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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Pädagogischer Austausch mit Çanakkale
Zwischenüberschrift:
Gäste aus der türkischen Partnerstadt zu Besuch in Kitas und Senioreneinrichtungen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Worin unterscheiden sich deutsche Kindergärten von türkischen? Was wird in Senioreneinrichtungen anders gemacht? Osnabrück hatte Besuch aus der Partnerstadt Çanakkale. Es war ein Arbeitsbesuch mit vielen Eindrücken und informativen Fachgesprächen, in dem sich auch Özlem Erigit, Dezernentin für Soziales und Kultur der Stadtverwaltung Çanakkale, mit ihrem Kollegen Wolfgang Beckermann austauschte.

Özlem Erigit brachte nach einer Mitteilung des Osnabrücker Presseamtes vier Mitarbeiterinnen aus je zwei Kindergärten, einem Hort und einer Senioreneinrichtung mit nach Osnabrück. Es war eine Art Gegenbesuch. Im März waren Elisabeth Egbers und Andrea Schiltmeyer vom Fachbereich Kinder, Jugendliche und Familien bereits zu Gast in der Stadt im Nordwesten der Türkei.

Das Programm in Osnabrück war straff. An sechs Tagen besuchten die fünf Frauen verschiedene städtische Einrichtungen wie Kitas, Gemeinschaftszentren, das Seniorenbüro, die Grundschule Eversburg mit ihrem Hort sowie Einrichtungen anderer Träger, zum Beispiel die Drei-Religionen-Schule, ein Seniorenwohnheim und die Tagespflege der Diakonie.

Ich finde die Begegnung zwischen den Menschen unserer Partnerstädte gerade in der jetzigen Zeit enorm wichtig″, betont Stadtrat Wolfgang Beckermann. Wenn aber wie mit Çanakkale und Osnabrück sogar ein fachlicher Austausch damit verbunden wird, hat das noch einmal eine zusätzliche Qualität und zeichnet unsere Partnerschaft ganz besonders aus.″

Das freie Spiel gebe es in türkischen Kindergärten kaum, sagte Özlem Erigit: DerWeitere Blaulicht-Artikel auf unserer Theme Alltag ist sehr strukturiert und auf das Lernen ausgerichtet.″ Auch dass die Kinder an Entscheidungen beteiligt seien, gebe es in der Türkei in dieser Form nicht. Es ist aber sehr wichtig für die Entwicklung ihrer Persönlichkeit, wir werden das berücksichtigen″, so die Dezernentin. Die Frauen waren beeindruckt, wie selbstständig deutsche Kindergartenkinder sind.

Im Seniorenbereich haben sich die Besucherinnen die Tagespflege sehr genau angesehen, auch diese ist in der Türkei unbekannt. Da aber auch türkische Frauen zunehmend arbeiten und nicht mehr selbstverständlich die Pflege ihrer Angehörigen übernehmen, wurde auch diese Anregung gern mitgenommen. Andrea Schiltmeyer wiederum begeisterte bei ihrem Besuch in Çanakkale unter anderem die dortige Volkshochschule für Senioren. Stadtjugendpfleger Hans-Georg Weisleder erinnert sich: Der Wunsch nach diesem Austausch kam ganz stark aus Çanakkale. Die Zeit war reif dafür, und für die Zukunft wünschen wir uns, dass noch mehr über Inhalte gesprochen wird.″

Bildtext:
Eine Gruppe von Pädagoginnen aus Çanakkale war zu Gast in Osnabrück. Die fünf Frauen informierten sich unter anderem im Heinz-Fitschen-Haus und tauschten sich mit Vorstand Wolfgang Beckermann (hinten links) aus.

Foto:
Stadt Osnabrück/ Pentermann
Autor:
pm


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