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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Aus Hagedorn wird Hageloft
Zwischenüberschrift:
Bald Vermarktungsstart für 18 neue Wohnungen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Die ehemalige Fabrik Hagedorn an der Lotter Straße wird zum Wohn- und Bürogebäude. Jetzt haben die Vorbereitungen für den Umbau begonnen, Anfang 2019 könnten die ersten Bewohner einziehen.

Osnabrück. Die Anwohner haben es längst bemerkt: Nach mehr als sieben Jahren Leerstand tut sich endlich was an der ehemaligen Hagedorn′schen Fabrik an der Lotter Straße. Hinter dem Komplex steht ein Container, aus einem Fenster hängt ein Schuttrohr, auf ein Absperrgitter ist das Transparent eines Abrissunternehmens gespannt.

Von Abriss kann allerdings keine Rede sein, schließlich ist das Gebäude von 1897 denkmalgeschützt. Vielmehr sollen dort Lofts für Wohnungen und Büros entstehen, teilte der neue Besitzer, die eigens für das Projekt gegründete Hageloft GmbH, im Mai 2017 mit. Jetzt beginnen die Vorbereitungen für den Umbau, heißt es auf Anfrage unserer Redaktion.

Im Moment wird das Gebäude ausgeräumt. Wichtig ist uns hierbei, detaillierte Erkenntnisse über die konstruktiven Bauteile zu bekommen, damit möglichst viel vom Bestand erhalten bleiben kann″, so Dirk Bölke. Er ist bei der Grimm Holding, einem Münsteraner Bauträger, für das Projekt mit dem offiziellen Titel Hageloft″ zuständig. Anfang kommenden Jahres soll demnach mit den eigentlichen Bauarbeiten begonnen werden.

Entstehen werden 18 Lofts mit 50 bis 150 Quadratmeter Grundfläche. In den Eigentumswohnungen soll der industrielle Charme und möglichst offene Fabrikcharakter zu spüren sein″, so Bölke. Bezugsfertig werden sie wohl Anfang 2019 sein. Wie viel die neuen Bewohner für ihren Platz im Ex-Fabrikgebäude zahlen müssen, darüber können wir zum jetzigen Zeitpunkt keine Auskunft geben″.

Obwohl es offiziell noch keine Preise gibt und die Wohnungen bisher auch noch nicht im Internet angeboten werden, haben sich bei der Grimm Holding offenbar schon viele potenzielle Käufer gemeldet. Es gibt bereits eine umfangreiche Liste an Interessenten, die bei Vermarktungsstart bevorzugt angesprochen werden″, so Bölke. Wann es so weit sein wird, wollte er noch nicht sagen, ließ aber durchklingen: Es könnte schnell gehen.

Über mögliche Altlasten müssen sich sowohl die neuen Eigentümer als auch ihre zukünftigen Nachbarn offenbar keine Sorgen machen, obwohl die Chemiefabrik Hagedorn am Standort Osnabrück zuletzt zum Beispiel Lenkergriffe für Fahrräder oder Tischtennisbälle aus Zelluloid und Pigmentpräparationen zum Bedrucken von Chipstüten oder Joghurtbechern produzierte. Außerdem gab es mehrere Brände. Trotzdem hat die Stadt Osnabrück dem Bauherrn bei der Genehmigung des Umbaus vor einem Jahr keine spezifischen Auflagen erteilt.

Das bestätigte Franz Schürings, Leiter des Fachbereichs Städtebau, auf Anfrage unserer Redaktion. Damit sei die Grimm Holding aber noch nicht aus der Verantwortung: Falls doch noch Chemikalien gefunden werden, müssten natürlich die einschlägigen Regelungen zur Behandlung von Schadstoffen eingehalten werden″, so Schürings.

Allen, die sich für eine Wohnung im Hageloft interessieren, rät Bölke, sich direkt an die Grimm Holding zu wenden. Ein Teil des Gebäudes ist allerdings schon vergeben: Der gesamte vordere Bereich und der Pavillon an der Lotter Straße werden gewerblich genutzt. Hier will die Muuh! Group″ von Hageloft-Gesellschafter Jens Bormann einziehen.

Bildtexte:
Stadteinwärts steht schon ein neues Parkhaus, jetzt soll auch der ehemaligen Fabrik Hagedorn wieder Leben eingehaucht werden.
Ein Blick hinter das Gebäude macht die Aufräumarbeiten sichtbar. Hier stehen Absperrgitter, Container und Schuttrohr.

Der Gebäudeteil an der Lotter Straße wird als Bürofläche genutzt, der ruhigere Teil, angrenzend an die Mitte West″-Neubauten, wird zu Eigentumswohnungen umgestaltet.

Louisa RiepeFotos:
Louisa Riepe
Autor:
Louisa Riepe


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