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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Osnabrück testet P+R-Ticket
 
Vom Auto in den Bus
Zwischenüberschrift:
Ab Oktober vom Parkplatz am Stadtrand preiswert mit dem Bus ins Zentrum
Artikel:
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Originaltext:
Ein neuer P+ R-Fahrschein soll Autofahrer in Osnabrück dazu bringen, ihren Wagen am Stadtrand zu parken und mit dem Bus ins Zentrum zu fahren zum Paketpreis von fünf Euro. Ob das klappt, wollen Stadtwerke und Parkstättenbetreiber in einem Praxistest herausfinden.

Osnabrück. Das Experiment Park-and-Ride-Ticket beginnt am 1. Oktober 2017 und soll bis Ende 2018 gehen. Getestet wird das Angebot auf der Strecke zwischen Parkplatz Kinderhospital (Schölerberg) bzw. der angrenzenden Haltestelle Kinderhospital/ Jugendherberge und dem innerstädtischen Knotenpunkt Neumarkt.

Start und Ziel sind hier Luftlinie ungefähr drei Kilometer voneinander entfernt. Ein Bus der Linie 21 beispielsweise braucht dafür laut Fahrplan etwa eine Viertelstunde einschließlich Abstecher zum Hauptbahnhof. Die Linien 61 und 62 nehmen den direkten Weg über Iburger Straße und Johannisstraße und schaffen die Strecke in zehn Minuten. Zum Vergleich: Mit dem Auto ist man nach Berechnungen der Osnabrücker ÖPNV-App VOS Pilot″ rund acht Minuten unterwegs, hat die mitunter mühselige Parkplatzsuche im Stadtkern dann allerdings noch vor sich.

Mit dem neuen P+ R-Ticket wird es möglich sein, entspannt zu parken und dann ganz bequem mit dem Bus vom Parkplatz Kinderhospital am Schölerberg in die Innenstadt zu fahren″, werben Stadtwerke Osnabrück und Osnabrücker Parkstätten-Betriebsgesellschaft (OPG) in einer Mitteilung für das Gemeinschaftsprojekt. Der Fahrschein gilt den Angaben zufolge am Ausstellungstag für maximal zwei Erwachsene und vier Kinder bis 14 Jahre, aber ausschließlich auf dem genannten Abschnitt. Ein Wechsel der Buslinie ist damit nicht möglich.

Und so funktioniert′s: Bei der Einfahrt auf den Parkplatz Kinderhospital am Schölerberg bekommt jeder Autofahrer einen Parkschein. Wer diesen am Kassenautomaten per Tastendruck sofort zum P+ R-Ticket aufwertet, zahlt pauschal fünf Euro fürs Parken und folgende Busfahren. Zurück aus der City, können Kunden mit P+ R-Ticket direkt vom Parkplatz fahren, ohne nochmals zum Kassenautomaten zu gehen. Wer hingegen auf die Bus-Option verzichten möchte, bezahlt seinen Parkschein stattdessen wie gehabt bei der Ausfahrt entsprechend der Parkdauer (50 Cent pro Stunde, Tageshöchstsatz 5 Euro).

Erfahrungen sammeln

Für den Osnabrücker Park-and-Ride-Test entlang der südlichen Haupteinfallstraße, die zugleich doppelte Bundesstraße ist (B 51/ B 68), sprechen aus Sicht der Kooperationspartner mehrere Gründe. Der Parkplatz Kinderhospital am Schölerberg eignet sich mit seinen 200 Stellplätzen, der nahen Anbindung an die Autobahn und der örtlichen Bushaltestelle besonders gut für das Testmodell″, erläutert OPG-Geschäftsführer Wigand Maethner. Die Stadt Osnabrück wiederum, zurzeit stark unter Zugzwang wegen dauerhaft verpesteter Luft im Zentrum, betont die ökologischen Aspekte von Park and Ride. Neben dem günstigen Preis und der Zeitersparnis sehen wir vor allem den Vorteil für den Klimaschutz unserer Stadt″, sagt Stadtbaurat Frank Otte.

Verläuft die P+ R-Pilotphase zufriedenstellend, könnte das Angebot auf weitere Standorte und Strecken in Osnabrück ausgedehnt werden, heißt es. Doch wovon machen Stadtwerke und OPG den Testerfolg abhängig? Dazu Kathrin Witte, Sprecherin des Verkehrsbetriebs: Das Sammeln von Erfahrungen steht im Vordergrund. Eine Zielgröße beim Ticketverkauf gibt es nicht.″

Lass es fließen:
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Bildtexte:
5-Euro-Sonderangebot: Mit dem neuen P+ R-Ticket können bis zu zwei Erwachsene und vier Kinder in Osnabrück zwischen den Haltestellen Kinderhospital/ Jugendherberge und Neumarkt Bus fahren. Die Parkgebühr für den Parkplatz Kinderhospital am Schölerberg ist im Preis inbegriffen.

Klimaschutz auf Knopfdruck (von links): Stadtwerke-Vorstand Stephan Rolfes, OPG-Chef Wigand Maethner, Stadtbaurat Frank Otte und Werner Linnenbrink, Leiter Mobilitätsangebot der Stadtwerke, am Kassenautomaten von Osnabrücks erstem P+ R-Parkplatz Kinderhospital.

Fotos:
Stadtwerke Osnabrück/ Jessica Fischer

Kommentar
Nächster Versuch

Park and Ride war in Osnabrück lange ein Fremdwort. Den eigenen Wagen am Stadtrand preiswert abzustellen und dann billig und bequem mit dem Bus weiterzufahren in die City schien beinahe unmöglich in einer Stadt, die Autofahrern gerne bis ins Zentrum den roten Teppich ausrollte. Die Bedenken, hier ein konstantes P+ R-Angebot zu schaffen, waren immer zahlreich und groß: Sie reichten vom angeblichen Mangel an Parkplätzen mit brauchbarem ÖPNV-Anschluss über ernüchternde P+ R-Experimente in der Vorweihnachtszeit bis hin zu dem Hinweis, dass es ja in Osnabrück ein ausgeklügeltes Verkehrsleitsystem gebe, welches Autofahrer zielsicher auch zum letzten freien Stellplatz lotsen könne. Und so lässt sich noch heute im Internet die amtliche Empfehlung finden, dass weitere Versuche, P+ R in der Stadt einzurichten, nicht durchgeführt werden sollten″.

Zum Glück halten sich Stadtwerke und OPG nicht (mehr) daran. Sie geben Park-and-Ride in Osnabrück als ein Baustein zur notwendigen Verringerung des Verkehrsaufkommens eine neue Chance, die es angesichts drängender Probleme wie Luftverschmutzung und Lärmbelastung durch Blechlawinen auch verdient.

Osnabrück. Für nur fünf Euro das eigene Auto einen Tag lang am Stadtrand parken und dann gratis mit dem Bus in die City und zurück: Das ist ab 1. Oktober in Osnabrück mit einem neuen Park-and-Ride-Ticket möglich. Stadtwerke Osnabrück und Osnabrücker Parkstätten-Betriebsgesellschaft (OPG) testen das Angebot zunächst auf einer Einfallstraße im Süden der Stadt. Wer es nutzen will, kann seinen Parkschein nach Ankunft per Knopfdruck am Kassenautomaten aufwerten. Das P+ R-Ticket gilt für bis zu zwei Erwachsene und vier Kinder bis 14 Jahre. Die Kooperationspartner versprechen sich von dem P+ R-Experiment eine bessere Auslastung sowohl des Parkplatzes als auch der Busse.
Autor:
Sebastian Stricker


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