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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Gesundheitliche Folgen nicht absehbar
Zwischenüberschrift:
Leserbriefe
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zum Artikel Wie schadet Diesel der Gesundheit? (Ausgabe vom 8. September).

Es ist sehr erfreulich zu wissen, welch große fachliche Kompetenz unsere selbst ernannten , Experten′ haben. Nachdem der Bergbau, Atomkraft- und Kohlekraftwerke kein Thema mehr sind, hat man ein neues Spielfeld gefunden. Wurde doch vor gar nicht langer Zeit der Diesel als effizientes und umweltfreundliches Fahrzeug dargestellt, zählt er jetzt als Vergifter der Menschheit.

In dem Artikel wird ein Forscherteam der Zeitschrift . Nature′ zitiert, das errechnet hat, dass im Jahr 2015 38 000 Menschen und davon in der EU 11 400 vorzeitig verstarben, weil die vorgeschriebenen Grenzwerte nicht eingehalten wurden. Hallo?! Es ist schon starker Tobak, solch einen Schwachsinn zu veröffentlichen. Wie hat man so was errechnet, und hat man jeden Verstorbenen untersucht?

Eigentlich müsste Deutschland schon ausgestorben sein, denn es gab ja mal eine Zeit vor der Abgasreinigung. Ganze Generationen sind damit aufgewachsen, und unsere Umwelt war alles andere als sauber. Aber unter dem Motto , Was stört mich mein Geschwätz von gestern′ kann ja heutzutage alles veröffentlicht werden.

Diese , Experten′ müssen ja ein Betätigungsfeld haben, und wenn das Dieselthema irgendwann abgehakt ist, wird eine neue Sau durchs Dorf getrieben, man wird schon ein lukratives Thema finden.″

Werner Deffner

Papenburg

Was wird hier neben sachlich vernünftigen Informationen doch leider auch für ein extremer Unsinn geschrieben. Thomas Koch vom Karlsruher Institut für Technologie wird hier mit dem schwachsinnigen Vergleich Dieselrußausstoß versus Fahrradverschleiß beim Bremsen′ zitiert. Den Bremsstaub der Autos, der hochgiftig ist und in enormer Menge zur Auspuffemission der Autos noch hinzukommt, hat man bisher absolut aus dem Blickwinkel der , Umweltsünde Autofahren′ weggelassen.

Es gibt einen schönen Spruch: , Bremsen macht die Felgen schmutzig.′ Somit ist weniger Bremsen umweltfreundlicher. Wie wäre es also mal mit weniger Bremsen durch konsequente Nutzung der Schubabschaltung, so wie man es beim Spritspartraining lernen kann?

Der Blick auf die Verbrauchsanzeige macht dann noch zusätzlich fröhlich. Das gelingt aber nur, wenn man vom SUV-Thron aus vorausschauender fährt, ordentlichen Abstand hält und vor allen Dingen Gas- und Bremspedal nicht wie Ein-Aus-Schalter benutzt.″

Werner Stahl

Osnabrück

Bildtext:
Wie sehr der Diesel unserer Gesundheit schadet, ist nicht belegt, findet einer unser Leser. Auch eine jüngst veröffentlichte Studie mit Todeszahlen sei eher fragwürdig.

Foto:
dpa
Autor:
Werner Deffner, Werner Stahl


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