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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Wolf ist natürlicher Regulator
Zwischenüberschrift:
Leserbrief
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zum Kommentar Wer hat ihn vermisst? von Markus Pöhlking mit Bezug auf den Artikel Der Wolf im Visier″ (Ausgabe vom 18. November).

Ja, den Wolf habe ich in Deutschland ganz klar vermisst! Genau wie jede Tier- oder Pflanzenart, die durch Verschulden des Menschen hier ausstirbt beziehungsweise wie im Falle des Wolfes sogar absichtlich und aktiv ausgerottet worden war. Der Kommentator beklagt selbst Verluste in der Artenvielfalt, meint aber, der Wolf könne nicht zur Stabilisierung hiesiger Ökosysteme beitragen. Ein Irrglaube, denn gerade auch die sogenannten Raubtiere sind die von der Natur eingeplanten Regulatoren. Klagen über starken Wildverbiss im Wald und die Zunahme der Wildschweine belegen die Problematik, die der Mensch wiederum durch die Jagd wiederherzustellen versucht. Dass Wölfe in der Kulturlandschaft neben Wildtieren zu einem vergleichsweise kleinen Anteil auch Nutztiere reißen, wird nie ganz zu verhindern sein. Gut wirksame Maßnahmen zum Schutz der Tierbestände werden aber bereits staatlich gefördert, ebenso Entschädigungszahlungen für trotzdem geschehene Wolfsrisse. Im Verhältnis zu den Agrarsubventionen insgesamt, die inzwischen wenigstens teilweise auch dem Umweltschutz dienen, sind diese öffentlichen Ausgaben geradezu zu vernachlässigen und gut angelegt. Und wer wie der Kommentator glaubt, dass die Population der Wölfe im , Schlaraffenland′ ungebremst wächst, sollte zunächst mal einen Blick in die Statistik werfen, wie viele Wölfe allein in Niedersachsen dem Straßenverkehr zum Opfer fallen die Kehrseite einer vom Menschen relativ dicht besiedelten Region für Wildtiere. Im Übrigen ist in letzter Konsequenz der Abschuss einzelner , Problemwölfe′ schon jetzt möglich und im Einzelfall bereits praktiziert zu einer generellen Reduktion der Wolfspopulation hat der Mensch aber zumindest so lange kein Recht, wie der Wolf sein natürliches Verbreitungsgebiet nicht vollständig rückbesiedelt hat, einschließlich geeigneter Gebiete in ganz Westniedersachsen und auch den Niederlanden.″

Dr. Volker Blüml

Osnabrück

Bildtext:
Der Wolf erregt die Gemüter im ganzen Land.

Foto:
dpa
Autor:
Volker Blüml


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