in der Altstadt wird erneut das „Friedrich″ am Westerberg gelobt
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück. Zwei Osnabrücker Restaurants haben es in die gestern erschienene Ausgabe des Restaurantführers Gault-Millau für das Jahr 2018 geschafft: Neben dem Gourmet-Lokal La Vie″ hat auch das Friedrich″ sein Vorjahresergebnis bestätigen können.

Wie schon im Vorjahr landet Thomas Bühner mit dem La Vie″ bei einer Wertung von 19 Punkten, was nach Gault-Millau-Lesart für ein Weltklasse-Restaurant steht. Allerdings muss Bühner nun dem zuletzt ebenfalls mit 19 Punkten bewerteten Sven Elverfeld vom Wolfsburger Aqua″ den Vortritt als bester Koch Niedersachsens lassen.

Elverfeld erhielt in diesem Jahr 19, 5 Punkte. Mehr geht nicht, da die Höchstwertung von 20 Punkten in Deutschland vom Gault-Millau traditionell nicht vergeben wird. Elverfeld hat damit die Spitzennote zurückerobert, die er bereits einmal errungen hatte. Im Gault-Millau 2013 war er jedoch auf nur″ noch 19 Punkte abgewertet worden.

Jedoch sparen die Kritiker auch beim Zweitplatzierten in Niedersachsen nicht mit Lob: So habe es Bühner in den vergangenen Jahren geschafft, einige Personalrochaden in seinem Haus zu kompensieren, ohne dass darunter die Atmosphäre für die Besucher gelitten habe.

Hintergrund: Nach dem Weggang der langjährigen Gastgeberin Thayarni Kanagaratnam hatten auch Sommelier Sven Oetzel und Patissier René Frank ihr Glück in anderen Häusern gesucht. Oetzel wechselte ins Osnabrücker Friedrich″, und Frank eröffnete in Berlin die Dessertbar Coda″ (15 Gault-Millau-Punkte).

Weil aber Bühner als Coach eines Champions-League-
Teams agiere und im Hintergrund alle Fäden in der Hand halte, fühle sich der Gast genauso wohl wie zuvor, heißt es in der Bewertung. Lobend erwähnt werden in diesem Zusammenhang Küchenchef Timo Fritsche, Sommelier Christian Scholz, Patissier Roman Aster und Serviceleiterin Nadja Siebert.

Inhaltlich hebt der Gault-Millau-Kritiker das Restaurant-Konzept hervor, das nicht mehr auf eine Fülle kleinteiliger Tupfen setzt, sondern auf wenige außergewöhnliche Komponenten und Kombinationen″. Dazu komme das Interieur, das wie die Küche nobles Understatement atme und wie sie auf edles Material setze.

14 Punkte für seine sehr gute Küche″ erhält das zweite im Gault-Millau 2018 vertretene Restaurant aus Osnabrück. Das Friedrich″ überzeuge durch seinen klaren Küchenstil und eine sorgfältige Zubereitung, heißt es in der Bewertung. Besonders angetan hat es den Kritikern offenbar das Wiener Schnitzel, das als sichere Bank″ erwähnt wird.

Kurz nach der Veröffentlichung der Bewertungsergebnisse war die Freude am Rande des Westerberges groß: Wir freuen uns sehr″, ließ sich Küchenchef Sascha Lissowsky am Dienstag in einer Presseinformation zitieren. Die Bewertung spiegele genau das wider, was das Friedrich″ sein möchte: Ein gutes Restaurant für jeden Tag zum Wohlfühlen, Genießen und Ankommen.″ Das Wiener Schnitzel sei tatsächlich das beliebteste Gericht seit der Eröffnung im September 2015. Bislang habe es keinen Tag gegeben, an dem das Gericht nicht bestellt worden sei.

Erst vor wenigen Tagen erschien mit dem Guide Michelin der weltweit bedeutendste Restaurantführer. An der Spitze der bewerteten Restaurants in Osnabrück steht auch hier das La Vie″ (drei Michelin-Sterne und damit die Höchstwertung).

Dass es offenbar gravierende Unterschiede in der Herangehensweise der Redaktionen von Guide Michelin und Gault-Millau gibt, offenbart der Blick auf die weiteren lokalen Ergebnisse. So schafften es abgesehen von Thomas Bühners Restaurant vier weitere Häuser in der Stadt in die erweiterte Empfehlungsliste des Michelin-Führers (ohne Sterne-Bewertung): die Gastronomie des Hotels Walhalla″, das Wilde Triebe″ in Sutthausen sowie Tatort Engels″ und Fricke Blöcks″ im Katharinenviertel. Das vom Gault-Millau gelobte Friedrich″ hingegen fehlt im Michelin. Im Gault-Millau wiederum wird, vom La Vie″ und vom Friedrich″ abgesehen, kein weiteres Haus aus Osnabrück erwähnt.

Im weiteren Umkreis sind im Gault-Millau 2018 Lokale aus Hörstel, Münster, Bielefeld und Stadthagen vertreten.

Bildtexte:
19 Punkte: Thomas Bühner („ La Vie″) hält die Weltklassewertung.
14 Punkte: Sascha Lissowsky vom Restaurant Friedrich″.
Thomas Bühner landete mit seinem La Vie″ auf dem zweiten Platz in Niedersachsen.
Das Osnabrücker Restaurant Friedrich hat es mit einer Bewertung von 14 Punkten in den aktuellen Gault-Millau geschafft.
Fotos:
Archiv/ Gründel, Archiv/ Hiekmann, Jörn Martens, Stefanie Hiekmann
Autor:
sph


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