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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Entzückung am Weidezaun
Zwischenüberschrift:
Nachwuchs bei den Schottischen Hochlandrindern in Eversburg
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Familie van der Geest freut sich über tierisch niedlichen Nachwuchs: Ihre zwei Schottischen Hochlandrinder haben Kälbchen bekommen. Die van der Geests sowie die Gäste in ihrem Restaurant Zur alten Eversburg″, Nachbarn, Spaziergänger keiner kann dem Charme des wuscheligen jungen Bullen und der kleinen Kuh widerstehen.

Osnabrück. Es herrscht Entzückung am Weidezaun neben der Hase in Osnabrück-Eversburg. Manchmal toben die zwei schon zusammen über die Wiese. Das ist ein unglaublich schöner Anblick″, freut sich Ted van der Geest. Vor knapp zwei Jahren kaufte er sich zwei Kühe der robusten Rasse Schottisches Hochlandrind bei einem Züchter in Goldenstedt im Landkreis Vechta. In der Nachbarschaft hatte er die urigen Tiere schon oft beobachtet. Sie strahlen so eine Ruhe und Gemütlichkeit aus″, meint der Gastronom.

Pflegeleicht seien sie auch, denn die dicht und lang behaarten Schottischen Hochlandrinder eignen sich für ganzjährige Freilandhaltung, sind kaum krankheitsanfällig und können ihre Kälber ohne menschliche Hilfe zur Welt bringen. Auf ihrer rund zwei Hektar großen Weide in Eversburg finden sie ausreichend Gras, und im Winter füttert Familie van der Geest noch etwas Heu zu, das auch von ihrer Weide stammt. Mehr brauchen diese Rinder nicht. Schottische Hochlandrinder sind seit den Siebzigerjahren in Deutschland verbreitet und werden insbesondere zur Beweidung extensiv genutzter Flächen und in der Landschaftspflege eingesetzt.

Mehr als 20 Jahre lang graste Damwild auf den Weiden am Gasthaus Zur alten Eversburg″. Als Familie van der Geest 2003 einen Biergarten anbaute, wurde die Fläche für die Damhirsche zu klein. Nun haben unsere Gäste von der Terrasse und vom Restaurant aus wieder richtig was zu beobachten″, meint Ted van der Geest schmunzelnd. Sein Ziel ist es zukünftig, konstant eine kleine Herde an Hochlandrindern zu halten und deren Fleisch in das Speisenangebot aufzunehmen.„Auch unsere beliebte Steak-Woche jedes Jahr im März soll in den nächsten Jahren zusätzlich mit dem cholesterinarmen und mageren Fleisch der Hochlandrinder bereichert werden″, plant der Sohn der Familie, Sven van der Geest. Im gläsernen Reifeschrank im Restaurant lässt er Rindfleisch bei bestimmter Luftfeuchtigkeit und Temperatur für guten Geschmack reifen.

Zusammen mit anderen Hochlandrindfreunden halten die van der Geests auch einen Bullen, der je nach Gebrauch von Weide zu Weide wechselt. Drei Monate nach der Geburt ihrer Kälber, werden die Kühe wieder geschlechtsreif. Frühestens dann setzen wir wieder das männliche Tier in die Herde″, erklärt Ted van der Geest. Er läuft zur Weide und ruft nach dem Kälbchen. Noch ist es scheu, hält sich stets nah bei seiner Mutter auf, die es von Zeit zu Zeit mit ihrer rauen Zunge abschleckt. Das etwas ältere Bullenkalb hingegen ist schon mutiger und kommt neugierig herangehopst. Auch wenn es einen erstaunlichen Größenunterschied zwischen dem eine Woche und dem zwei Monate alten Rind gibt, richtig ausgewachsen seien die Tiere erst mit drei Jahren. Frühestens dann würden sie auch zum Schlachten freigegeben. Aber daran soll jetzt noch nicht gedacht werden. Das Heranwachsen der zwei Kälbchen können Interessierte die nächsten drei Jahre in Eversburg mitverfolgen.

Bildtexte:
Neugierig: Der zwei Monate junge Bulle ist schon mutig . . . aber nur im Schutz seiner Mutter, die man hier auch für ein Einhorn halten könnte. Fotos: Carolin Hlawatsch

Ein Kälbchen erkundet die Welt: Das kleine Schottische Hochlandrind beschnuppert ein Schaf″, das erstaunlich still hält.

Stolze Besitzer der heranwachsenden Herde sind Ted van der Geest und sein Sohn Sven van der Geest.

Fotos:
Carolin Hlawatsch
Autor:
Carolin Hlawatsch


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