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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Hase ist jetzt 400 Meter kürzer
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Hase ist jetzt 400 Meter kürzer - 41 Hektar im Hafengebiet West vor Überschwemmungen geschützt

Seit gestern morgen 10.20 Uhr fließt die Hase im Hafengebiet West auf einer Strecke von 2 500 Metern in einem neuen Bett. Sie spart damit präzise 400 Meter Wasserlauf bis zur Mündung, denn die alte Strecke zwischen Kläranlage und Stichkanal hatte viele Windungen. Dieser gewundene Lauf führte auch immer wieder zu Überschwemmungen, Ende 1960 sogar zu einer Katastrophe, als die Hase bei einem Hochwasser in den Schiffahrtskanal eindrang und Schäden in Höhe von rund zwei Millionen DM verursachte.
Viele Vertreter von vielen Dienststellen hatten sich eingefunden, um nachzusehen, wie der Bagger die Sperrböschung wegräumte und dem Hasewasser den Weg in das neue Bett freigab. Wenn man so will, ein kleiner historischer Augenblick, denn immerhin sind jetzt rund 41 ha Überschwemmungsgebiet hochwasserfrei gemacht worden und außerdem kann die Industrieansiedlung in diesem Raum weiter betrieben werden.
Bereits in den Jahren 1960/ 61 wurden unter Beteiligung der Stadtwerke (Abt. Hafen), des Planungs- und Vermessungsamtes und des Tiefbauamtes die Planungsunterlagen erstellt. Dabei mußten die Maßnahmen mit dem Wasserwirtschaftsamt, dem Wasser- und Schiffahrtsamt, mit der Bezirksregierung und der Bundesbahn abgestimmt werden. In der Begründung für den Antrag wurde unter anderem darauf hingewiesen, dass die hochwasserfreie Verlegung des Haselaufs den Zweigkanal zwischen der Schleuse Haste und der Piesberger Brücke gegen Hochwasserschäden sichert. Darauf wies gestern morgen Stadtbaurat Cromme noch einmal hin, als er den Gästen den Verlauf der Maßnahmen schilderte.
Nach dem Planfeststellungsbeschluß waren schwierige und langwierige Verhandlungen für den Grunderwerb notwendig, die bis heute noch nicht ganz abgeschlossen sind. Dazu Stadtbaurat Cromme: " Einige Grundstückseigentümer waren dazu bereit, schon vorzeitig den Grund und Boden, insbesondere für den Brückenbau, in Anspruch nehmen zu lassen." Der Stadtbaurat dankte diesen Grundeigentümern für ihre Einsicht ganz besonders.
Leitender Baudirektor Dahrenmöller gab einen Überblick über die technischen Vorbereitungen und den Verlauf der Arbeiten. Er dankte den Brückenbauern, den Firmen Hake, Jüchter und Middelberg und dem Tiefbauunternehmen Holzmann für die gute und präzise Arbeit. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 3, 8 Millionen DM, davon 1, 75 Millionen DM für die Brückenbauten und rund 2, 10 Millionen DM für den Ausbau des Hasebettes einschließlich der Verlängerung des vom Piesberg kommenden Vorfluters.
Dahrenmöller richtete noch einmal an das Landwirtschaftsministerium die Bitte, die normalen Regulierungskosten in Höhe von 900 000 DM zu übernehmen, denn diese Kosten wären auch entstanden, wenn man die Hase im alten Flußlauf ohne Hochwasserfreimachung des Geländes reguliert hätte. Außerdem richtete Baudirektor Dahrenmöller an die Regierung und das Wasserwirtschaftsamt den Wunsch, möglichst bald einen baureifen Entwurf für die Regulierung der Hase von Bramsche bis zur Quelle aufzustellen und danach die Hase auszubauen, damit nicht immer wieder am Flußlauf und den anliegenden Ländereien Hochwasserschäden entstehen. Baudirektor Dahrenmöller: " Die Landesregierung sollte für diesen Hase-Ausbau bald Haushaltsmittel einsetzen." (Fotos: Löckmann)


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