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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Dringende Appelle vor dem Bonner Klimagipfel
 
US-Bericht zum Klima gegen Trump-Position
 
Protest im Tagebaukrater
 
Umweltschützer warnen vor „klimapolitischer Blamage″
Zwischenüberschrift:
Edenhofer: Ziele nicht aufgeben – Andernfalls drohen Zunahme von Extremwetter, Ernteausfälle und Anstieg des Meeresspiegels
 
Tausende Umweltaktivisten fordern Kohleausstieg vor Beginn der Klimakonferenz
 
Germanwatch-Geschäftsführer Bals: Es ist weit mehr notwendig als ein Kohleausstieg
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück. Vor Beginn der Weltklimakonferenz in Bonn hat der Potsdamer Klimaforscher Ottmar Edenhofer davor gewarnt, die Klimaziele aufzugeben. Edenhofer sagte unserer Redaktion, gerade Deutschland sei drauf und dran, die versprochene Verringerung der Treibhausgase zu verfehlen. Der Experte warnte: Das kann keinesfalls Grund sein, diese Ziele aufzugeben. Täten wir dies, nähmen wir eine Zunahme von Klimarisiken in Kauf, etwa Extremwetter, Ernteausfälle und einen Anstieg des Meeresspiegels.″

Edenhofer sagte: Es geht hier auch um das Erbe der Ära Angela Merkel, die als Klimakanzlerin Geschichte geschrieben hat.″ Zur Ehrlichkeit in der Politik gehöre, dass hehre Klimaziele alleine nicht genügten. Der Klimaforscher mahnte: Wir brauchen auch konkrete Maßnahmen, um diese zu erreichen.″

Der Vize-Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) sieht bei den Jamaika-Verhandlungen Spielraum für Kompromisse in der Klimapolitik. Edenhofer forderte: Eindeutig muss aber die Richtung sein: Mindestpreis im europäischen Emissionshandel, raus aus der Kohle, rein in die Digitalisierung unseres Energiesystems mit smarten Netzen, smarten Häusern. Und dass wir die ersten Schritte sofort tun müssen.″

Auch Umweltschützer drängen auf mehr Klimaschutz. Christoph Bals, Geschäftsführer der Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch, sagte unserer Redaktion: Die Stilllegung von etwa der Hälfte der Kohlekraftwerke ist die einzige Maßnahme, die noch sicherstellen kann, dass Deutschland sein Ziel für 2020 einhält. Um aber die Klimaziele für 2030 erreichen zu können, ist neben der weiteren Stilllegung von Kohlekraftwerken weit mehr notwendig.″

Bis 2020 will die Bundesregierung die Treibhausgasemissionen um 40 Prozent gegenüber 1990 verringern, bis 2030 sollen sie um mindestens 55 Prozent sinken. Bals forderte vor diesem Hintergrund eine Verkehrswende mit mehr Schiene und Elektromobilität″ und einen Umbau der Landwirtschaft .

Kommentar
Ohne Alternative

Jetzt nur nicht nachlassen. Der Klimaschutz ist ein mühsames Projekt. Es fehlt auch zwei Jahre nach Abschluss des großen Abkommens von Paris immer noch an klaren Regeln, wie die Ziele erreicht werden sollen. Zudem sind schwere Rückschläge zu verkraften wie der Ausstieg der USA aus dem Abkommen. Und dennoch: Es gibt keine Alternative, als nach vorne zu blicken. Der Klimagipfel in Bonn muss unbedingt ein Erfolg werden.

Zu lange schon versündigt sich die Menschheit am Blauen Planeten. Die Erderwärmung ist weit fortgeschritten mit schlimmen Folgen: Die Meeresspiegel steigen bedrohlich, bei Dürren sterben Hunderttausende von Menschen, Stürme werden immer heftiger und verursachen apokalyptische Schäden.

Kurzum: Bei den weiteren Klimaschutzverhandlungen geht es um eine globale Herausforderung ersten Ranges. Denn es darf nicht noch schlimmer kommen, sollen die Folgen der Erderwärmung einigermaßen beherrschbar bleiben.

Ob US-Präsident Trump ein Einsehen haben wird, steht in den Sternen. Umso mehr kommt es jetzt auf die Führer anderer Industriestaaten an. Auch Deutschland hat die Chance, eine historische Vorreiterrolle zu übernehmen. Vielen großen Worten müssen dafür allerdings deutlich mehr Taten folgen.

Washington. Ein vom Weißen Haus abgesegneter Bericht zum Klimawandel widerspricht der Position von US-Präsident Donald Trump: Kurz vor der UN-Klimakonferenz veröffentlichte die US-Regierung einen Expertenbericht, demzufolge die Erderwärmung eine mit größter Wahrscheinlichkeit″ von Menschen verursachte Realität″ ist. Trump hatte den Klimawandel wiederholt infrage gestellt und den Ausstieg der USA aus dem Pariser Klimaschutzabkommen angekündigt.

Es sei extrem wahrscheinlich, dass menschliches Handeln insbesondere der Ausstoß von Treibhausgasen die vorherrschende Ursache für die seit Mitte des 20. Jahrhunderts beobachtete Erwärmung″ sei, resümierten die Experten in dem 600-seitigen Gutachten. Für die Erderwärmung gebe es keine überzeugende alternative Erklärung″.

Wärmste Ära seit 1901

Die Experten halten in dem Bericht fest, dass die Temperaturen auf der Erde in den 115 Jahren zwischen 1901 und 2016 um ein Grad Celsius gestiegen sind: Unsere Zeit ist nun die wärmste in der Geschichte der modernen Zivilisation.″ Es habe zudem in den vergangenen 1700 Jahren keine Epoche gegeben, in der die Durchschnittstemperaturen so schnell gestiegen seien wie in den vergangenen Jahrzehnten.

Der Bericht wurde von der Behörde für Ozean- und Atmosphärenforschung (NOAA) zusammengestellt und nach deren Angaben vom Weißen Haus zur Veröffentlichung freigegeben. Finanziert wurde die Studie unter anderem mit Mitteln des Energieministeriums und der Raumfahrtbehörde Nasa. Das ist nicht neu″, kommentierte der renommierte Wissenschaftler Peter Gleick die Ergebnisse des Berichts im Kurzbotschaftendienst Twitter. Es ist nur deshalb eine Nachricht, weil Trump den Bericht nicht zensieren konnte.″ Die Befunde stehen in Einklang mit der vorherrschenden Meinung in der Wissenschaft. Mitglieder von Trumps Regierung hatten dagegen immer wieder in Abrede gestellt, dass fossile Brennstoffe den Klimawandel verursachen .

Trumps Politik: Beiträge dazu lesen Sie auf noz.de/ politik

Schluss mit Kohle, fordern Tausende Demonstranten im Vorfeld der Klimakonferenz. In Bonn gehen sie dafür auf die Straße, im Rheinischen Revier starten Aktivisten eine gefährliche Aktion.

Kerpen/ Osnabrück. Die Anti-Braunkohle-Demonstration endet auf dem Feld. Ein Pulk löst sich aus der Masse, beginnt zu laufen, über die weite Fläche dem Krater vom Braunkohletagebau Hambach entgegen. Dort, wo eigentlich gestern die Abschlusskundgebung sein sollte, ruft eine Frau ins Mikrofon: What do you want? (Was wollt Ihr?) Andere skandieren Ende Gelände″, während sich der nächste Pulk in Richtung Tagebaukante löst. Einige Aktivisten tragen rote Fahnen, die Frau am Mikrofon wünscht ihnen auf Englisch viel Glück.

An der Tagebaukante zieht die Polizei auf. Es kommt zu Rangeleien. Polizisten setzen Pfefferspray ein. Der nächste Pulk ist unterwegs zu Hunderten strömen die Menschen in den riesigen Krater, den gefährlichen Steilhang hinab. Ein Demonstrant wird festgenommen, ansonsten sei es aber friedlich geblieben, teilt die Polizei mit.

Im Vorfeld der Weltklimakonferenz in Bonn demonstrieren die Umweltaktivisten für den sofortigen Kohleausstieg. Die Verstromung von Braunkohle gilt als mit Abstand klimaschädlichste Form der Stromgewinnung und als wesentlich mitverantwortlich für ein mögliches Verfehlen der deutschen Klimaziele. Der Energieversorgungskonzern RWE stellt dagegen fest: In der öffentlichen Debatte über Energiepolitik und Klimaschutz sollte es nicht nur um Symbole, sondern auch um Fakten gehen.″ Das Unternehmen werde bis 2030 bis zu 50 Prozent seiner CO2-Emissionen reduzieren.

Dass Aktivisten in den Tagebau eindrangen, kam für die Polizei nicht überraschend: Bei 32 Kilometer Abbruchkante sei es unmöglich, das zu verhindern, sagte Polizeisprecher Paul Kemen. Den Aktivisten drohten Strafverfahren wegen Hausfriedensbruchs. Wenn die Gesetze die Zerstörung von Lebensgrundlagen schützen, dann müssen wir uns über sie hinwegsetzen″, stellt eine Sprecherin von Ende Gelände″ fest.

Kurz vor der Weltklimakonferenz warnen US-Wissenschaftler zudem vor einem möglichen Anstieg der Meeresspiegel um bis zu gut 2, 40 Meter bis zum Jahr 2100. Aus genau diesem Grund sind sogar Aktivisten aus dem Südpazifik ins Rheinische Revier gekommen, um sich solidarisch zu zeigen mit den Umweltschützern. Der Südpazifik gehört zu den Regionen, die vom angesichts des Klimawandels steigenden Meeresspiegel am stärksten betroffen sind. Die Regentropfen seien die Tränen der geschundenen und missbrauchten Erde, sagt einer von ihnen in strömendem Regen. Die Pacific Climate Warriors″ wollen der Welt bei der Klimakonferenz in Bonn erzählen, was es für sie bedeute, wenn der Meeresspiegel weiter steige.

Tags zuvor hatten schon Tausende in Bonn für den Kohleausstieg demonstriert friedlich. Sie zogen unter blauem Himmel aus der Innenstadt ins ehemalige Bundesviertel, das sich zum UN-Campus gewandelt hat. Dort findet nun die Weltklimakonferenz statt, zu der etwa 25 000 Menschen anreisen. Die Demonstranten schwenkten Transparente mit Aufschriften wie Klimakiller = Menschenkiller = RWE″ oder Trump: Klima Genozid″.

Der Potsdamer Klimaforscher Ottmar Edenhofer sprach sich für eine Radikalreform des kränkelnden EU-Emissionshandels aus, bei dem die EU-Staaten mit Verschmutzungsrechten handeln. Der Klima-Ökonom, der zugleich Professor an der Technischen Universität Berlin ist, forderte, dass die EU einen gesetzlichen Mindestpreis je Lizenz zum Ausstoß von einer Tonne Kohlendioxid (CO2) einführt.

Ein solcher Preis hätte drei Effekte: So gäbe es einen Anreiz für Investitionen in saubere Technologien. Fossile Brennstoffe würden genau entsprechend ihrer Klimaschädlichkeit teurer, die Kohle also in größerem Maß als das nur halb so schmutzige Erdgas. Und es würden Einnahmen entstehen, welche die Staaten für den Aufbau von Infrastruktur einsetzen oder auch an ihre Bürger mit einem Scheck zu Weihnachten ausschütten könnten″, so Edenhofer. Ein signifikanter Mindestpreis würde dafür sorgen, dass die schmutzigsten Kohlekraftwerke zuerst vom Netz gehen.″

Bildtext:
Winzig wirkt die Demo im riesigen Tagebaurevier Hambach: Die Umweltaktivisten wurden von Polizisten mit Pfefferspray in Schach gehalten.
Foto:
dpa

Zahlen zum Klimagipfel

197 Vertragsparteien″ zum Klima-Abkommen von Paris sind in Bonn vertreten. Dazu gehören neben den Delegationen aus Einzelstaaten beispielsweise auch Vertreter der EU.

250 Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Verbänden werden zusammen mit Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) im Train to Bonn″ von Berlin an den Konferenzort reisen.

400 Veranstaltungen sollen auf dem Konferenzgelände stattfinden.

500 Nichtregierungsorganisationen haben sich angesagt.

1300 Journalisten wollen vor Ort von der Weltklimakonferenz berichten.

10 000 Demonstranten kamen laut den Veranstaltern zu einer Großkundgebung am Samstag in Bonn, zu der das Bündnis Klima schützen Kohle stoppen″ aufgerufen hatte.

25 000 Delegierte beteiligen sich an den Verhandlungen beim UN-Gipfel.

55 000 Quadratmeter zusätzliche Fläche stehen in zwei Zeltstädten in unmittelbarer Nähe zum Konferenzort, dem World Conference Center Bonn (WCCB), zur Verfügung.

70 000 000 Euro könnten die Konferenzteilnehmer laut Schätzungen der Bonner Tourismus & Congress in der Bundesstadt ausgeben.

Osnabrück. Dringender Appell an die künftige Bundesregierung: Sie müsse unbedingt mehr tun für den Klimaschutz, sonst drohe
eine klimapolitische Blamage, mahnt Christoph Bals, politischer Geschäftsführer der Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch. Bals denkt dabei nicht nur an einen Kohleausstieg.

Deutschland hat sich lange als Vorreiter beim Klimaschutz verstanden, dürfte aber die selbst gesetzten Klimaschutzziele verfehlen. Wie bewerten Sie die deutsche Position zum Auftakt des Bonner Klimagipfels?

Das Land, das den Klimagipfel ausrichtet, steht international immer unter besonderer Beobachtung. So macht derzeit international in den USA, in China, in Großbritannien und so weiter die Runde, dass Deutschland derzeit weit davon entfernt ist, sein Klimaziel zu erreichen. Wenn im Koalitionsvertrag nicht neue Maßnahmen und Instrumente insbesondere in Bezug auf die Reduzierung der Kohle beschlossen werden, wird das deutsche Klimaziel krachend verfehlt, die Emissionen bis 2020 um 40 Prozent gegenüber 1990 zu verringern. Seit 2009 sind in Deutschland die Emissionen nicht mehr gesunken. Die Verkehrsemissionen liegen sogar leicht höher als 1990. Wenn bei den Koalitionsverhandlungen hier nicht entsprechende Maßnahmen beschlossen werden, steht Deutschland vor einer klimapolitischen Blamage.

Reicht es aus, die Hälfte der deutschen Kohlekraftwerke bis 2020 stillzulegen? Oder muss die künftige Regierung deutlich mehr tun etwa in Sachen erneuerbare Energien, E-Mobilität?

Die Stilllegung von etwa der Hälfte der Kohlekraftwerke ist die einzige Maßnahme, die noch sicherstellen kann, dass Deutschland sein Ziel für 2020 einhält. Um aber die Klimaziele für 2030 erreichen zu können, ist neben der weiteren Stilllegung von Kohlekraftwerken weit mehr notwendig.

Was fordern Sie?

Eine Verkehrswende mit mehr Schiene und Elektromobilität. Ferner brauchen wir eine erhebliche Steigerung der Auktionsmenge für erneuerbaren Strom und massive Anreize für die Sanierung von Gebäuden, vor allem in den Quartieren, die nach dem Zweiten Weltkrieg und vor der Wärmeschutzverordnung 1979 gebaut wurden. Notwendig sind auch der Einstieg in ein Transformationsprogramm für die Schwerindustrie und ein Umbau der Landwirtschaft, wo drei Viertel der Emissionen direkt oder indirekt aus Nutztierhaltung kommen.

169 Staaten haben das Pariser Klimaabkommen ratifiziert. Nun geht es an die Umsetzung. Welche Regeln braucht es jetzt, um den Temperaturanstieg noch auf 1, 5 Grad zu begrenzen, und was könnte in Bonn beschlossen werden?

In Bonn können die Regeln für die Nachbesserungsrunden für die staatlichen Ziele beschlossen oder zumindest vorbereitet werden. Denn alle fünf Jahre sollen die Klimaziele der Staaten verschärft werden, zum ersten Mal 2018 bis 2020. International gibt es viel positive Dynamik: Seit 2014 sind erstmals in Jahren ohne große Wirtschaftskrise die globalen energiebedingten Emissionen nicht mehr gestiegen. Seit Abschluss des Klimaabkommens von Paris wird weltweit weniger und nicht mehr Kohle verbrannt im letzten Jahr um sechs Prozent weniger. In mehr
als 30 Staaten ist Energie aus Sonne und Wind schon kostengünstiger als Energie aus Kohle, Öl und Gas . Das macht Mut, dass wir tatsächlich verschärfte Ziele sehen könnten.

Die US-Regierung hat angekündigt, aus dem Pariser Klimaabkommen aussteigen zu wollen . Welches Signal bedeutet das für die UN-Konferenz in Bonn?

Diese Ankündigung zeigt, dass die US-Regierung versucht, die letzte Verteidigungsschlacht der fossilen Energien Kohle, Öl und Gas zu organisieren. Wichtig ist nun, dass die ganz große Mehrheit der Staaten zeigt, dass sie sich durch eine solche klimapolitische Geisterfahrt nicht beeinflussen lässt oder gar im Gegenteil noch einen Zahn zulegt. Es ist gut, dass viele Staaten und Städte der USA in Bonn sind, die deutlich machen: Wir sind noch im Paris-Abkommen auch wenn unsere eigene Regierung aussteigt. We are still in″ heißt die große Kampagne, die immer mehr Fahrt aufnimmt.

Bildtext:
Christoph Bals von Germanwatch.
Foto:
dpa
Autor:
Marion Trimborn, Uwe Westdörp, AFP, Elke Silberer, dpa


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