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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Keine wirtschaftlichen Gründe
Zwischenüberschrift:
Leserbrief
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zum Artikel Anwaltliche Beratungsstelle geschlossen Leuchtturmprojekt scheitert an geringer Nachfrage″ (Ausgabe vom 18. Oktober).

Mit Verwunderung und einigem Befremden haben wir den Artikel [. . .] zur Kenntnis genommen. Der Artikel unterstellt, dass die Schließung der beim Amtsgericht Osnabrück eingerichteten anwaltlichen Beratungsstelle im Wesentlichen darauf zurückzuführen sei, dass die dort tätigen Rechtsanwälte kein (wirtschaftliches) Interesse an einer Fortführung des Projekts hätten.

Die Autorin des Artikels verkennt hierbei bereits die mit der Beratungsstelle verfolgten Ziele und die Rahmenbedingungen, innerhalb derer die Beratung erfolgte. Es handelte sich in erster Linie um ein Sozialprojekt, welches Personen mit niedrigen Einkommen die Inanspruchnahme einer anwaltlichen Beratung möglichst unkompliziert und im unmittelbaren Umfeld des Amtsgerichts ermöglichen sollte.

Von vornherein war für alle Beteiligten klar, dass das Projekt für die teilnehmenden Rechtsanwälte aus einer wirtschaftlichen Perspektive nicht interessant sein würde. Denn anders als im Artikel suggeriert, übernimmt das Land Niedersachsen nicht das übliche anwaltliche Honorar, sondern nur einen Bruchteil hiervon. So wird etwa die Beratung ungeachtet des zeitlichen Aufwandes pauschal mit 35 Euro netto vergütet.

Die Schließung der anwaltlichen Beratungsstelle ist allein auf den Umstand zurückzuführen, dass die angebotene Beratung auch nach 15 Monaten kaum in Anspruch genommen wurde.

Die Autoren des Leserbriefes, die selbst in der anwaltlichen Beratungsstelle tätig waren, wurden während der zwei- bis vierstündigen Öffnungszeiten regelmäßig von keinem einzigen Beratungssuchenden aufgesucht. Das Projekt ist also gerade deshalb , gescheitert′, weil über die bestehenden Beratungsmöglichkeiten hinaus in Osnabrück augenscheinlich kein weiterer Beratungsbedarf besteht. Dieser Befund ist erfreulich.″

Dr. Florian Arensmann

Dr. Marco Athen

Maximilian Stuckenberg

Osnabrück

Bildtext:
Beim Amtsgericht Osnabrück war die anwaltliche Beratungsstelle untergebracht, bis sie kürzlich geschlossen wurde.

Foto:
David Ebener
Autor:
Florian Arensmann, Marco Athen, Maximilian Stuckenberg


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