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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Zwei Stadtteile in Bewegung
Zwischenüberschrift:
Optimismus beim Runden Tisch Dodesheide/Sonnenhügel
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Die beiden Stadtteile entwickelten sich äußerst dynamisch, freute sich Bürgermeisterin Birgit Strangmann jetzt als Moderatorin des Runden Tisches Dodesheide/ Sonnenhügel in der Kindertagesstätte Heilig Geist.

Osnabrück. Als einen der Gründe nannte Helmut Tolsdorf, Leiter des Fachbereichs Kinder, Jugend und Familie der Stadt Osnabrück, die Konversion. Nachdem die britischen Streitkräfte Osnabrück verlassen hatten, seien viele der frei gewordenen Häuser von jungen Familien erworben worden. Auch das Neubaugebiet Gartlage habe zusätzliche Nachfrage nach Kinderbetreuungsplätzen geschaffen. Osnabrück könne sich dabei im Vergleich mit anderen niedersächsischen Großstädten durchaus sehen lassen. Die Eltern seien mit dem Angebot zufrieden, und über 90 Prozent der Schulanfänger hätten zuvor eine Kita besucht, so Tolsdorf.

Um allerdings eine Verschiebung der Nachfrage und Engpässe in benachbarten Stadtteilen wie Widukindland und Schinkel zu vermeiden, müssten weitere Plätze geschaffen werden. Unter anderem am Limberg im Haus 142 oder in der Heilig-Geist-Gemeinde seien zum Teil erhebliche Umbauten geplant, um das Angebot zu erhöhen.

Die Achillesferse seien derzeit die Hortplätze, also die Betreuung von Schulkindern an Nachmittagen. Hier erläuterte Tolsdorf die Strategie der Stadt, verstärkt auf Ganztagsangebote der Schulen zu setzen. Schließlich mache es auch finanziell wenig Sinn, zusätzliche Hortplätze zu bauen, die vormittags leer stehen, und weitere Unterrichtsräume zu schaffen, die nachmittags niemand nutzt. Hier sei die Stadt jedoch auf die Schulen angewiesen, die selbst entscheiden können, ob sie ihr Unterrichtsangebot erweitern wollen.

Ko-Moderator und EMA-Schulleiter Hartmut Bruns appellierte an die Verwaltung, frühzeitig in langfristige Planungen einzusteigen. Aus Kita-Kindern werden Grundschüler, und die gehen dann an weiterführende Schulen″, so Bruns. Die bundesweit beklagte negative demografische Entwicklung habe auf Osnabrück nie zugetroffen. Für seine Schule reklamierte er einen erhöhten Platzbedarf .

Als Beispiel für zu kurzfristiges Denken nannte Bruns die seiner Meinung nach von Beginn an zu klein geplante EMA-Mensa. Daran lasse sich aufzeigen, dass kurzfristiges Denken die Stadt am Ende teuer zu stehen kommt. Die Raumnot sei mittlerweile so groß, dass eine Klasse mit 32 Schülern eigentlich keinen Chemieunterricht mehr machen könne, weil der Fachraum nur bis maximal 30 Schüler zugelassen sei.

Der Diskussion um die Betreuungs- und Schulsituation war eine Verabschiedung des Projekts Urbane Interventionen″ der Hochschule Osnabrück vorausgegangen. Ziel war eine Belebung und stärkere Beteiligung der Bürger in ihrem Stadtteil, unterstützt von Bund, Land und Stadt. Mit Elterncafés, Reparaturwerkstatt oder einem mobilen Stadtteilcafé sollten seit 2015 Kommunikation, Bürgersinn und Eigenverantwortung gestärkt werden.

Gelungen sei das, so Projektkoordinatorin Marcia Bielkine, leider nur zum Teil. So habe es zwar Stammgäste bei verschiedenen Veranstaltungen gegeben, es sei jedoch kaum gelungen, neue Zielgruppen zu erreichen. Als Fazit lasse sich festhalten, dass es an Ideen nicht gemangelt habe, es aber schwer gewesen sei, Personen zu finden, die Ideen auch konkret umsetzen und anschließend verantwortlich weiterführen.

Ein Gegenbeispiel dazu lieferten die Sommerkulturtage: Birgit Strangman dankte den vielen Ehrenamtlichen für ihre Arbeit und appellierte an die Bürger, bereits jetzt Ideen für die kommenden Sommerkulturtage in zwei Jahren zu sammeln.

Bildtext:
In die Dodesheide sind nach dem Abzug der britischen Soldaten und ihrer Familien in den vergangenen Jahren viele Neubürger gezogen.

Foto:
Gert Westdörp
Autor:
Andreas Wenk


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