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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Wider die Wegwerfmentalität
Zwischenüberschrift:
„Plastiktütenfreier Gipfel″ in Osnabrück mit Teilnehmern aus ganz Deutschland
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Wie lässt sich der unbedachte Konsum von Plastiktüten weiter eindämmen? Dieser Frage gingen jetzt 50 Jugendliche aus ganz Deutschland bei einem zweitägigen plastiktütenfreien Gipfel″ nach.

Osnabrück. Fast geräuschlos streiften sich die Schüler die weißen Kittel über und ließen sich im Anschluss von Sarah Vortmann die Gepflogenheiten in einem Forschungslabor erklären. Die angehende Chemie-Lehrerin machte die Gipfelteilnehmer in den Räumen des GreenLab OS″ der Osnabrücker Universität mit der Untersuchung von Mikroplastik vertraut. Die spannende Exkursion war Bestandteil des Gipfelprogramms, welches umfassend über die Folgen des unbedachten Plastikkonsums aufklärte.

Ihren Anfang nahm die kritische Beschäftigung mit umweltgefährdenden Kunststoffen vor drei Jahren. Damals gründeten Schüler der Ursulaschule das Projekt plastiktütenfreies Osnabrück″. Vielfältige Aktivitäten folgten, darunter die Auszeichnung zahlreicher Geschäfte, die auf Plastiktüten verzichten, Recycling-Aktionen sowie Kooperationen mit Schulen in ganz Niedersachsen. Eine beim Kulturverein Fokus angedockte Koordinierungsstelle sorgt seit 2016 für eine Professionalisierung der Projektaktivitäten. Koordinator Sergej Friesen war es auch, der zusammen mit dem Lehrer Tobias Romberg von der Ursulaschule den Gipfel plante.

Da die ebenfalls beteiligte Gesamtschule Schinkel als Unesco-Projektschule in ein weitgespanntes Netzwerk von Projektschulen eingebunden ist, lag es nahe, diese Kontakte für die zweitägige Veranstaltung zu nutzen. Neben Schülern von Unesco-Projektschulen aus Leer, Emden und Rhauderfehn waren Interessierte aus Oldenburg und Bad Zwischenahn nach Osnabrück gekommen.

Vom plastiktütenfreien Gipfel″ erhofften sich die meisten wichtige Impulse für ihre Arbeit vor Ort. Lehrer Rainer Ellmann vom Max-Windmüller-Gymnasium Emden, der zusammen mit zwei Schülervertretern nach Osnabrück gekommen war, betonte: Bei uns an der Küste erleben wir das Mikroplastik-Problem direkt vor Ort. Auch deshalb wollen wir uns in diesem Bereich engagieren.″

Erste Ideen wurden bereits während des Gipfels entwickelt, etwa der Einsatz für einen plastikfreien Wochenmarkt in Emden. Ähnliche Pläne hat auch Katja Nguyen Than. Die Studentin und Filmemacherin mit deutsch-vietnamesischen Wurzeln, die im baden-württembergischen Ludwigsburg lebt, hatte den weitesten Anreiseweg zu der Tagung. Sie arbeitet zurzeit ebenfalls an einem Konzept, um den Ludwigsburger Wochenmarkt zukünftig plastikfrei auszurichten.

Allen Gipfelteilnehmern gemeinsam war die Absicht, noch stärker für die Folgen einer unbedachten Wegwerfmentalität zu sensibilisieren. Diese fand ihren Ausdruck auch in mehreren Forderungen an Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, welche die Aktivisten zum Gipfelabschluss bei ihrem Besuch in der Deutschen Bundesstiftung Umwelt aufstellten.

Bildtext:
Wie sich mit einfachen Methoden Mikroplastik aus dem Wasser filtern lässt, erfuhren die jungen Gipfelteilnehmer bei ihrer Exkursion ins Labor des GreenLab OS″ der Universität.

Sie setzen sich für einen plastiktütenfreien Konsum ein die Teilnehmer des Gipfels auf dem Gelände des Campus Westerberg.

Fotos:
Christoph Beyer
Autor:
Christoph Beyer


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