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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
„Narrenfreiheit für Radler″
Zwischenüberschrift:
Initiative gegen Fahrradrüpel zieht frustriert Bilanz
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Dieter Beck sind Fahrradrüpel ein Dorn im Auge, weshalb er 2010 die Bürgerinitiative Fußgängerschutz gegen Falschradler″ gegründet hatte. Das Resümee nach sieben Jahren: Frust.

Osnabrück. Leicht hat es kein Verkehrsteilnehmer in Osnabrück. Fußgänger sind die schwächsten, die bei Unfällen mit den gravierendsten Folgen zu rechnen haben. Weil er sich wegen Radfahrern, die verbotenerweise auf Gehwegen fahren, nicht mehr sicher fühlte, gründete Beck mit zwei Mitstreitern seine Initiative und schloss sich später dem Frankfurter Verein Bund der Fußgänger″ an.

Jahrelang habe sich die Gruppe nun darum bemüht, die Situation der Fußgänger in der Stadt zu verbessern. Gegen Radfahrer zu kämpfen, die auf Gehwegen an Kindern vorbeirauschen und an Familien in der Fußgängerzone.

Beck: Mit großer Ausdauer waren wir mit vollem Einsatz dabei, die Lage der Fußgänger vor allem gegenüber den Radfahrern zu verbessern, für sie ihren ureigenen Verkehrsraum wieder sicherer zu gestalten.″ Doch vergebens: All diese Anstrengungen haben praktisch zu keiner Verbesserung für Osnabrücker Fußgänger geführt″, resümiert Beck. Dabei seien die Bemühungen durchaus vielfältig gewesen. Es habe intensiven Kontakt zur Polizei gegeben und wiederholt Hinweise an lokale Parteien und Medien.

Beck zufolge genießen Radfahrer in Osnabrück Narrenfreiheit, und sie würden diese auch massenhaft″ ausnutzen. Kaum einer müsse sich nach Verstößen verantworten. Politik und Polizei lassen sie gewähren, unterstützen sie sogar vorbehaltlos.″ Stichhaltig begründen oder gar belegen kann er diesen Vorwurf auch auf Nachfrage nicht.

Was Dieter Beck besonders ärgert: Ständig sei davon die Rede, der Radverkehr in der Stadt müsse gefördert werden, koste es, was es wolle″. Von Fußgängern hingegen rede niemand. Dieser Frust hat uns allen so zu schaffen gemacht, dass unser Mitgliederkreis inzwischen auf zehn geschrumpft ist″, sagt Beck.

Der übergeordnete Frankfurter Bund der Fußgänger″, dem sich Becks Initiative angeschlossen hatte, forderte bereits im Jahr 2010 Kennzeichen für Fahrräder mitsamt einer Haftpflichtversicherung.

Fakt ist aber auch: Bei den ungezählten Meldungen der Polizei ist fast nie die Rede von durch Radfahrer verletzten Fußgängern. Zweifellos fahren viele Radler immer mal wieder auf Gehwegen oder durch die Fußgängerzone. Dabei gefährden sie auch Fußgänger. Zu schwerwiegenden Unfällen kommt es aber höchst selten. Vielmehr müssen sich Fußgänger in Osnabrück wie auch Radfahrer vor allem vor Auto- und insbesondere Lkw-Fahrern fürchten, wie ein Blick ins Archiv zeigt: Acht Fußgänger kamen in Osnabrück seit 2013 im Straßenverkehr ums Leben. Alle waren von einem Pkw oder Lkw erfasst worden.

Bildtext:
Im Straßenverkehr an der Tagesordnung, obwohl es streng genommen nicht erlaubt ist: Ein Radfahrer nutzt einen für Fußgänger reservierten Zebrastreifen.

Foto:
Archiv/ dpa
Autor:
Jörg Sanders


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