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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Der Rubbenbruchsee wird echtes Erholungsgebiet
Zwischenüberschrift:
Karl Kühling sprach beim Laischaftsrundgang über Naturschutz
Artikel:
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Originaltext:
Der Rubbenbruchsee wird echtes Erholungsgebiet - Karl Kühling sprach beim Laischaftsrundgang über Naturschutz

Überraschend stark war trotz des schlechten Wetters der Rundgang der Heger Laischaft. Da die Besichtigung des Rubbenbruchseegeländes dem Regen zum Opfer fiel, sprach Wort- und Buchhalter Karl Kühling in der Gaststätte Barenteich zu diesem Thema, Er ging davon aus, daß mit der Anlegung des Rubbenbruchsees zwischen Heger Holz und Hakenhof auf städtischem Gebiet mit Wald und See und Feld und Wiese ein schönes Stück Heimat und ein echtes Erholungsgebiet entstehen solle.
" Nun sind aber mehrfach besorgte Fragen an mich gerichtet," fuhr der Wort- und Buchhalter fort, " ob diese Zweckbestimmung eingehalten würde." Er unterstrich mit allem Nachdruck, daß bei allen Besprechungen der Laischaftsvertreter mit der Stadt die Planung stets in diesem Sinne und diese Richtung ginge. Das ist auch im Vertrag zwischen Stadt und Heger Laischaft bezüglich des Grundstückstausches festgelegt und durch Protokolle detailliert.
Auf Veranlassung der Bauverwaltung ist es auch zu einem Gspräch zwischen Vertretern des Regierungspräsidenten, des Landkreises, der Gemeinde Atter, des Kreisbauftragten für Naturschutz und Landschaftspflege, des Planungsinstitutes Dr. Scholz, der Heger Laischaft und vor allem aller beteiligten Ämter der Stadtverwaltung gekommen, die allein dem Thema Rubbenbruchsee galt.

Technische Gestaltung

Wie Stadtbaurat Cromme einführend erläuterte, war sicherzustellen, daß der Rubbenbruchsee gegen Mißbräuche aller Art geschützt wird und als stilles, natürliches Erholungsgebiet erhalten bleibt. Es wurde dabei klar, daß eine absolute Übereinstimmung hinsichtlich der Zielsetzung bestand und daß auch die Gemeinde Atter, die ja zu einem Teil des Sees Anlieger wird, vorbehaltlos in der gleichen Richtung zu planen wünscht.
Kurz vor dem Rundgang wurde Karl Kühling nun von anderer Seite auf Befürchtungen aufmerksam gemacht, die hinsichtlich der technischen Gestaltung des Rubbenbruchsees bestehen könnten. Die dem Planungsentwurf für den Rubbenbruchsee beigefügte Profilskizze verweist auf eine gleichmäßige Abschrägung der Böschung vom Seegrund zum Ufer. Das lasse befürchten, wurde gesagt, daß Anpflanzungen zur Bildung eines Schilfgürtels von See- und Teichrosen oder Wasserschwertlilien erschwert würden. Durch Einbau einer horizontal verlaufenden Zwischenstufe könnten diese Schwierigkeiten leicht aus dem Wege geräumt werden.
" Ich habe nicht die geringsten Bedenken, daß die Stadt auch diesen technischen Bedenken gern nachgehen wird", meinte der Wort- und Buchhalter, " nachdem sie bislang alle naturschützerischen Bestrebungen in diesem Gebiet so bedingungslos vertreten hat."

Rekultivierung

Die Bundesanstalt für Vegetationskunde, Naturschutz und Landschaftspflege habe für die Rekultivierung von entstehenden Baggerseen Bestimmungen erlassen, von denen Karl Kühling zitierte:

- Böschungen, Gesimse und Grubensohle sind mit Feinmaterial, belebtem Boden und Mutterboden so stark anzudecken, daß Begrünung möglich ist.
- Alle Flächen oberhalb des Wasserspiegels sind baldmöglichst in Kultur zu nehmen. Böschungen, Berme und Gesimse sind durch Grüneinsaat zu sichern und mit standortgerechten Gehölzen zu bepflanzen.
- Die Befestigung und Begrünung der Ufer ist durch Aussaat oder Aussetzen von Stecklingen oder Wurzelballen von Schilf, Rohrkolben usw. einzuleiten. An das Ufer sind zusätzlich Gruppen von Ufergehölz zu pflanzen.
- Diese Rekultivierungsmaßnahmen sind bis Ende April eines jeden Jahres auf den bis dahin endgültig ausgebeuteten Flächen durchzuführen.

Olle use

Karl Kühling will seine Unterlagen des Bundesamtes der Stadt gern zur Verfügung stellen und sagte: " Mit dem Heger Holz zugleich Landschaft und Natur des weiteren Gebietes zu schützen, ist eine Aufgabe der Stadt wie der Heger Laischaft. Es geht dabei längst nicht mehr nur um das enge ehemalige Gebiet der Heger Laischaft in der Altstadt, sondern um die Weststadt, um die ganze Butenburg mit Heger und Natruper Laischaft, um die ehemalige Martinianer Laischaft und alle vorgelagerten neuen Gebiete.
Wenn die Heger Laischaft Mitarbeit am Rubbenbruchsee in diesem Geiste sehen und daran mitwirken will, daß das Heger Holz mit dem Rubbenbruchsee und dem Hakenhof zu einem ausgedehnten Natur- und Landschaftsschutzgebiet zusammenwächst, kann sie in rechter Nachfolge ihrer Vorfahren " Olle use" sagen .....


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