User Online: 1 | Timeout: 22:33Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Und nun fangen alle Überlegungen über den Krankenhausneubau wieder von vorn an
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Krankenhausneubau nicht mehr auf dem Westerberg?....

Schon seit einigen Jahren sind die Bürger des Stadtteiles Nord-West beunruhigt über die verkehrliche Entwicklung in den Wohngebieten und über den vorgesehenen Bau des neuen Krankenhauses auf dem Westerberg. Diese beiden Punkte wurden jetzt erneut vordringlich in der Jahreshauptversammlung des Bürgervereins Nord-West in der Ingenieurschule an der Albrechtstraße behandelt. Die große Zahl der Versammlungsteilnehmer sieht nach dieser Versammlung beruhigter in die Zukunft. Oberstadtdirektor Fischer betonte, der Bau der westlichen Umgehungsstraße - Teilstraße des mittleren Ringes - sei vordringlich und erklärte weiter, die Standortfrage für das neue Krankenhaus werde zur Zeit in den Ausschüssen des Rates wegen neuer Zusammenhänge noch einmal überprüft. Zum Jahresende werde der Rat sicherlich neu entscheiden.
Dipl.-Ing. Karl Heinz Lohoff hatte die Versammlung eröffnet Er gab einen Rückblick auf die Arbeit des letzten Jahres, die im wesentlichen immer wieder die Verkehrsverhältnisse und den Krankenhausneubau zum Gegenstand hatte. Diese beiden Probleme seien bisher leider keiner Lösung nähergekommen. Außerdem forderte der Vorsitzende die Entschärfung der Kreuzung Wachsbleiche/ Pagenstecherstraße, die Verbreiterung der Einmündungen des Walkmühlenweges und der Straße " Am Natruper Holz" in die Natruper Straße, die Beseitigung der unmöglichen Zustände am Großgrundstück Ecke Sedanstraße / Artilleriestraße, die Sperrung der Offenbachstraße für den Durchgangsverkehr und die endgültige Lösung des Problems Caprivikaserne einschließlich des THW-Geländes an der Caprivistraße.
Entsprechend einem früheren Beschluß, wonach jährlich ein anderes Mitglied des Vorstandes den Vorsitz übernehmen soll, wurde für ein Jahr Dipl.-Ing. Carl Möller mit dieser Aufgabe betreut.

Anliegerinteressen wahren

In aller Deutlichkeit und Offenheit sprach dann Steuerberater Bernhard Albers die verkehrlichen Belange des Stadtteils, insbesondere für die Anlieger der Caprivi-/ Albrechtstraße und der anliegenden Wohnstraßen an. Er stellte fest, daß mit der Anbindung der Caprivistraße an die Albrechtstraße eine Fehlentwicklung eingeleitet sei und diese noch verschärft werde durch die Absicht, von diesen Straßen her über den Sedanplatz hinaus einen Durchbruch zur Pagenstecherstraße als Autobahnzubringer zu bauen. Auch sei es unsinnig, durch den geplanten Krankenhausbau weiteren Verkehr in das bereits verkehrlich überlastete Wohn- und Erholungsgebiet zu leiten. Die Stadt mache sich schadenersatzpflichtig, wenn sie die vorgesehenen Maßnahmen weiter verfolge. Die von den Anliegern gegründete Interessengemeinschaft werde nicht tatenlos zusehen. Er forderte abschließend Rat und Verwaltung auf, sie sollten auf die sachlich begründeten und sachlich gerechtfertigten Stimmen der Bürger hören und diese berücksichtigen. Diese Ausführungen ergänzte Dr. Pfarr für eine in Bildung begriffene Interessenten-Gemeinschaft der Anlieger der Gluck-, der Händelstraße, des Lieneschweges und der Mozartstraße, Straßen   die durch das Fehlen des westlichen Umgehung ebenfalls   überlastet seien. Als besondere Gefahrenpunkte wurden die   Kinderspielplätze an der Gluck- sowie Händelstraße, die   Kreuzung des Wanderweges vom Westerberg zum Heger Holz mit de Gluckstraße sowie der starke Fußgängerverkehr am Altersheim   bezeichnet. Es sei erforderlich, mehr Rücksicht auf Kinder un alte Leute zu nehmen und Verkehrsbeschränkungen auf den genannten Straßen einzuführen.

Für das Jahr 2000 planen

Kaufmann Heinrich Hellmann befaßte sich eingehend mit dem Krankenhausneubau auf dem Westerberg. Er forderte eine stärkere Beachtung wirtschaftlicher Belange und sagte, die Anforderungen der Zukunft an ein Schwerpunktkrankenhaus seien größer als man es jetzt sehe. Die Entwicklung für die Zukunft müsse bei der Planung mehr beachtet werden. Das Krankenhaus müsse der ganzen Bevölkerung zur Verfügung stehen und entsprechend ausgebaut werden. Dabei solle es nicht nur Bedeutung für Osnabrück selbst, sondern auch für die Umgebung haben und für das Jahr 2000 geplant werden. Die neue Entwicklung müsse durch einen neuen Standortbeschluß des Rates anerkannt werden, weil das Gelände im Steinbruch auf dem Westerberg platzmäßig den für die Zukunft zu stellenden Anforderungen nicht gerecht werde.

Neuer Krankenhausstandort?

Oberstadtdirektor Fischer wies zuerst Vorwürfe zurück, Rat und Verwaltung hätten sich den Standortbeschluß für das Krankenhaus zu leicht gemacht. Die jetzt erkennbaren Besonderheiten habe man damals nicht voraussehen können. Durch die Überlegungen, die Kinderklinik mit in den Krankenhausbereich einzubeziehen und die Möglichkeit, daß das Krankenhaus ein Universitäts-Krankenhaus werden solle, hätten neue Überlegungen erforderlich gemacht.
Diese Gründe seien so schwerwiegend, daß die Standortfrage nochmals geprüft werde. Bevor ernstlich mit der Planung und dem Bau begonnen werde, solle eine neue Entscheidung vom Rat getroffen werden. Dabei sei zu berücksichtigen, daß ein Universitätskrankenhaus zusätzlich Hörsäle und Wohnheime für Studenten erfordere. Die endgültige Entscheidung werde in den letzten Monaten dieses Jahres fallen, dabei würden die Sorgen der Westerbergbewohner berücksichtigt. es werde dafür gesorgt werden, daß der Westerberg ein echtes Erholungsgebiet bleibe.

Neue Straßenführung

Zur westlichen Umgehungsstraße stellte der Oberstadtdirektor fest, sie müsse schnellstens kommen. Mit den entsprechenden Plänen würden sich die zuständigen Ausschüsse schon in Kürze befassen. Teilweise seien Grundstücke schon angekauft. Die Umgehung sei eine dringende Notwendigkeit, um den Verkehr aus den Wohngebieten fernzuhalten. Zum Problem Caprivi-Kaserne habe die Bundeswehrverwaltung in Hannover leider keine Hoffnung gemacht, daß sie endgültig frei werde. Man versuche jedoch, weitgehendst für tragbare Verhältnisse zu sorgen. Verständnis zeigte der Oberstadtdirektor auch für die Forderung, den Durchbruch zur Pagenstecherstraße vom Sedanplatz erst zu bauen, wenn die westliche Umgehung fertig sei.
Senator Dr. Schomakers bestätigte die Berichte in bezug auf den Krankenhausbau. Nach seinen Ausführungen hielten es alle Experten für erforderlich, ein Hauptschwerpunkt-Krankenhaus zu bauen, dem Spezialkliniken angegliedert seien. Daher mache man sich neue Gedanken und man solle froh sein, mit dem Neubau noch nicht jetzt begonnen zu haben. Man habe sonst kostspielige Umplanungen vornehmen müssen. Außerdem sei die Finanzierung neuerdings günstiger, weil der Krankenhausbau als eine Gemeinschaftsarbeit von Bund Ländern und Gemeinden angesehen werde. Somit würden die Zuschüsse größer. Eindeutig betonte Dr. Schomakers, man denke nicht daran, das Krankenhauswesen zu zersplittern. Man wolle endlich vom " Filialsystem" herunter.


Anfang der Liste Ende der Liste