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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Schutz von Ärzten vor Übergriffen
Zwischenüberschrift:
Leserbrief
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zum Artikel Ehemann würgt Orthopäde: Verfahren eingestellt″ (Ausgabe vom 8. September).

Nachdem wir im Rahmen unserer Morgenbesprechung den oben genannten Bericht über das Würgen eines Orthopäden diskutiert haben, müssen wir scheinbar unser Untersuchungsverhalten ändern.

In einem stattgefundenen Übergriff in unserer ortsübergreifenden Gemeinschaftspraxis auf eine medizinische Fachangestellte wurde dieser Angreifer [. . .] von zwei Ärzten unserer Gemeinschaftspraxis festgenommen und der Polizei übergeben. Die anschließende Strafe lautete: Körperverletzung, Beleidigung und Nötigung es erfolgte die gerechte Verurteilung.

In der vorliegenden Diskussion wird das Würgeverhalten einer Begleitperson insofern als weniger bedeutend angesehen, da hier der Angeklagte bisher polizeilich noch nicht in Erscheinung getreten sei und Missverständnisse vor , kulturellem Hintergrund′ entstanden seien. Daraufhin ist scheinbar eine Ordnungswidrigkeit diskutiert und entsprechend geahndet worden. Zudem wurde der Täter von der Vorsitzenden Richterin darauf hingewiesen, in Zukunft darauf zu achten, dass er nicht so schnell in Erregung beziehungsweise Aufregung verfallen solle.

Der Verlauf dieser sogenannten Verhandlung ist kein Scherz. Die Bewertung der sich uns anvertrauenden Patienten und der Kollegen in und um Osnabrück sicherlich anders, als nur das bloße , Ermahnen′ eines Straftäters. Hatte nicht der Bundesjustizminister vor wenigen Wochen darauf hingewiesen, dass die zunehmende Gewalt und die Verrohung im Gesundheits- und Polizeidienst zu einer Verschärfung des Strafgesetzes führen sollte? Reicht es nicht, dass Polizisten, Feuerwehrleute, Rettungssanitäter, medizinische Fachangestellte und jetzt zunehmend Ärzte beleidigt, angegriffen und jetzt gewürgt werden? Wir und die mit uns diskutierenden Ärzte wünschen Ärzten und medizinischen Fachangestellten einen besseren Schutz von der Justiz gegen diese Übergriffe. [. . .]″

Dr. med. Udo Herberger

Osnabrück
Autor:
Udo Herberger


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