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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
„Ein Geschenk des Himmels″
Zwischenüberschrift:
Mobiler Einkaufswagen für Osnabrücker Senioren kommt gut an
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Es ist ein Zusammenspiel vieler: Beteiligt sind der Malteser Hilfsdienst, das Seniorenbüro in Osnabrück, die Gemeinde St. Antonius und die Margaretenkirche in Voxtrup sowie Maria Hilfe der Christen und die Petrusgemeinde in Lüstringen.

Wer kennt es nicht: Noch einmal eben schnell mit dem Auto zum Supermarkt und den Wocheneinkauf erledigen. Für viele Menschen keine große Sache, für Senioren aber kann es eine große Herausforderung sein. Der kostenlose Mobile Einkaufswagen″ hilft älteren Menschen, ihre Besorgungen zu erledigen. Nicht mehr mobile Senioren werden von zu Hause abgeholt, zum Supermarkt gefahren und auf Wunsch beim Einkauf begleitet. Der Einkauf wird später in die Wohnung gebracht und einsortiert. Aber nicht nur der Einkauf steht im Vordergrund, sondern auch die Zeit. Es soll Entspannung für die Menschen mitbringen. Deswegen setzen wir uns nach dem Einkaufen noch hin, trinken zusammen Kaffee und unterhalten uns″, sagt Wolfgang Zimmerer, Stadtbeauftragter der Maltester. Fünf Plätze pro Fahrt stehen zur Verfügung. Im 14-täglichen Rhythmus wird dienstags im Stadtteil Voxtrup und mittwochs im Stadtteil Lüstringen ein begleitetes Fahren organisiert.

Seit fast zwei Jahren fahren die Ehrenamtlichen nun in den beiden Stadtteilen. Nicht immer sei es einfach gewesen. Am Anfang brauchten wir einen langen Atem. In Lüstringen wurde das Angebot besser angenommen als in Voxtrup″, weiß Zimmerer. Die Nachbarn in Voxtrup würden sich gut umeinander kümmern und gegenseitig helfen, sagt Gemeindereferent Dirk Schnieber von Maria Hilfe der Christen in Lüstringen. Deswegen sei es nicht so einfach gewesen, sich anzubieten. Alles, was neu ist, muss erst einmal beschnuppert werden″, sagt Zimmerer. Anfangs wurden zunächst Flyer verteilt, damit sich in den Gemeinden herumspricht, was der Mobile Einkaufswagen″ überhaupt ist. Heute sind alle Kooperationspartner sehr zufrieden. Die Fahrten seien meistens voll, und auch eine Stammkundschaft habe sich gebildet.

Auch Rentner Jurek Novakovic fährt von Anfang an mit den Helfern einkaufen. Es ist ein Geschenk des Himmels. Leute wie ich wüssten nicht, was wir tun sollten.″ Aus dem Haus kommen, Kontakt zu anderen Menschen haben und auch die Freiheiten ohne die Familie seien wichtig, weiß Giesela Biesecker, die zusammen mit ihrem Mann ehrenamtlich die Senioren auf den Fahrten begleitet. Die Menschen können hier beim Einkaufen frei entscheiden, was sie wie haben möchten. Wir greifen nur ein, wenn sie das wirklich wünschen.″ Der Mobile Einkaufswagen″ soll auch für die Angehörigen eine Unterstützung, zeitliche sowie emotionale Entlastung sein.

Nach dem Einkaufen wird noch gemeinsam Kaffee getrunken und Zeit miteinander verbracht. Wir sind immer eine tolle Truppe, und ich bin sehr dankbar, dass es so etwas gibt″, sagt die sichtlich gerührte Hannah Kölling. Die Seniorin fährt ebenfalls regelmäßig mit und ist auf die Einkaufstouren angewiesen.

Wunsch nach mehr

Das Projekt um den Mobilen Einkaufswagen″ sei noch nicht ausgeschöpft. Wir wollen uns stets weiterentwickeln″, sagt Zimmerer. Wunsch sei es, auch in anderen Stadtteilen mit keiner so guten Infrastruktur Fahrten anbieten zu können. Dazu brauchen wir aber dringend neue Unterstützung und vertrauenswürdige Akteure″, erklärt Katharina Oelke, Mitarbeiterin des Seniorenbüros der Stadt Osnabrück. Neue ehrenamtliche Helfer für den Mobilen Einkaufswagen″ werden also gesucht. (Weiterlesen: Ehrenamtliche Einkaufshilfe für Senioren).

Bildtext:
Begleitung beim Einkaufen: Senioren wie Jurek Novakovic (links) bekommen bei Besorgungen seit zwei Jahren Hilfe von Ehrenamtlichen.

Foto:
Katja Steinkamp
Autor:
Katja Steinkamp


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