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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Gesundheitssport kommt zu kurz
Zwischenüberschrift:
Bewohner diskutieren: Was fehlt Senioren am Schölerberg und im Rosenplatz-Quartier?
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Was das Rosenplatz-Quartier und der Stadtteil Schölerberg für Bürger über 60 Jahren zu bieten haben, darüber diskutierten Bürger, Gewerbetreibende und Stadtteilakteure auf Einladung des Seniorenbüros Osnabrück und der Arbeitslosenselbsthilfe in der Teutoburger Schule.

Rund 20 Osnabrücker trafen sich, um über das Thema Gut älter werden″ zu sprechen. Die meisten von ihnen engagieren sich bereits vor Ort oder arbeiten im Rosenplatz-Quartier oder im Stadtteil Schölerberg mit, zum Beispiel bei einem ambulanten Pflegedienst.

Im Laufe des Abends schrieb Annette Herlitzius vom Seniorenbüro der Stadt die Interessengemeinschaft Iburger Straße auf die Haben-Liste″. Zur Liste hinzu kamen die Seniorenakademie der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde, die Nachbarschaftshilfe, die Kirchengemeinden selbst, eine gute Dichte von Allgemeinmedizinern, die Arbeitslosenselbsthilfe, das Gemeinschaftszentrum Lerchenstraße, die Runden Tische Rosenplatz und Schölerberg und die Sportvereine.

Besonders angetan waren alle von zwei Institutionen, die noch nicht jeder kannte: Die Seniorenakademie ist so beliebt, dass deren Kurse teils aus allen Nähten platzen″, wie es hieß. Sie bietet unter anderem Gedächtnistraining, Tänze, EDV-Kurse, Handarbeiten und Kirchenbesichtigungen an. Vorbildlich an der Interessengemeinschaft Iburger Straße″ fand Herlitzius die Zusammenarbeit von Privatleuten und Gewerbetreibenden. Schließlich hätten Geschäfte und Betriebe auch ein Interesse an einem lebendigen Stadtteil und könnten sich zudem finanziell einbringen.

Auf der Haben-Liste waren jedoch auch Sorgenkinder: Zum Beispiel besteht die Nachbarschaftshilfe nur noch aus drei oder vier Akteuren. Aber die möchten das Ganze gerne neu anstoßen″, wusste Herlitzius, während ein anderer berichtete: Die Sportvereine würden gerne noch mehr Gesundheitssportkurse anbieten, bekommen aber keine Turnhallenzeiten.″ Räume fehlten auch anderen Akteure, die etwas auf die Beine stellen wollen, wussten Stadtteilakteure.

Und alle waren sich einige: Es fehlt an Treffpunkten und Plätzen, an denen Anwohner miteinander ins Gespräch kommen können. Die Mitarbeiterin eines Pflegedienstes erklärte, Ärzte und Pflegedienste bekämen mit, wer keine Sozialkontakte habe, und könnten diese Menschen ansprechen.

Heinrich Funke von der Arbeitslosenselbsthilfe bemängelte in Bezug auf fehlende Räume, dass Schulen nicht außerhalb des Unterrichtes genutzt werden könnten. Als weitere Hürden für Verbesserungen machten Anwohner und Akteure fehlende Budgets und mangelnde Unterstützung seitens der Stadtverwaltung aus.

Eine Anwohnerin berichtete, die Idee, seniorengerechte Geräte auf einem Spielplatz in Eigenregie zu bauen, habe nicht verwirklicht werden können. Denn diese passe nicht zum Spielplatzkonzept der Stadt. Anderen fehlte Hilfe seitens der Stadt bei der Organisation von Straßenfesten, zum Beispiel durch strukturelle Unterstützung in Form von dafür nötigen Straßensperren.

Nach gut zwei Stunden waren sich alle einig, dass der Abend nicht mehr, aber auch nicht weniger als ein Start gewesen sei. Ein weiterer Termin im Frühjahr wurde grob ins Auge gefasst. Außerdem wollten die Bürger ihre Wünsche und Forderungen durch den Seniorenbeirat dem Sozialausschuss übermitteln lassen und auch als Themen in die Bürgerforen einbringen.
Autor:
sarr


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