User Online: 1 | Timeout: 07:10Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
So lange lädt ein E-Auto zu Hause
Zwischenüberschrift:
Leserbrief
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zum Leserbrief von Klaus Brinkmann Elektromobilität funktioniert″ (Ausgabe vom 23. September) mit Bezug auf den Artikel Merkel liest Autobauern die Leviten″ (Ausgabe vom 15. September).

Wirklich? Herr Brinkmann geht in seiner Überlegung davon aus, das 20 Kilowatt/ Stunde ausreichen, um damit 100 Kilometer weit zu fahren. Mal nachgerechnet: 20 Kilowatt entsprechen 26, 66 PS. Das Fahrzeug müsste mit seinen knapp 27 PS Motorleistung eine Stunde lang mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 100 Kilometern/ Stunde fahren, um die Strecke von 100 Kilometern zu schaffen.

Sollte er für die Strecke die doppelte Zeit, also zwei Stunden, benötigen, stünden ihm durchschnittlich nur 13, 5 PS Motorleistung zur Verfügung. Bei vier Stunden Fahrzeit verbleiben für den Antrieb weniger als sieben PS. In all diesen Fällen würde er mit dem angenommenen Verbrauch 20 Kilowatt/ Stunde für 100 Kilometer Wegstrecke gerade auskommen. Bei dieser Überlegung fahren wir dann noch ohne Licht, Heizung, Lüftung, Scheibenwischer oder sonstige Verbraucher. Ich kann mir das Aussehen dieses Fahrzeuges noch nicht so recht vorstellen.

Überlegung zur Ladung von E-Autos: Nehmen wir an, dass wir ein Fahrzeug mit 100 PS = 75 Kilowatt Leistung haben, wir mit nur 30 Kilowatt/ Stunde Verbrauch sehr moderat fahren und im Schnitt das Fahrzeug dabei zwei Stunden pro Tag nutzen. Dann müsste man am Tagesende die verbrauchten 60 Kilowatt wieder auf die Akkus laden. Wir geben uns dafür zehn Stunden Zeit. Das heißt, wir brauchen ein Ladegerät, das sechs Kilowatt/ Stunde (= 6000 Watt) leistet. Bei einem Stromanschluss an das 230-Volt-Netz fließen über den Stecker dabei 26 A. Unsere Steckdosen lassen in der Regel aber nur einen Strom von zehn A/ maximal 16 A zu! Um dieses Ladegerät betreiben zu können, brauchen wir einen 3-phasigen Drehstromanschluss mit 400 V Spannung. Pro Phase fließen dann immer noch 15 Ampere. Der durchschnittliche Privathaushalt hat eine Hauptsicherung (Panzersicherung) in der Größenordnung von circa 35 Ampere.

Auch die meisten Stromzähler, sofern keine elektrischen Nachtspeicheröfen verwendet werden, sind für keinen höheren momentanen Verbrauch ausgelegt. Könnte also funktionieren, wenn man kein zweites oder gar drittes Auto in diesen zehn Stunden laden muss.″

Axel Harten

Hilter

Bildtext:
Nachgerechnet: Einer unserer Leser schildert, wie sich das Laden eines E-Autos im Alltag darstellen könnte.

Foto:
dpa
Autor:
Axel Harten


Anfang der Liste Ende der Liste