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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Erstmals im eigenen Garten gefeiert
Zwischenüberschrift:
Interkulturelles NABU-Herbstfest am Schölerberg
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Während nebenbei die Bundestagswahl lief, feierte am Sonntag der Naturschutzbund (NABU) Osnabrück sein interkulturelles Herbstfest am Schölerberg. Ehrenamtliche und Geflüchtete haben dort die erste Ernte erfolgreich eingebracht.

Bereits zum zweiten Mal lud der NABU zum Herbstfest, erstmals fand es nun im eigenen Gemeinschaftsgarten statt. Der NABU-Garten ist seit Herbst 2016 entstanden auf dem Gelände des Expo-Bodenparks am Schölerberg. Geflüchtete und Ehrenamtliche bewirtschaften gemeinsam die Fläche und bauen an, worauf sie Lust haben. Der eine pflanzt etwa ausschließlich Kürbisse auf seiner Parzelle, der andere steht eher auf Variation wie Sami Muhammed aus dem südlichen Sudan: Ich habe hier Bohnen, Salat, Karotten, Knoblauch und Erdbeeren angebaut.″ Momentan ist sein Acker leer gefegt, aber Sami wird ihn in der kommenden Saison wieder bepflanzen. Es macht viel Spaß, mit den anderen hier zusammen zu arbeiten.″

Die Besucher konnten beim Herbstfest nicht nur gucken, sondern auch selbst einiges machen: unter anderem gab es einen Trommelworkshop mit mehreren Sessions, die über den Nachmittag verteilt waren, Kürbisschnitzen und Apfelsaftpressen. Letzteres ergab den frischesten aller frisch gepressten Apfelsäfte, den man sich jeden Tag gönnen würde, müsste man dafür nicht jedes Mal erst Unmengen von Äpfeln durch die Presse jagen.

Vor dem Appetit der vielen ortsansässigen Kaninchen schützt den Garten ein Zaun, der genauso tief in die Erde reicht, wie er hoch ist. Es war ein hartes Stück Arbeit, den zu bauen, aber das muss sein, sonst fressen die Kaninchen alles kahl″, sagte NABU-Chef Andreas Peters.

Das Herbstfest 2016 hatte noch am nahen Naturschutzzentrum stattgefunden, da der Garten noch im Aufbau war. Heute steht vor der annähernd runden Anbaufläche ein solides Gartenhaus, gespendet von der Firma Holz Bernholt. Vor dem Häuschen befindet sich eine tiefe, mit Steinen eingefasste Feuerstelle, an der die NABU-Gärtner nach getaner Arbeit gern noch zusammensitzen.

Der Landkreis stellt die Fläche kostenlos zur Verfügung. Weitere Förderer sind unter anderem die Stadtwerke, der Verein Osnabrücke und die Westphal-Umweltstiftung.

Neben der Arbeit im Garten veranstalten die Aktiven von NABU auch Fahrten mit den Neubürgern. Bis jetzt ging es etwa zur Lerchenspornblüte am Freden in Bad Iburg, an den Dümmer und in die Diepholzer Moorniederung, Kraniche beobachten. Die Arbeit mit Geflüchteten gehört zwar nicht zu unseren Kernaufgaben als Naturschützer, aber wir möchten da trotzdem Verantwortung übernehmen″, so Peters. Das Angebot werde gut angenommen, allerdings sei durchaus noch Platz für weitere Mitgärtner.

Bildtext:
Apfelsaftpressen im NABU-Garten: Die manuelle Herstellung von Apfelsaft ist ziemlich aufwendig, aber das Ergebnis überzeugt restlos.

Foto:
Philipp Hülsmann
Autor:
mstr


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