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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Bürger bauen ein neues Osnabrück
Zwischenüberschrift:
Workshop zum Masterplan Innenstadt mit „interessanten Ergebnissen″
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
80 Osnabrücker haben sich am Freitag fünf Stunden lang den Kopf darüber zerbrochen, wie sich die Stadt in den nächsten zwei Jahrzehnten entwickeln soll. Mit interessanten Ergebnissen″ wie Stadtbaurat Frank Otte zusammenfasste.

Osnabrück. Der Bürgerworkshop ist ein wesentlicher Schritt im Entstehen des Masterplans Innenstadt, den das Stadtplanungsbüro Machleidt aus Berlin zusammen mit der Stadt entwickelt. Eine erste Ist-Analyse über die Innenstadt hatte vorige Woche Machleidt-Gesellschafter Benjamin Wille dem Stadtentwicklungsausschuss vorgestellt und mit seiner Bemerkung über das seiner Ansicht nach überflüssige Einkaufszentrum am Neumarkt für Aufmerksamkeit gesorgt.

Der Neumarkt spielte im Workshop nur eine untergeordnete Rolle, nachdem Oberbürgermeister Wolfgang Griesert in seiner Begrüßung noch einmal die Beschlusslage referiert hatte. Die Neugestaltung des Neumarktes beginne 2018, und der Centerinvestor Unibail Rodamco halte an seinem Plan fest, ein Einkaufszentrum zu bauen. Das hat der Geschäftsführer heute in einem Gespräch mit dem Stadtbaurat noch einmal bekräftigt″, sagte Griesert.

Die 80 Teilnehmer, die sich vorher für diesen Workshop angemeldet hatten, spazierten in drei Gruppen durch die Stadt. Eine Gruppe erwanderte die Kraftlinien″, also die wichtigsten Verkehrsachsen, eine Gruppe suchte Plätze auf, die dritte besuchte versteckte Ecken und Rückzugsräume, wobei selbst eingeborene Osnabrücker neue Winkel kennenlernten. Anschließend erarbeiteten die Teilnehmer an vier Thementischen in der Kunsthalle Dominikanerkirche Entwicklungsperspektiven für den Verkehr, für Freiflächen, versteckte Orte und die wichtigsten Durchgangsachsen. Der Verkehr war das dominierende Thema, weil er eben alle Flächen und Orte irgendwie berührt″, sagte Otte.

In der Ideensammlung sei zwar kein echtes Aha-Erlebnis dabei gewesen, so Otte, aber ein Grundkonsens sei deutlich hervorgetreten: Dass so viele Menschen sagen, wir wollen weniger Verkehr und die Flächen für uns zurückhaben.″ Der Reichwein-Platz sei als gutes Beispiel für einen lebendigen Platz gelobt worden, wo Familien mit kleinen Kindern und die Gastronomie eine Symbiose eingegangen seien. Aus dem Teilnehmerkreis sei der Wunsch geäußert worden, ähnliche Plätze für andere Generationen zu erschließen, für ältere Menschen, aber auch für Jugendliche mit passenden Angeboten drum herum. In fast allen Gesprächen sei das Mit- und Nebeneinander von Wohnen und Arbeiten als wichtiges stadtplanerisches Ziel formuliert worden, so Otte weiter.

Die Bauverwaltung wird die Ergebnisse des Workshops zusammenfassen und auf der Homepage der Stadt veröffentlichen. Im Frühjahr soll es eine weitere öffentliche Veranstaltung geben, in der die Ergebnisse zur Diskussion gestellt werden.

Teilnehmer lobten die Bürgerwerkstatt. Das war toll, sehr intensiv″, sagte zum Beispiel Dieter Otten. Er hatte an einem der vier Thementische über Entwicklungspotenziale nachgedacht, wobei nach seinen Worten vor allem die Johannisstraße in den Mittelpunkt rückte. Alle haben sehr konstruktiv mitdiskutiert, obwohl ja alle was zu meckern haben über die Johannisstraße″, sagte Otten. Die Bürgerbeteiligung in dieser Form habe er als sehr glaubwürdig″ empfunden. Er habe den Eindruck, dass die Anregungen aus der Bürgerschaft aufgenommen und weiterverfolgt würden.

Bildtext:
Wie sieht die Osnabrücker Innenstadt in 20 Jahren aus? 80 Teilnehmer machten sich gestern in einer Bürgerwerkstatt in der Dominikanerkirche darüber Gedanken.

Foto:
Jörn Martens
Autor:
Wilfried Hinrichs


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