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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Wüsten-Bewohner haben den „Kragen voll″
Zwischenüberschrift:
Im dritten Jahr Lärm und Staub durch ein Baustofflager
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Der Parkplatz vor dem Uni-Sportzentrum an der Wüstenstraße dient nun schon im dritten Jahr als Lagerplatz für Baustoffe und Maschinen. Anwohner beklagen sich über Lärm und Staub und befürchten schon, dass die Belästigung zum Dauerzustand wird.

Osnabrück. Mit der Baustelle am Schnatgang fing es an. Die Tiefbauer brauchten einen Umschlagplatz für den Aushub, Sand und Schotter. Da bot sich der große Parkplatz an der Wüstenstraße an, auf dem selten mehr als eine Handvoll Autos zu sehen waren. Die Anwohner aus dem benachbarten Jahn-Carree nahmen es hin, weil die Bauarbeiten ja befristet waren.

Allerdings mit zusammengebissenen Zähnen, wie Bernd Holtkamp berichtet: Zwei Sommer lang, 2015 und 2016, hatten wir keine Möglichkeit, draußen zu sitzen″, sagt der Familienvater aus dem gegenüberliegenden Haus Wüstenstraße 44. Etwa 40-mal am Tag hätten Lastwagen ihre Ladungen abgekippt oder aufgeladen, Sandberge seien hin- und hergeschoben worden, Baggerlärm und Staub hätten zum Alltag gehört.

Als im Mai die Bauarbeiten am Schnatgang zu Ende gingen, gab es ein großes Aufatmen. Doch im Sommer kam die nächste Überraschung. Das Studentenwerk Osnabrück erweitert das Studentenwohnheim an der Jahnstraße um 41 Plätze. Und weil es auf dem Bauplatz sehr eng ist, wurden Baumaschinen und Materialien wieder auf dem Parkplatz an der Wüstenstraße deponiert sehr zum Leidwesen der Anwohner. Es gibt hier mindestens 50 Leute, die den Kragen voll haben″, sagt Bernhard Holtkamp. Er räumt allerdings ein, dass es zu weniger Lkw-Bewegungen komme als bei den Bauarbeiten am Schnatgang. Aber der Staub lege sich auf Terrassen und Balkone, er klebe an Fensterscheiben und Autos. Damit müsse endlich Schluss sein.

Stefan Kobilke, der kommissarische Geschäftsführer des Studentenwerks, kündigt ein baldiges Ende der Belästigung an. Die Bauarbeiten für das Wohnheim würden voraussichtlich noch bis zum August 2018 laufen. Aber der Lagerplatz sei dafür nicht mehr erforderlich. Noch in dieser Woche werde der letzte Bauschutt abgefahren. Anschließend werde der Parkplatz wieder zur Benutzung hergerichtet.

Dem Parkplatz ist nicht anzusehen, dass er geteilt ist und zwei verschiedene Eigentümer hat: Den größeren Part im Süden darf das Studentenwerk als Stellplatzfläche nutzen, der kleinere Teil im Norden steht der Universität als Sondergebiet″ zur Verfügung, etwa für die Erweiterung der Sportanlage.

Lagerplatz auf Dauer?

Ist es überhaupt zulässig, einen Parkplatz als Baustofflager oder Maschinenpark zu nutzen? Vorübergehend müssten Anwohner das hinnehmen, sagt Stadtsprecher Sven Jürgensen, sofern es um Bauarbeiten in der Nähe gehe. Werde eine Fläche dauerhaft als Lagerplatz genutzt, die in keinem Zusammenhang mit Baumaßnahmen stehe, bedürfe es einer Genehmigung durch das Bauordnungsamt. Sollte der Parkplatz an der Wüstenstraße als Flächenreserve für künftige Bauvorhaben dienen, müsste der Bebauungsplan geändert werden, gibt Jürgensen zu bedenken. Das sei derzeit aber nicht vorgesehen, weil der Stadt Osnabrück keine aktuellen Bebauungsüberlegungen vorlägen.

Bildtext:
Staubige Angelegenheit: Anwohner der Wüstenstraße ärgern sich über ein Baustofflager.

Foto:
Lahmann-Lammert
Autor:
Rainer Lahmann-Lammert


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