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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Agenda fordert Nachbesserung für das Klima
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Die Lokale Agenda (LA) ruft die Politik dazu auf, die Klimaschutzstandards im neuen Landwehrviertel nachzubessern. Der Bebauungsplan sei nicht ehrgeizig genug, um die Klimaschutzziele von 2050 zu sichern, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Gebäude würden für die nächsten 100 Jahre gebaut, darum solle bereits jetzt so geplant werden, dass auf eine fossile Nachheizung verzichtet werde.

Der Arbeitskreis Energie, Bauen und Wohnen der LA meint, dass der B-Plan für das Landwehrviertel zu wenig konkrete Festlegungen trifft. Der Plan definiere zwar einen Mindeststandard (KfW 55), bei dem aber nicht Heizungsanlagen ausgeschlossen seien, die mit fossilen Brennstoffen betrieben würden. Dagegen wolle die Bundesregierung bis 2040 aus den fossil betriebenen Heizungsanlagen aussteigen. Jedes neue Baugebiet in Osnabrück sollte so geplant werden, dass man nicht nach wenigen Jahren dem Klimaschutz wieder hinterherlaufen müsse, so die Agenda-Vertreter.

Die Bundesregierung und die Stadt Osnabrück mit dem Masterplan 100 Prozent Klimaschutz haben sich das Ziel gesetzt, die CO2-Emissionen bis zum Jahr 2050 um 95 Prozent zu senken, um nach den Beschlüssen von Paris die Erwärmung der Erde auf 1, 5 Grad zu begrenzen. Dies gehe nur, wenn auch nach diesen Maßgaben gehandelt würde. Für das Landwehrviertel gelte leider nicht, dass hier klimaneutral geplant worden sei. Die Ziele werden verfehlt. Der Arbeitskreis hätte sich gewünscht, dass statt des KfW-55- der KfW-40-Standard als Mindestforderung gesetzt worden wäre. Andere Städte seien da viel mutiger, so der Arbeitskreis. Dabei reiche zur Nachheizung eine Wärmepumpe aus, die, mit Solarstrom betrieben, zukünftig klimaneutral heizt. Ein höherer Dämmstandard verursache zwar leicht höhere Kosten, die Zuschüsse fielen aber auch höher aus.

Um eine fossile Nachheizung in der Anfangszeit möglichst ökologisch zu gestalten, wären kleine Energiezentralen vorzuhalten, die von mehreren Häusern genutzt werden. Keiner bräuchte dann einen eigenen Gasanschluss mit voller Haustechnik bis hin zum Schornsteinfeger. Das erfordere allerdings, bereits jetzt die Leitungsrechte grundbuchlich zu sichern.
Autor:
pm


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