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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Wohngruppen für seelisch Behinderte
Zwischenüberschrift:
Awo feiert Richtfest an der Forststraße in Sutthausen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Mehr als 50 Menschen mit seelischer Behinderung sollen ab dem nächsten Jahr an der Forststraße in Osnabrück-Sutthausen wohnen. Jetzt wurde Richtfest für den Neubau gefeiert.

Osnabrück. Dazu hatte die Arbeiterwohlfahrt in Sutthausen nicht nur Honoratioren eingeladen, sondern auch die künftigen Bewohner, Mitarbeiter und Nachbarn. Schließlich, so der Vorstands-Vorsitzende der Awo Weser-Ems Harald Groth, sei das Haus den Bewohnern und ihren speziellen Bedürfnissen gewidmet, und die sollen sich ab November kommenden Jahres wohlfühlen. Ebenso Betreuer und Mitarbeiter, die dort einen ansprechenden Arbeitsplatz finden sollen. Einen besonderen Dank richtete Groth neben Handwerkern, Architekten und Vertretern von Stadt und Land an die Nachbarn, die durch Lkw-Verkehr und Baulärm derzeit noch stark belastet seien.

Insgesamt entstehen auf einem 10 000 Quadratmeter großen Flurstück acht Wohngruppen für je sieben Bewohner mit seelischer Behinderung. Dabei wurde den Erfordernissen des Bundesteilhabegesetzes bereits im Vorfeld Rechnung getragen. Sichtbares Zeichen dafür sind Einzelzimmer mit jeweils eigener Nasszelle, Gemeinschaftsräume und Küchen für die Selbstversorgung. Die Bewohner gelten in Zukunft als Mieter, entsprechend der vorgeschriebenen Trennung von Eingliederungshilfe und Hilfe zum Lebensunterhalt.

Bis der Neubau bezugsfertig ist, dauert es voraussichtlich noch ein Jahr. Zimmermann Theo Wessendorf nannte den Zeitrahmen am Rande des Richtfestes sportlich, aber realistisch, auch wenn das Wetter sie zwischenzeitlich ein paar Tage zurückgeworfen habe. Wenn alles fertig ist, werden 5 Millionen Euro verbaut und 400 000 Euro in die Einrichtung geflossen sein. Gut angelegtes Geld″, so Bürgermeisterin Birgit Strangmann oder, wie Ulla Groskurt sagte, ein besonderes Haus für besondere Menschen″.

Um das Projekt so zu realisieren und schon vor dem Inkrafttreten des Bundesteilhabegesetzes für einen entsprechenden Standard planen zu können, bedurfte es zahlreicher Abstimmungen zwischen Stadt, Land und Awo. Große Einigkeit herrschte beim Richtfest jedoch, dass sich das gelohnt habe, oder wie Einrichtungsleiter Carsten Rengermann sich auf Erich Kästner beziehend erklärte: Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.″

Neben dem Wohnhaus entsteht auf dem Gelände noch ein Gebäude zur Förderung der Tagesstruktur mit Lehr- und Waschküche mit einer Holz- und Tonwerkstatt sowie weiteren Arbeitsplätzen.

Bildtext:
Hatten Anteil und Interesse am Gelingen des Projekts: (von links) Harald Groth (Vorstandsvorsitzender des Awo-Bezirksverbandes Weser-Ems), Eva-Maria Westermann (Stadtrat, CDU), Karin Heinrich (Leiterin Fachbereich Integration, Soziales, Bürgerengagement der Stadt Osnabrück), Thomas Elsner (Awo), Christoph Fehringer (Awo, kaufmännischer Geschäftsführer), Ulla Groskurt (Awo, SPD), Friedhelm Merkentrup (Awo-Vorstand), Bürgermeisterin Birgit Strangmann, Lothar Knippert (Awo-Vorstand) und Carsten Rengermann (Einrichtungsleiter, Awo).

Foto:
Egmont Seiler
Autor:
Andreas Wenk


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