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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Damit Retter sofort Bescheid wissen
Zwischenüberschrift:
Dose enthält alle wichtigen medizinischen Informationen – Einführung geplant
Artikel:
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Originaltext:
Eine kleine Dose mit wichtigen medizinischen Informationen über den Besitzer soll im Notfall von Rettungskräften in der Kühlschranktür zu finden sein. Diese möchte der Seniorenbeirat nun in Osnabrück einführen.

Osnabrück. Wenn etwas passiert, kann jede Sekunde zählen. Findet in einer Wohnung ein medizinischer Notfall statt, muss schnell gehandelt werden. Die Notfallinformationen sollten in kurzer Zeit aufzufinden sein. Unterschiedliche Konzepte sollen dabei helfen, die Informationen schnell abrufbar zu machen.

Der Seniorenbeirat der Stadt Osnabrück möchte daher in der Region die Notfalldose einführen. Diese ist in einigen anderen Städten bereits verbreitet und soll den Rettungskräften erleichtern, die wichtigen medizinischen Informationen direkt in der Wohnung orten zu können. Damit bei der Behandlung und Diagnose keine Probleme auftreten, sollen die Besitzer auf einer Informationsbeilage in der Dose Angaben zu Allergien, Medikamenten und Kontaktdaten von Angehörigen machen können. In der Innenseite der Wohnungstür und auf dem Kühlschrank kann ein Hinweis-Aufkleber angebracht werden, damit die Retter die Dose direkt orten können. Zusätzlich hat der Seniorenbeirat auch einen Informationszettel über die Notfallmappe beigelegt, die gratis im Internet zu finden ist. Auf dem Zettel kann notiert werden, wo die Mappe im Ernstfall zu finden ist.

Der Seniorenbeirat der Stadt Osnabrück hat bereits Notfalldosen aufgekauft und möchte in Zukunft Aktionen machen, um den Bekanntheitsgrad der Dose in Osnabrück zu steigern. Am Samstag, 4. November, ab 11 Uhr und Sonntag, 5. November, ab 13 Uhr stellen sie die Notfalldose in der Markthalle bei L+ T vor und geben sie für eine Spende von zwei Euro ab. Bürger mit Osnabrücker Pass bekommen die Dose dort kostenlos. Am 7. November von 9 bis 13 Uhr und am 16. November von 13 bis 17 Uhr sind die Dosen, solange der Vorrat reicht, in der Bürgerberatung Osnabrück in der Bierstraße erhältlich. Nach den Aktionen sollen die Dosen über einige Osnabrücker Apotheken vertrieben werden. Auch die Notfalldienste werden momentan informiert″, erklärt Monika Janssen vom Seniorenbeirat. Für die ersten Dosen hat der L+ T Club den Seniorenbeirat mit 1600 Euro unterstützt.

Ein anderes Konzept für Notfallsituationen hat Heiko Müller entwickelt. Um im Notfall schnellstmöglich die Informationen bereit zu haben, entwickelte der Osnabrücker eine Kommunikationsbox und eine Notfalltasche. In der Kommunikationsbox können Personen ihre wichtigen medizinischen Unterlagen ablegen. Die Box kann überall im Haus, zum Beispiel an einer Tür angehängt werden. Rezepte, Patientenverfügungen und eine First Aid Card″ finden darin ihren Platz.

Auf der First Aid Card″ können ebenfalls Erste-Hilfe-Sofortinformationen aufgeschrieben werden. Diese Karte gibt es sowohl für ältere Menschen, die weniger mobil sind, als auch für Personen, die noch arbeiten. Mit einer Hinweiskarte im Portemonnaie soll diese im Ernstfall auf den Ort der First Aid Card″ hinweisen. Dies kann das Auto, der Spind auf der Arbeit oder die Schreibtischschublade in der Wohnung sein. Die Notfalltasche ist gepackt für einen möglichen ungeplanten Krankenhausaufenthalt und beinhaltet neben Handtüchern unter anderem Rasierer, Seife und Zahnbürste.

Die Idee für das Konzept hatte Müller während unterschiedlicher Tätigkeiten in der Pflegebranche. Anfang 2017 gründete er seine Firma CareKommunikation″. Informationen dazu gibt es auf carekommunikation.de

Bildtext:
Die Notfalldose soll mit wichtigen Patienteninformationen helfen. Der Seniorenbeirat mit Jörg-Martin Rassow und Monika Janssen möchte die Dose in Osnabrück einführen.

Foto:
Katja Steinkamp

Der Osnabrücker Seniorenbeirat

Der Seniorenbeirat ist ein politisches Gremium, das seit 1975 die Interessen und Belange der über 60-jährigen Bürgerinnen und Bürger der Stadt Osnabrück vertritt.

Beiratsmitglieder, gemeinsam mit politischen Vertretern des Sozial- und Gesundheitsausschusses stehen älteren Einwohnern sowie Rat und Verwaltung als Ansprechpartner für Themen rund ums Alter″ beratend zur Seite. Die Stadt Osnabrück hat einen Seniorenbeirat, um Mitbestimmung und politische Partizipation zu fördern sowie die Kompetenzen älterer Bürgerinnen und Bürger für die Mitgestaltung des kommunalpolitischen Geschehens zu nutzen. Aktuell besteht eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe darin, den demografischen Wandel auf Kommunalebene konstruktiv zu gestalten und die bestehenden seniorenrelevanten Einrichtungen, Angebote und Dienste an die Bedarfe einer älter werdenden Stadtgesellschaft anzupassen.″ (Quelle: Homepage der Stadt Osnabrück)
Autor:
Anne Sophie Köstner


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