User Online: 1 | Timeout: 10:46Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Bildschöne Schlangen
Zwischenüberschrift:
Leserbrief
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Nachdem an dieser Stelle einige Monate lang dargelegt ist, welche Gemütswerte sich für uns alte Osnabrücker mit dem Herrenteichswall verbinden, dieser Oase im hektischen Stadtgetriebe, ist eine nüchterne Betrachtung der Lage vielleicht am Platze. Also nur ein Sechstel will man diesem Kleinod nehmen? Leider aber kommt der Hunger beim Essen.In zehn, in zwanzig Jahren wird man den Osnabrückern auf die Tränendrüsen drücken und in bewegten Worten die Not der armen Kraftfahrer schildern, die aus der Möserstraße kommen und, ach, schnellstens die Gegend des Pernickelturmes erreichen müssen, und dann heißt es: Fort mit dem Rest des Herrenteichswalles! Deshalb: Principiis obsta! Dann kann man mit Gottfried Keller wieder sagen: Die Ratzenburg will Großstadt werden und schlägt die alten Linden um. Die Türme macht man gleich den Erden und streckt gerad` was traulich krumm. So ist gelungen jeder Plan, doch niemand schaut das Nest mehr an.
Hat man sich eigentlich überlegt, was man der an sich bereits überlasteten Hasestraße antut, wenn man da noch eine Straßenkreuzung mit Ampelanlage einfügt? Das gibt später bildschöne Schlangen! Das Ulkige an der ganzen Geschichte ist, daß die Kraftfahrer aus der Dodesheide, die man an die Altstadt " anbinden" will, gar nicht an Lohstraße und Butenburg angebunden werden wollen, wo sich ihnen als Ziel höchstens das Rathaus bietet. Ist für sie denn der Umweg um Hasetor, Rißmüllerplatz - ein paar hundert Meter - eine solche Haupt- und Staatsaktion? Anstatt sich durch den langen Schlauch der Knollstraße, um die Ecken der Klosterstraße, des Nonnepfades zu zwängen, benutzen sie - wie man an dem starken Verkehr beobachten kann - längst den Haster, den Hunteburger Weg. Auf diese Weise kommen sie schnellstens zu Zielen, die sich für sie lohnen: Bremen, Hannover, Bielefeld, den Hauptbahnhof, den Stadtmittelpunkt (Neumarkt), die Große Straße, die Universität, demnächst die Stadthalle. Aber die Butenburg als Ziel?
Dr. Friedrich Schmidt
Osnabrück
Mozartstraße 65


Anfang der Liste Ende der Liste