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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Schnäppchenjagd bei Kaiserwetter
Zwischenüberschrift:
Großer Andrang beim Herbstflohmarkt im Moskaubad
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Bereits am frühen Sonntagmorgen herrschte vor dem Eingang Verkehrschaos und im Inneren dichtes Gedränge bei strahlendem Sonnenschein erlebte der Herbstflohmarkt auf der großen Liegewiese des Moskaubades einen rekordverdächtigen Andrang.

Osnabrück. Zweimal im Jahr wird das Freibad in der Wüste außerhalb der Badesaison zum Flohmarktgelände. Wenn das Wetter dann auch noch so mitspielt wie am gestrigen Sonntag mit goldenem Herbstwetter, ist der Besucherandrang ähnlich groß wie an einem heißen Juli-Nachmittag in den großen Ferien. Mit dem Unterschied, dass sich gestern niemand im Wasser tummelte, sondern vor den zahlreichen Ständen, an denen ausschließlich private Anbieter zum Stöbern und Feilschen einluden.

Bereits am Vorabend seien sämtliche Parkplätze rund um das Moskau″ besetzt gewesen, verriet Badleiterin Sonja Koslowski. Als die Tore dann am Morgen um kurz vor 8 Uhr geöffnet wurden, hatten sich längst lange Warteschlangen in den Straßen gebildet. Anders als in den Vorjahren mussten deshalb sogar Flächen im trockengelegten Wasserbecken, vor den Zuschauertribünen und auf der hinteren Wiese für die Stellplätze der Verkäufer zur Verfügung gestellt werden.

Auch die waren dann aber so schnell belegt, dass einige verkaufswütige Privathändler sogar vor dem Eingang des Bades ihre Tapeziertische aufschlagen mussten und mitunter auch wollten. Zum Beispiel Jutta Reese aus Wallenhorst, die sich zusammen mit ihren beiden Töchtern zuerst im hinteren Teil der Liegewiese positioniert hatte, wo es ihr aber dann doch etwas zu abschüssig″ war. Ihr wurde dann wie auch einigen Nachzüglern erlaubt, sich unmittelbar vor den historischen Torbogen des Freibades zu stellen, um Textilien und Schuhe dort anzubieten, wo nun wirklich jeder vorbeikommt.

Am Beckenrand im Innern war einmal mehr auch wieder das Moskaubad-Team selbst mit einem Stand vertreten, an dem in der Badesaison liegen gebliebene, von den Gästen vergessene Schwimmflügel, Taucherbrillen, Handtücher und ähnliche Badeutensilien zum festgelegten Kilopreis feilgeboten wurden. Besonders Schuhe und Badelatschen gingen dieses Mal besonders gut und schnell weg, berichteten die hauseigenen Händler. Der Erlös des Fundsachenverkaufs kommt wie immer dem Osnabrücker Kinderschutzbund zugute, der damit ein Projekt zur Förderung der Schwimmfähigkeit von Kindern im Grundschulalter unterstützt.

So voll wie in den letzten Jahren nicht mehr″, schätzte Sonja Koslowski nicht nur das Händler-, sondern auch das Besucheraufkommen beim Herbstflohmarkt ein. Viele seien auch aus dem Umland gekommen. Kein Wunder also, dass in regelmäßigen, kurzen Abständen Kennzeichen von verkehrswidrig geparkten Autos ausgerufen wurden, deren Halter aufgefordert wurden, doch bitte umgehend ihr Fahrzeug zu entfernen″. Bei leichtem Südwind waren diese mahnenden Lautsprecherdurchsagen sogar noch in der vorderen Wüste zu hören.

Auch viele Familien und Gäste aus den Niederlanden säumten die vollen Gassen zwischen den Ständen. Sogar ein Fahrzeug aus dem fernen Brandenburg wurde vor dem zum Marktplatz umfunktionierten Schwimmbad gesichtet. Die Kinder konnten den großen Spielplatz mit Dschungelpfad zum Frühsport″ nutzen, während die Eltern sich auf frühe Schnäppchenjagd mit sonnigem Schwimmbadflair begaben.

Bildtexte:
Der Herbst meinte es auch in diesem Jahr gut mit dem Moskaubad-Flohmarkt. Foto: David Ebener

Ausschließlich Privatleute sind als Händler zugelassen, während die Stände der Flohmarkt-Profis draußen bleiben müssen dieses Konzept kommt gut an.

Fotos:
David Ebener
Autor:
Matthias Liedtke


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