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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Viele haben gar nicht abgestimmt
Zwischenüberschrift:
Leserbrief
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zum Artikel 62 Prozent sind gegen die Ortsumgehung Knappe Hälfte der Iburger beteiligt sich an der Meinungsumfrage″ (Ausgabe vom 21. Oktober).

Ich bin zwar kein betroffener Bad Iburger, aber ich bin immer wieder erstaunt, wie sich manche Leute Umfrageergebnisse zurechtlegen und daraus vermeintlich klaren Bürger- oder Wählerwillen zu erkennen vermögen.

So zitieren Sie in Ihrem Artikel [...]: Der Sprecher der Bürgerinitiative Bad Iburg-Glane, Bernhard Heringhaus, freut sich über das , tolle Ergebnis′, das bestätige, dass das Thema Umgehungsstraße für die Iburger sehr wichtig ist. , Wir haben jetzt ein klares Meinungsbild, wie die Bevölkerung dazu steht.′

Ich frage mich allen Ernstes, wie man bei einer Umfragebeteiligung von 45 Prozent zu der Erkenntnis kommt, dass das Thema für die Iburger wichtig ist? Für mehr als die Hälfte scheint es das nicht zu sein.

Das Gleiche gilt für das , klare Meinungsbild′. Bei der genannten 45-prozentigen Beteiligung haben sich 62 Prozent gegen die Umgehungsstraße ausgesprochen. Das sind circa 30 Prozent aller Iburger. Für einen Gegner der Umgehung ist es also ein , tolles Ergebnis′ und ein , klares Meinungsbild′, dass gerade mal 30 Prozent der Iburger gegen eine Umgehung sind? Man muss wohl schon in der Politik verankert sein, um sich Zahlen so zurecht zu , manipulieren′.

Auch der Anfang Ihres Artikels liest sich so: , Das ist deutlich. Die Mehrheit der Bad Iburger möchte keine Umgehungsstraße für die Bundesstraße 51. 62 Prozent stimmten gegen die Pläne für die neue Straße, 38 Prozent dafür.′

Tut mir leid, aber das ist weder deutlich noch eine Mehrheit. [...] Sieht so eine seriöse Berichterstattung der , NOZ′ aus oder möchte man hier die Meinungsbildung durch geschickte Formulierungen beeinflussen?

Natürlich kann man nicht davon ausgehen, dass nun 70 Prozent aller Iburger für die Umgehung sind, aber den 55 Prozent, die sich nicht beteiligt haben, scheint es schlicht egal zu sein. Ich wundere mich gar nicht über die Politikverdrossenheit, wenn sowieso jedes Ergebnis so lange bearbeitet wird, bis es im Sinne der Initiatoren im richtigen Bild dargestellt werden kann. Ehrlichkeit im Umgang mit den Bürgern würde allen Gruppen, auch der Presse, gut zu Gesicht stehen.″

Michael Schröder

Osnabrück
Autor:
Michael Schröder


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