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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Der Wald am Friedhof Atter bleibt
Zwischenüberschrift:
Bürgerforum Atter diskutiert über das Aus für die Erweiterungsfläche am Eikesberg
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Wald statt mehr Platz für den Friedhof, die Zukunft der Rohbauruine am Rubbenbruchsee und Vorschläge für die Umbenennung einer Straße: Mit Themen wie diesen beschäftigte sich das Bürgerforum Atter.

Osnabrück. Rückbesinnung auf einen alten Bebauungsplan: Karl-Heinz Uthmann wünscht sich einen Fuß- und Radweg am Waldrand zum Leyer Holz. Er soll die Siedlung hinter dem Grasmückenweg und dem Schäferweg miteinander verbinden. Auf diese Weise würde die Wohnqualität steigen, findet der Atteraner.

Auch darüber, wie das Vorhaben finanziert werden könnte, hat sich Uthmann Gedanken gemacht: In unmittelbarer Nachbarschaft zum Eikesberg hin befindet sich eine Idylle, die einem Bebauungsplan nach als Erweiterungsfläche für den Friedhof dienen soll. Weil dieser Friedhof wie viele andere gar nicht mehr Platz brauche, könne das Grundstück als Bauland verkauft werden. Damit stünde auch mehr dringend benötigter″ Wohnraum zur Verfügung. Doch so leicht scheinen sich mehrere Fliegen nicht mit einer Klappe schlagen zu lassen: Franz Schürings, Leiter des Fachbereichs Städtebau, berichtete, die Stadt sehe an der Stelle keine bauliche Entwicklung″ vor. Eine Siedlung auf dem Gelände harmoniere nicht mit dem Ortskern: Es habe sich herausgestellt, dass die Einbindung ungünstig″ sei. Das heißt: Wir belassen die Fläche so, wie sie ist.″ Die Idylle also soll bleiben. Uthmanns Wunsch nach einem Rad- und Fußweg kann jedoch zumindest teilweise in Erfüllung gehen: Wir werden ihn nicht aus den Augen verlieren″, versprach Schürings. Der Weg sei als Veloroute″ im Verkehrsnetz des Radwegeplans 2030 eingeplant.

Die Rohbauruine am Barenteich steht seit mehreren Jahren recht regelmäßig auf der Tagesordnung des Bürgerforums Eversburg dieses Mal auch in Atter. Volker Hunsche fragte: Warum ist die Bauruine noch nicht abgerissen worden? Tatsächlich hatte die Verwaltung eine entsprechende Verfügung erlassen. Dagegen klagt vor dem Verwaltungsgericht seit einem Jahr die Eigentümerfamilie, zu der auch Matthias Lingemann gehört: Er war ebenfalls im Bürgerforum und äußerte seinen Wunsch nach einer Mediation mit allen Fraktionen, um den Konflikt zwischen seiner Familie und der Stadt außergerichtlich lösen zu können. Der Verwaltungsausschuss hat Lingemanns Anregung inzwischen zurückgewiesen. Annette Niemann vom Verein Bürgerforum Atter für Umwelt und Soziales″ unterstützte Lingemanns Anliegen so: Die Stadt ist verpflichtet, einen Dialog zu führen.″ Eine Blockadehaltung″ sei nicht angemessen. Immerhin gehe es um Menschen in einer Notlage″.

Geht es nach Annette Niemann, wird die Giesbert-Bergerhoff-Straße künftig Frida-Schröer-Straße heißen. Damit würde die Straße nicht mehr an den damals aktiven Nationalsozialisten erinnern, sondern an ein Opfer des NS-Regimes. Zur Debatte steht auch Hermann Siegert, der sich der Historie des Stadtteils gewidmet hat und als Atteraner mit Leib und Seele″ galt.

Raser in Atter: In mehreren Bürgerforen hatten sich Anwohner der Wersener Landstraße über einige besonders schnell fahrende Autos empört. Der Wunsch von Anliegern nach einem Zebrastreifen wird nicht in Erfüllung gehen, wie Franz Schürings mitteilte: Der Fachbereich Städtebau hatte an einem Donnerstag im Frühjahr zu wenige Passanten gezählt. Einer Regel nach sollen Zebrastreifen nur dort eingerichtet werden, wo zu Spitzenzeiten pro Stunde 50 Menschen die Straße überqueren auf der Wersener Landstraße waren es nur zwischen 21 und 30. Die Verwaltung wird dort jedoch die Geschwindigkeiten messen: Der Stadtentwicklungsausschuss hat beschlossen, dort eine Aufstellfläche für ein Messfahrzeug zu bauen. Fertig sein soll sie gegen Ende des Jahres.

Bildtext:
Die Idylle bleibt: Der Friedhof Atter soll nicht wachsen. Westlich davon sollen auch keine Häuser entstehen.

Foto:
Michael Gründel
Autor:
Jann Weber


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