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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Römerbrücke nur noch für Autos?
Zwischenüberschrift:
Bürgerforum Pye diskutiert über einen weiteren Übergang für Fußgänger und Radfahrer
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Ein Plan für eine weitere Brücke über den Altarm der Hase, ein neuer Belag für die Glückaufstraße und Scherben auf dem Fürstenauer Weg: Darüber diskutierte das Bürgerforum Pye.

Osnabrück. Sie besteht aus Bruchstein, umfasst drei Bögen, ist 299 Jahre alt, steht unter Denkmalschutz und führt über den Altarm der Hase: Die Römerbrücke verbindet die Stadtteile Pye und Eversburg. Auf dem schmalen Bauwerk müssen sich Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer miteinander arrangieren, aber vielen gelingt dies offenbar nicht so ganz. Im vergangenen Februar hatten Anwohner im Bürgerforum berichtet, dass Fußgänger und Radfahrer immer wieder mal mit dem Blech der Autos oder deren Außenspiegel in Kontakt geraten.

An einem Wochenende im Juni stellte der Fachbereich Städtebau eine Videokamera auf. An dem Sonntag war besonders viel los: Innerhalb von sechs Stunden überquerten 1002 Radfahrer und 1182 Autos die Römerbrücke. Bei elf Begegnungen kam es zu Vorfahrtsmissachtungen. Im aktuellen Bürgerforum sprach Oberbürgermeister Wolfgang Griesert von erheblichen Zahlen″. Die Stadtplaner haben in der Zwischenzeit den Bau einer zusätzlichen Brücke für Fußgänger und Radfahrer in Erwägung gezogen östlich des historischen Bauwerkes. Die Kosten für eine 25 Meter lange neue Brücke schätzt die Verwaltung auf 300 000 Euro. Geprüft wird demnach auch ein wesentlich unattraktiverer″ Umweg für Fußgänger und Radfahrer um den Hase-Altarm herum. Ratsfrau Rita Feldkamp (CDU) plädierte für die Variante mit der zweiten Brücke ausschließlich für Fußgänger und Radfahrer. Die Römerbrücke könne dann den Autoverkehr aufnehmen.

Hans-Günther Tiemann aus der Nachbarschaft schlug vor, eine Straße für Autos neben der historischen Brücke zu bauen über einem Kanalrohr, das in den Altarm verlegt werden könnte. Tatsächlich hatte die Stadt seit 2007 eine Entlastungsstraße für Autos geplant. Doch daraus dürfte wohl nichts werden: Detlef Gerdts vom Fachbereich Umwelt und Klimaschutz erläuterte im Gespräch mit der Redaktion: Es handelt sich um ein geschütztes Biotop.″

Bald wird die Glückaufstraße saniert worüber sich besonders die Anwohnerin Giesela Claasen-Groß freute, die sich über Schäden auf der Fahrbahn ärgert. Ende September oder Anfang Oktober wollen die Straßenbauer an der Einmündung zum Süberweg die oberen Asphaltschichten abfräsen und stellenweise den Unterbau erneuern. Ende November soll der neue Asphalt aufgetragen sein. Dafür wird die Straße voll gesperrt. Der Oberbürgermeister stellte fest, dass keine Anliegergebühren anfallen.

Glasscherben auf dem Fürstenauer Weg: Einige Pyer ärgern sich über Splitter, die sie auf Gäste des Hyde Parks zurückführen. Sie befürchten Gefahren für Fahrradschläuche und Hundepfoten. Ein Anwohner wies darauf hin, dass Mitarbeiter des Musik-Clubs regelmäßig Abfälle einsammeln. Andere Pyer meinten, dass diese Bemühungen nicht ausreichten. Hans Schröder vom Osnabrücker Servicebetrieb teilte mit, dass eine zusätzliche maschinelle Reinigung nicht leistbar″ sei, dafür jedoch außerdem mit der Hand gereinigt werden solle.

Die neue Fahrradstraße der Gemeinde Wallenhorst führt über Osnabrücker Gebiet: Heinrich Halbrügge und weitere Anwohner reagieren kritisch: Sie befürchten, dass die Verbindung zwischen Pye und Lechtingen eingeschränkt wird und damit auch der Weg zu den Lebensmittelmärkten im Nachbarort. Doch die Osnabrücker Verwaltung sieht da keine Probleme: Pyer dürfen weiterhin mit dem Auto nach Lechtingen fahren. Vielleicht nur nicht so schnell.

Bildtext:
Gefährlich eng ist es auf der Römerbrücke: Die Stadt plant eine weitere Brücke für Fußgänger und Radfahrer über den Altarm der Hase.

Archivfoto:
Jörn Martens
Autor:
Jann Weber


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