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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Kunstvermittlung auf burjatische Art
Zwischenüberschrift:
Studentengruppe aus Ulan-Ude zu Besuch
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Eine Gruppe von 15 Kunstpädagogik-Studentinnen der staatlich-burjatischen Universität Ulan-Ude besucht zurzeit die Uni Osnabrück. Ziel des Austauschs sei die transkulturelle Auseinandersetzung mit methodisch-didaktischen Zugängen der Kunstvermittlung″, wie es herrlich schwurbelig in einer Uni-Mitteilung heißt.

Ulan-Ude, wer kennt es nicht? Eine Stadt, mehr als 17 Flugstunden weit weg und zweieinhalb mal so groß wie Osnabrück, gelegen im Süden Sibiriens, genauer gesagt in der Republik Burjatien jenem dünn besiedelten Subjekt der Russischen Föderation, das sich wie eine Banane ans Ostufer des Baikalsees schmiegt und dabei bis zum Jablonowygebirge reicht. Übrigens ist Ulan-Ude nicht zu verwechseln mit Ulan-Bator in der Mongolei. Auch wenn die beiden asiatischen Metropolen keine 600 Kilometer auseinanderliegen.

Die 15 Studentinnen der staatlich-burjatischen Universität von Ulan-Ude hätten einen Teil ihrer Reise nach Osnabrück übrigens mit der Transsibirischen Eisenbahn zurücklegen können. Denn wenn Ulan-Ude in der Welt für eine Sache bekannt ist, dann für seinen Zugstreckenknotenpunkt, der Moskau und Peking auf kürzestem Schienenweg miteinander verbindet. Und natürlich für sein monumentales Lenindenkmal mit einer Gesichtshöhe von 7, 70 Metern und etwa 42 Tonnen Gewicht angeblich die größte Porträtbüste des Planeten.

Die Gäste aus Fernost bevorzugten dann aber doch das Flugzeug für die 7000 Kilometer von der frostigen burjatischen Hauptstadt (minus zwei Grad Celsius am Montag) ins deutlich wärmere Osnabrück (24 Grad). Alles andere als kühl fiel mithin der Empfang der Delegation gestern Vormittag im Friedenssaal des Rathauses aus. Ich freue mich über den Austausch zwischen den Universitäten, die uns ferne Kulturen so nah bringen″, zitiert das Presseamt der Stadt die Bürgermeisterin Birgit Strangmann in einer eigenen Mitteilung.

Im Zentrum des Besuchsprogramms steht ein künstlerischer Workshop, an dem Studenten beider Universitäten teilnehmen. Die Ergebnisse werden heute um 17 Uhr in der Kunsthalle Osnabrück vorgestellt. Sieben Sachen und sieben Minuten für 7000 Kilometer″ lautet der Titel der Ausstellung, die bis Sonntag zu sehen ist.

Für die Kunstpädagogik ist Ulan-Ude sehr interessant″, weiß Professor Andreas Brenne von der Uni Osnabrück. Russen, Burjaten und Ewenken würden in der 400 000-Einwohner-Stadt wie selbstverständlich″ miteinander leben, zwischen den einzelnen Ethnien gebe es wunderbare Verbindungen″. Ulan-Ude sei deshalb ein gutes Beispiel für Transkulturalität″, so Brenne weiter. Oder um das Thema mit einem dieser unnachahmlichen Sätze aus der Uni-Pressemitteilung zu erläutern: Gemessen am Inklusions-Paradigma, kann Kunstvermittlung nicht mehr auf die Vermittlung arrivierter Bildungsinhalte und - ziele im Rahmen zielhomogener Lernarrangements reduziert werden.″

Bildtext:
Der blaue Seidenschal, den Bürgermeisterin Birgit Strangmann (links) von einer Burjatin in Tracht erhalten hat, soll Glück bringen.

Foto:
Stadt Osnabrück/ Silke Brickwedde
Autor:
sst


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