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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Neumarkt zum Stadtpark entwickeln
Zwischenüberschrift:
Leserbriefe
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zur Zukunft des Neumarktes, unter anderem zum Artikel Stadtplaner warnt vor Bau des Einkaufszentrums″ (Ausgabe vom 21. Oktober).

Es ist schon erstaunlich, zu welchen Ergebnissen der Experte für den Städtebau kommt. Wie viele Experten sind schon mit diesem Thema beschäftigt worden, von den Kosten wollen wir nicht sprechen, die Bürger zahlen es ohnehin!

Erfreulicherweise hat Herr Wille auch eine Aussage zum Wallring gemacht. Genau die gleichen Vorschläge wurden immer wieder in den Bürgerforen Innenstadt geäußert, aber abgeschmettert. Das betrifft auch unseren Vorschlag, das zentrale Zentrum für Busse zum Bahnhof zu verlegen, ebenso, dass nicht alle Busse über den Neumarkt fahren müssen.

Gleichzeitig wurde immer wieder darauf hingewiesen, dass wir kein Einkaufszentrum benötigen, zumal wir schon jetzt einen beängstigenden Leerstand in der Stadt haben. Und womit will man denn Interessierte in die Stadt locken? Keine gepflegten Grünanlagen, kein Blumenschmuck und so weiter einfach ohne Flair. Daran sollte man zuerst arbeiten und dann den nächsten Schritt tun.

Aber wir haben den Eindruck, dass unsere Ratsmitglieder immer erst den zweiten Schritt tun und dann merken, dass der erste Schritt überhaupt nicht gemacht werden kann [. . .].

PS: Man kann jetzt Bäume in Kübeln waagerecht an Häusern befestigen und wachsen lassen. Das wäre doch einmal eine Möglichkeit, wieder , Grün′ in die Stadt zu bekommen.″

Brigitte und Klaus Möller

Osnabrück

Egal, ob es nun ein Shopping-Center am Neumarkt geben wird oder nicht: Der Umbau des Areals stellt aus meiner Sicht eine Riesenchance für die städtebauliche Weiterentwicklung der Innenstadt dar. Aktuelle Überlegungen sollten der Devise folgen, Visionen zu entwickeln und sich nicht in Klein-Klein zu verlieren. Eine innovative Planung muss ein verändertes Freizeit- und Konsumverhalten (Stichwort: Onlinehandel), die zunehmende Elektromobilität und auch den Bedarf an Wohnraum berücksichtigen. […]

Laut aktuellem Bebauungsplan sollte der Neumarkt am Ende des Entwicklungsprozesses zudem nicht nur ein Mehr an Aufenthaltsqualität aufweisen, sondern auch als funktionierendes Bindeglied zwischen nördlicher und südlicher Innenstadt dienen. Aktuell stellt der Neue Graben eine nahezu unüberwindbare Barriere dar, wie ein reißender Fluss, der die südliche von der nördlichen Innenstadt trennt. Hier müssen ganz neue Ideen auf den Tisch. […]

Von entscheidender Bedeutung […] ist hierbei die Verkehrssituation. Dieses Problem auszusparen, ist völlig unmöglich. Ich habe die Vision, dass der Neumarkt autofrei und im Wesentlichen auch frei vom Busverkehr sein muss. Der zentrale Busbahnhof muss dezentralisiert und auf andere Standorte verteilt werden [...].

Der Neumarkt würde dann nur noch über kleine, wendige Elektrobusse angefahren. Ein auto-, bus- und abgasfreier Neumarkt gewinnt allein schon durch diese Veränderung an Aufenthaltsqualität. Er könnte zwischen Kollegienwall und Münsterstraße entsiegelt, attraktiv gepflastert, begrünt, mit Springbrunnen, Spielgeräten, Blumenbeeten und Bänken versehen, zu einem Stadtpark umgebaut werden […].

Große Straße und Johannisstraße sollte eine Allee mit (perspektivisch) großen Bäumen verbinden, die die Trennung zwischen südlicher und nördlicher Innenstadt überwindet. Auch die Nähe zu Schloss und Schlossgarten spricht für diesen Vorschlag […].

Ein solcher Platz wäre auch außerhalb der Öffnungszeiten der Geschäfte beliebt und belebt. Auf den Flächen, auf denen die abzureißenden Gebäude stehen (Kachelbau etc.), könnten architektonisch ansprechende Gebäude für den Einzelhandel und für Restaurants, Bistros und Cafés entstehen. Die Vermietung der oberen Stockwerke und auch die Rendite dürften kein Problem sein, weil das Umfeld stimmt.″

Marita Thöle

Osnabrück
Autor:
Brigitte, Klaus Möller, Marita Thöle


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