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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Verkehr sucht sich Alternative
Zwischenüberschrift:
Leserbrief
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zum Leserbrief von Michael Kopatz Gleichberechtigung für alle Verkehrsmittel″ (Ausgabe vom 7. September) mit Bezug auf die Diskussion über ein Fahrverbot für Dieselfahrzeuge.

Michael Kopatz greift indirekt die Forderung der Osnabrücker Grünen auf, als Lösung der bestehenden Verkehrsprobleme den vorhandenen Verkehrsraum für Autos zu reduzieren. Städteplanerisch ist man allerdings schon weiter: Das Bemühen der Kommunen, Autos durch Beschränkungen aus der Stadt zu halten, erwies sich seit den 80er-Jahren häufig als erfolglos oder sogar kontraproduktiv, da man durch Verbote natürlich dem gestiegenen individuellen Mobilitätsbedürfnis nicht gerecht wurde.

Würde man also, wie von den Grünen vorgeschlagen, den Wall oder die Martinistraße für Fahrradspuren priorisieren und für den Autoverkehr einspurig gestalten, wird sich der auf dem Wall gestaute Verkehr wie bei der Neumarktsperrung seinen Alternativweg zum Beispiel durch die Anliegerwohnstraßen suchen. Dieser künstlich provozierte Stau würde dann auch den Busverkehr behindern, der stehende und zäh fließende Verkehr zudem unnötige CO2- und NO2-Emissionen produzieren.

Das Fraunhofer-Institut sieht ein hohes Umweltschutz-Potenzial darin, für besseren Verkehrsfluss innerhalb der Großstädte zu sorgen: Bei flüssigem Verkehr sei der Stickstoffdioxidausstoß je nach Straßentyp und Geschwindigkeit um 29 bis 55 Prozent geringer, als bei Stop-and-go. […]

Das Oberzentrum Osnabrück muss auch für die Umlandgemeinden erreichbar bleiben, der ÖPNV kann hier nur punktuell entlasten, Osnabrücks 77 000 Pendler können nicht alle auf das Rad gezwungen werden. Funktionierende Mobilität ist nur dann gewährleistet, wenn alle Verkehrsarten berücksichtigt und bestmöglich aufeinander abgestimmt sind und dies von einer großen Mehrheit der Bürger akzeptiert und unterstützt wird.″

Christina Boom-Grüner

Steffen Grüner

Osnabrück

Bildtext:
Wenn der Wall einspurig wäre, würde sich der Verkehr einen Weg durch die Wohngebiete suchen, sind sich zwei Leser sicher.

Foto:
Michael Gründel
Autor:
Christina Boom-Grüner, Steffen Grüner


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