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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Vielen Radlern fehlt Unrechtsbewusstsein
Zwischenüberschrift:
Leserbriefe
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zum Artikel „, Narrenfreiheit für Radler′ Initiative gegen Fahrradrüpel zieht frustriert Bilanz″ (Ausgabe vom 24. Oktober).

Narrenfreiheit für Radler ergibt sich zwangsläufig, wenn der Radverkehr in der Planung nicht berücksichtigt wird nach dem Motto Autos first, Fußgänger last. Aus gutem Grund sind Radler auf der Autobahn nicht zugelassen, obwohl Radler auf dem sehr breiten Standstreifen zum Auto einen Riesenabstand hätten. Die normale Wohnstraße wird häufig nur für den Autoverkehr konzipiert. Es passt keine Handbreite zwischen Auto und Fahrrad. Das hat fatale Folgen.

Paradebeispiel ist die Miquelstraße. Ständig fahren Radler auf dem Gehweg und gefährden Fußgänger. Zur Planungsneugestaltung wurden Alibi-Bürgerveranstaltungen mit teuren Ingenieurbüros aus Nordrhein-Westfalen abgehalten. Anschließend wird nun ohne besondere Planung für Fußgänger und Radfahrer in der Verkehrsführung als einzige Veränderung ein glatter Straßenbelag gebaut. Das ist kontraproduktiv in der 30-Zone vor dem Kindergarten, denn bei der vormals schlechten Straßendecke wurde schon schneller gefahren, weshalb die Radfahrer auf den Bürgersteig abgedrängt wurden. Dabei wird es wohl bleiben: Radfahrer bleiben auf dem Bürgersteig geduldet [. . .], Fußgänger und Kinder werden gefährdet, Geschwindigkeitsüberschreitungen bleiben quasi folgenlos, und eine Autobahnbedarfsumleitung ist die Krönung der Planlosigkeit in der Wohnstraße vor dem Kindergarten. Umdenken ist das Gebot in der Stadt: Fußgänger first, Autos last.″

Jürgen Bergmann

Osnabrück

Ich habe mehrfach auf die Missstände auf dem Nikolaiort in Osnabrück hingewiesen. Die kleine Straße Kamp zwischen , Peek & Cloppenburg′ auf der einen und , Peter Pane′ und , Café Bar Celona′ auf der anderen Seite nutzen Radfahrer jedes Alters, um den Nikolaiort zu überqueren natürlich ohne abzusteigen und direkt vor dem Café vorbei. Ich habe schon häufig beobachtet, dass nicht nur ältere Leute schreckhaft zurückweichen mussten. Eine ältere Dame mit Rollator ist gerade noch einmal mit dem Schrecken davongekommen und war danach so fertig, dass ich ihr ein Taxi bestellen musste, für sie hatte der Stadtbesuch ein jähes Ende gefunden.

Ein weiterer Radfahrer-Klassiker in Osnabrück geht demnächst wieder so: Ach, ich rolle im Dunkeln einfach mal ohne Licht eine (Einbahn-)
Straße in der falschen Richtung entlang, und ich fahre freihändig, weil es so kalt ist und ich die Hände in die Taschen meiner pechschwarzen Jacke gesteckt habe. […]

Die Polizei oder die Stadt müssen stärker kontrollieren, auch auf der Großen Straße, da fühlt man sich oftmals wie eine Slalomstange beim Hahnenkammrennen. Solange die Radfahrer das Gefühl haben, die Straßenverkehrsordnung existiere nur auf dem Papier und Regelverstöße bleiben meist folgenlos, wird man auch weiterhin zum Beispiel vor den Fahrrad-Rambos auf dem Nikolaiort nicht sicher sein. Man sollte sich hier einmal die Stadt Münster als Beispiel nehmen.″

Uwe Welz

Osnabrück

Herrn Dieter Beck kann man nur im vollen Umfang zustimmen. In der eigentlichen Fußgängerzone Große Straße/ Krahnstraße sind immer wieder Fahrradfahrer unterwegs, die weder auf Kinder, Kinderwagen und noch weniger auf ältere Menschen Rücksicht nehmen. Wer im Weg ist, wird sogar noch beschimpft!

Man hat auch schon häufiger gelesen, wie gefährdet Fußgänger und Fahrradfahrer auf der Martinistraße sind. Für die Fußgänger glaube ich das sofort, wenn man sieht, wie aggressiv sich auf beiden Fußwegen in beide Richtungen die Fahrradfahrer ihr vermeintliches Recht erstreiten [. . .], in der Regel Studenten. Von der Straßenverkehrsordnung haben sie scheinbar noch nichts gehört.

Es gibt immer wieder Entgegenkommen für den Fahrradfahrer, wie zum Beispiel die Nutzung einer Einbahnstraße in beide Fahrtrichtungen. Der , fortschrittliche′ Fahrradfahrer wendet das sofort auf alle Einbahnstraßen an. Es gibt die kombinierten Zebrastreifen mit Fahrradspur. Fortan wird jeder Zebrastreifen zum Fahrradweg, den auch die Fußgänger , mitbenutzen dürfen′. Dass ein Autofahrer auf ein 20 km/ h schnelles Fahrrad kaum reagieren kann, spielt keine Rolle, der Autofahrer hat ja ohnehin Schuld.

Ab und an gibt es auch schon mal eine Polizeiaktion, die dann sogar im Fernsehen gezeigt wird. Nach meiner Überzeugung werden aber nur regelmäßige Fußstreifen der Polizei in den Fußgängerzonen wirklich eine nachhaltige Veränderung bringen können, denn vielen Menschen fehlt inzwischen das Unrechtsbewusstsein. [. . .]″

Lothar Steffens

Georgsmarienhütte

Bildtext:
Bei einer Fahrradkontrolle der Osnabrücker Polizei erhält ein Radler ein Ticket″, weil er gegen eine Verkehrsregel verstoßen hat. Aus Sicht einiger anderer Verkehrsteilnehmer finden solche Kontrollen zu selten statt.

Foto:
Archiv/ Michael Gründel
Autor:
Jürgen Bergmann, Uwe Welz, Lothar Steffens


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