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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Plakatausstellung über Frauen in Not
Zwischenüberschrift:
Der Handel mit der Ware Mensch im Forum am Dom
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Die Fälle, in denen sich Menschen aus einer akuten Notlage heraus voller Hoffnung und von weit her auf den Weg nach Europa und Deutschland machen, gibt es von jeher, und sie sind aktueller denn je. Auf der Suche nach Schutz und Hilfe landen aber vor allem Frauen oftmals in einer Spirale aus Prostitution und Gewalt.

Osnabrück. Auf dieses Thema macht im Forum am Dom eine Plakatausstellung unter dem Titel Menschen? Handel! Hier und heute?!″ aufmerksam. Die Plakate sind die Ergebnisse eines Designwettbewerbs der broken hearts″-Stiftung, bei dem junge Studierende sich auf künstlerische Art und Weise mit dem Thema Menschenhandel und Zwangsprostitution auseinandergesetzt haben. In Osnabrück wird die Ausstellung von der Menschenrechtsorganisation Solwodi (Solidarity with Women in Distress, zu Deutsch: Solidarität mit Frauen in Not) begleitet.

18 Anlaufstellen

Ins Leben gerufen wurde Solwodi 1987 in Deutschland von Schwester Lea Ackermann: Ich war lange Jahre in Afrika und bin dort auf das Leid der dort lebenden Frauen in der Prostitution aufmerksam geworden. Seitdem versuche ich, Frauen zu helfen, die sich in einer solchen Situation befinden, und ihnen eine bessere Zukunft zu ermöglichen.″ Im Laufe der Zeit wurden weltweit Beratungsstellen eingerichtet, die als Anlaufpunkt für Frauen dienen, die von Menschenhandel, Prostitution, Gewalt und Ausbeutung betroffen sind. Allein in Deutschland gibt es bereits 18 dieser Einrichtungen, darunter eine in Osnabrück.

Auch Generalvikar Theo Paul betonte bei der offiziellen Ausstellungseröffnung am Mittwoch die Wichtigkeit dieser Arbeit und nahm zugleich die Politik in die Pflicht: Vor allem auch Katrin Lehmann, Martina Niermann und dem gesamten Team von Solwodi Osnabrück gebührt großer Respekt für ihr Engagement. Es handelt sich bei Prostitution und Zwangsheirat um eine moderne Form der Sklaverei, und auch die politischen Gremien müssen in diesem Zusammenhang mehr Aufklärungsarbeit leisten.″

Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Osnabrück Katja Weber-Khan wies daraufhin, dass angesichts von Problemen wie der Vollverschleierung oder den sogenannten Ehrenmorden die Thematik eine neue Qualität erlebe und die Not der Frauen ernst genommen werden müsse.

Insbesondere das schamlose Ausnutzen der Armut und des Elends der Frauen sei für sie ein Grund, aufzustehen und etwas zu tun, so Gründerin Ackermann. Im Jahr 2016 waren alleine in Deutschland 2300 Menschen in unseren Beratungsstellen, die um Hilfe gebeten haben. Das zeigt, wie akut die Not dieser Frauen ist.″

Noch bis Dienstag, 31. Oktober, können Besucher jeweils von Dienstag bis Sonntag in der Zeit von 10 bis 18 Uhr kostenfrei die zahlreichen Werke der Ausstellung bewundern und die Thematik einmal aus einer anderen Perspektive betrachten.

Bildtext:
Eröffnung der Plakatausstellung im Forum am Dom: (von links) Katrin Lehmann, Schwester Lea Ackermann, Harald Niermann, Theo Paul, Schwester Anna Taras und Sophia Hancke.

Foto:
Egmont Seiler
Autor:
Marius Paul


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