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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Raiffeisenplatz-Erneuerung zu teuer?
Zwischenüberschrift:
Betriebsausschuss vertagt Entscheidung über 100 000-Euro-Investition
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Dass eine Grunderneuerung des Osnabrücker Raiffeisenplatzes eine gute Sache wäre, war allgemeiner Konsens in der jüngsten Sitzung des OSB-Betriebsausschusses. Nur: Kann und will die Stadt sich das angesichts leerer Kassen leisten?

Osnabrück. Der Platz ist seit dem Alkoholverbot am Salzmarkt ein zentraler Treffpunkt der städtischen Alkohol- und Drogenszene Konflikte mit den Nachbarn sind an der Tagesordnung. Erneut verdrängen will die Stadt die Szene aber nicht, das hat Stadtbaurat Frank Otte mehrfach betont.

Inzwischen hat die Stadt den Wetterschutz für die Leute vom Raiffeisenplatz installiert, den Otte ihnen vor einem Jahr versprochen hatte. Gleichzeitig liegt die teils zugewucherte, teils abgenutzte Grünanlage am Fußweg von der Innenstadt zum Hauptbahnhof. Der Stadt ist daher sowohl an einem ansprechenderen Entrée gelegen als auch daran, dass der Platz übersichtlicher wird, damit die Büsche keine Gelegenheit mehr für Delikte wie Drogenhandel und Prostitution bieten. All das soll die Erneuerung leisten.

Eine komplette Frischzellenkur inklusive neuer Sitztreppen am Haseufer und neuer Wege würde allerdings 100 000 Euro zu Buche schlagen. Als Alternative schlägt die Verwaltung vor, einmal radikal die Heckenschere anzusetzen das würde 40 000 Euro kosten, wie die Mitglieder des Betriebsausschusses Osnabrücker Servicebetrieb (OSB) jetzt erfuhren. Zwar würden dabei nur die eigenen Mitarbeiter tätig werden, aber ihre Arbeitskraft könnte dann auf anderen Flächen nicht eingesetzt werden, erläuterte Kämmerer Thomas Fillep den Betrag. Zur 100 000-Euro-Variante sagte er klipp und klar mit Blick auf den Haushalt: Wenn wir die Schulen sanieren wollen, haben wir keine Chance 100 000 Euro wegzunehmen.″

Kerstin Albrecht vom Osnabrücker Bürgerbund (BOB) war ganz auf seiner Seite und sprach sich für die Sparvariante aus, auch wenn ein umgestalteter Raiffeisenplatz bestimmt toll aussehen″ würde. Giesela Brandes-Steggewentz (Die Linke) mahnte: Es geht nicht darum, einen schönen neuen Platz zu haben, sondern mit der Gestaltung eine leicht präventive Maßnahme umzusetzen.″ Anita Kamp (SPD) sah es ähnlich: Die Neugestaltung ist auch ein Faktor der Prävention.″ Und auch Birgit Strangmann (Grüne) tendierte mehr zur Kompletterneuerung: Wir müssen uns auch ein bisschen um unser Stadtbild kümmern.″ Florian Schwab (CDU) plädierte dafür, erst einmal die Bepflanzung aufzulockern, dann vermehrt mit Streetworkern die sozialen Probleme auf dem Platz anzugehen und erst in einem dritten Schritt den Platz umzugestalten.

Eine Abstimmung vertagte der Ausschuss jedoch. Erst sollen der Sozial- und der Feuerwehr- und Ordnungsausschuss sich des Themas noch einmal annehmen. Ende Januar müsste dann der Rat entscheiden denn die Zeit drängt: Bis Ende Februar müssten die Vegetationsarbeiten durchgeführt werden, erläuterte Hartmut Damerow vom OSB. Danach beginnt die Wuchsperiode und das Bundesnaturschutzgesetz untersagt schwerwiegendere Eingriffe.

Bildtext:
Schön ist anders: Der Raiffeisenplatz ist in die Jahre und ziemlich heruntergekommen.

Foto:
Gert Westdörpl
Autor:
Sandra Dorn


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