User Online: 1 | Timeout: 06:57Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Erhöhte Belastung mit Stickoxiden
 
Warnung vor Schadstoffbelastung
Zwischenüberschrift:
Erhöhte Stickstoffdioxidwerte in Dissen, Georgsmarienhütte und Melle berechnet
Artikel:
Kleinbild
 
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Das niedersächsische Umweltministerium warnt, dass Grenzwerte für Stickstoffdioxid möglicherweise in mehreren Städten im Kreis überschritten wurden. Die Untersuchungsstelle Luftreinhaltung im staatlichen Gewerbeaufsichtsamt Hildesheim habe berechnet, dass es an Straßen mit hohen Verkehrsstärken in Dissen, Georgsmarienhütte und Melle erhöhte Schadstoffbelastungen gibt. An Hotspots der Kommunen Bad Iburg, Badbergen, Bissendorf, Fürstenau und Quakenbrück liegt die Stickstoffbelastung den Berechnungen zufolge nur knapp unter dem Grenzwert von 40 Gramm Stickstoffdioxid pro Kubikmeter Luft im Jahresmittel. Eine Ministeriumssprecherin erklärte: Wir werden in der kommenden Woche mit den Kommunen besprechen, wo Messstationen aufgestellt werden könnten.″

Das niedersächsische Umweltministerium warnt vor Schadstoffbelastungen im Landkreis. Einer Untersuchung zufolge sind nicht nur Grenzwerte für Stickstoffdioxid in Osnabrück, sondern möglicherweise auch in mehreren Städten im Kreis überschritten worden.

Osnabrück/ Hannover. Die Untersuchungsstelle Luftreinhaltung im staatlichen Gewerbeaufsichtsamt Hildesheim hat berechnet, dass es an Straßen mit hohen Verkehrsstärken in Dissen, Georgsmarienhütte und Melle erhöhte Schadstoff-Belastungen gebe. Die Untersuchung hatte das niedersächsische Umweltministerium in Auftrag gegeben. Sprecherin Justina Lethen sagte auf Anfrage unserer Redaktion, dass die Zahlen aus zahlreichen Eingangsdaten und anhand von Modellrechnungen für die genannten Städte ermittelt wurden. Das Ziel der von 2013 bis Herbst 2017 durchgeführten Erhebungen war die Identifizierung von Orten mit möglichen hohen Luftschadstoffbelastungen. Untersucht wurden rund 300 000 Straßenabschnitte.

An Hotspots der Kommunen Bad Iburg, Badbergen, Bissendorf, Fürstenau und Quakenbrück liegt die Stickstoffbelastung den Berechnungen zufolge nur knapp unter dem Grenzwert von 40 Gramm Stickstoffdioxid pro Kubikmeter Luft im Jahresmittel. Lethen betont: In einem zweiten Schritt werden die Daten noch einmal mit aktuellen Verkehrsdaten überprüft.″ Gegebenenfalls sollen noch Messungen folgen. Laut Lethen sind die berechneten Schadstoffbelastungen als Warnung zu verstehen. Zusätzlich zu den schon bekannten sieben am meisten belasteten Städte in Niedersachsen sind möglicherweise rund 40 weitere niedersächsische Kommunen mit erhöhten Schadstoffbelastungen betroffen. Lethen erklärt: Wir werden in der kommenden Woche noch mit den Kommunen besprechen, wo Messstationen aufgestellt werden könnten.″

Da Osnabrück zu den sieben landesweit am meisten belasteten Städten gehört, wurden bereits Messstationen am Schlosswall, am Ziegenbrink und nahe dem Neumarkt aufgestellt. Die Stadt Osnabrück setzt als Reaktion auf die zu hohen NO2-Werte auf einen Luftreinhalteplan.

Umweltminister Stefan Wenzel betonte: Die Untersuchung bestätigt leider unsere Befürchtung, dass die Belastungen der Luft umfassender und weitreichender sind als bislang ermittelt.″ Umso wichtiger sei es, verstärkt dafür zu sorgen, dass der Rechtsanspruch der Bürger auf gesunde Lebensverhältnisse gewährleistet werde. Das weitere Verzögern von finanziellen und rechtlichen Maßnahmen zur Unterstützung der Kommunen sei nicht zu verantworten: Die Verkehrswende muss auf der Agenda der neuen Bundesregierung nach vorn rücken.″

Grünen-Kreistagsfraktionschef Rainer Kavermann hält die Berechnungen für sehr hilfreich: Sie zeigen, dass das Problem des gefährlichen Stickoxides nicht nur auf Großstädte beschränkt ist. Der Landkreis muss sich die Daten jetzt genau anschauen und an den kritischen Stellen Verkehrsdaten erheben sowie gegebenenfalls Messstationen errichten.″ Wenn sich die bisherigen Berechnungen bestätigten, benötigen sie Kavermann zufolge dringend Luftreinhaltepläne, um Bürger vor gesundheitlichen Schäden zu bewahren. Kavermann glaubt, dass sich jetzt auch im Landkreis Osnabrück die Auswirkungen des Dieselskandals zeigen: Mit den Folgen des Grenzwertbetrugs müssen sich jetzt die Kommunen befassen.

Bildtext:
Das niedersächsische Umweltministerium warnt, dass Grenzwerte für Stickstoffdioxid möglicherweise gleich in mehreren Städten im Landkreis überschritten wurden. Die betroffenen Kommunen werden kommende Woche kontaktiert.

Foto:
dpa
Autor:
jcf


Anfang der Liste Ende der Liste