User Online: 4 | Timeout: 20:21Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Hilfe für Straßenkinder
Zwischenüberschrift:
Thomas-Morus-Schüler unterstützen Verein „Der kleine Nazareno″
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Die Thomas-Morus-Schule spendet 3000 Euro an den Verein Der kleine Nazareno″, der Straßenkinder in Brasilien unterstützt.

Osnabrück. Ein großer Erntedankmarkt auf dem Schulhof der Thomas-Morus-Schule hatte der Schule in Haste Ende September knapp 10 000 Euro eingebracht. Schüler und Eltern hatten Speisen, Dekoration, Lose und viel Selbstgemachtes verkauft. Der Verein Der kleine Nazareno″ erhielt nun knapp ein Drittel des Erlöses.

Viele Fragen kamen von 100 neugierigen Sechstklässlern, als Werner Rosemeyer, Erster Vorsitzender des Vereins, den kleinen Nazareno″ vorstellte. Gibt es auch Mädchen in den Dörfern? Laufen viele Kinder weg? Warum bekommt jedes Kind ein Fahrrad? Rosemeyer erklärte den Kindern die Arbeit seines Bruders Bernd in den Nazareno-Dörfern in Fortaleza und Recife. Hier werden Straßenjungen aufgenommen und betreut, sie werden unterrichtet und haben ein Dach über dem Kopf.

Bis die Jungen 14 Jahre alt sind, bleiben sie dort, dann wird versucht, sie wieder in ihre Familien zu bringen soweit das möglich sei, wie Rosemeyer sagte. Daher würden nicht nur die Kinder betreut, sondern auch Hilfestellungen für die Familien angeboten. Wenn alles klappt, können die Jungen im Berufsausbildungszentrum des Vereins einfache Berufe erlernen. 90 Prozent schaffen den Absprung″, berichtete Rosemeyer, sie würden also nicht mehr auf der Straße landen. In den Dörfern des Vereins leben insgesamt fast 100 Jungen. 160 Kinder sind zudem in der Berufsausbildung untergebracht, und über 400 Angehörige werden betreut.

Im Rahmen des Projektes Kinder einer Welt″ setzen sich die Schüler der sechsten Klassen der Thomas-Morus-Schule fächerübergreifend mit verschiedenen Aspekten auseinander, unter anderem auch mit Kinderarmut und Straßenkindern.

Werner Rosemeyer und sein Bruder Bernd Rosemeyer, der das Projekt vor Ort in Brasilien leitet, hatten vor über 25 Jahren die Idee für eine Hilfsaktion, aus der später der Nazareno-Verein entstand. Und inzwischen besteht auch schon seit fast 25 Jahren Kontakt zur Thomas-Morus-Schule. Der ehemalige Religionslehrer Toni Mellentin hielt diesen Kontakt aufrecht und sitzt auch im Vorstand des Vereins. Als seine Schüler seinerzeit bei einer Aktion 250 Mark gesammelt hatten und sie überlegten, wohin die Spende gehen soll, erwähnte ein Mädchen, dass ihr Onkel irgendetwas mit Kindern in Brasilien macht″, erinnert sich Mellentin. Es war die Nichte der Rosemeyer-Brüder.

Das Geld, das die Thomas-Morus-Schule bei Aktionen wie dem Erntedankmarkt sammelt, werden stets zu einem Drittel an Bedürftige gespendet, also an soziale Projekte wie Der kleine Nazareno″. Ein weiteres Drittel geht an Bedürftige innerhalb der Schulgemeinschaft, es werden also Schüler aus finanzschwachen Familien unterstützt. Mit dem letzten Drittel werden die Ideen der Schülervertretung umgesetzt: Die Schüler überlegen selbst, was die Schule benötigt, so zum Beispiel einen eigenen Bereich für die Ganztagsschüler.

Schuldirektor Matthias Wocken lobte die Initiative der Schüler und Eltern für ihr Engagement beim Erntedankmarkt. Schon seit vielen Jahre organisierten diese den Markt selbstständig.

Bildtext:
Der kleine Nazareno″ bekommt von der Thomas-Morus-Schule einen 3000-Euro-Scheck. Toni Mellentin, Werner Rosemeyer und Direktor Matthias Wocken (hinten, von links) stehen inmitten der sechsten Klassen.

Foto:
Michael Gründel
Autor:
Anne Sophie Köstner


Anfang der Liste Ende der Liste