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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
3 Millionen Mark kostet der Ausbau des Walles
Zwischenüberschrift:
Der Ring hat eine Verteilerfunktion - Grünanlagen sind wichtig - Große Veränderungen
Artikel:
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Originaltext:
3 Millionen Mark kostet der Ausbau des Walles ...

Die Bauarbeiten auf der Großbaustelle vom Heger Tor bis zum Hasetor machen gute Fortschritte. Das erklärte gestern Stadtbaurat Cromme in einer Pressekonferenz, in der Stadt-Oberbaurat Jäger über den Stand der Straßenbauarbeiten im Zuge des " Inneren Ringes" referierte. Die Bauarbeiten begannen im Herbst 1967. Sie werden vermutlich im Frühjahr 1969 beendet sein. Das Gesamtprojekt kostet 3 Millionen DM. Der Bund zahlt Zuschüsse. Die Schwierigkeiten an der Baustelle bestehen darin, daß einmal " unter Verkehr" gebaut werden muß, und zum anderen überaus zeitraubende Folgearbeiten ausgeführt werden müssen.
Ganze Bündel von Kabeln, so sagte Oberbaurat Jäger, müssen in den einzelnen Bauabschnitten des Wallausbaues neu verlegt werden. Es sind u. a. Kabel für die Stromversorgung, Kabel für die Signalanlagen. Es sind aber auch Gasleitungen und Wasserleitungen.
Längs- und Querverbindungen sind neu herzustellen, und auch die Oberflächenentwässerungsleitungen verlangen einen Umbau. Die Straßenbauarbeiten werden in vier Bauabschnitten ausgeführt:
1. Heger Tor bis Rißmüllerplatz, 2. Rißmüllerplatz bis Vitihof, 3. Bergstraße, Wall bis Natruper Straße und 4. Natruper Straße bis Stüvestraße.

Problem Bergstraße

An der Baustelle zwischen der Bergstraße und dem Heger Tor sind zur Zeit oft nur wenige Arbeiter tätig. Sie sind mit schwierigen Kabelverletzungen beschäftigt, die nicht von einem großen Aufgebot an Arbeitskräften ausgeführt werden können. Alle Vorarbeiten zum Ausbau des Kreuzungspunktes werden jedoch in einigen Wochen abgeschlossen sein, so daß dann im Großeinsatz der eigentliche Straßendeckenausbau erfolgen kann. Die Bergstraße kann im Zuge dieser Arbeiten leider nur einen provisorischen Zugang erhalten, da der Stadt erwerbsmäßig am Ritz-Filmtheater noch einige Quadratmeter Grund und Boden für den endgültigen Ausbau fehlen. Wie jetzt schon ersichtlich, wird die Bergstraße ein stärkeres Gefälle als bisher erhalten: 8, 6 Prozent ...

Neue Grünanlagen

Schwierigkeiten bereitet auch der Ausbau der Einmündung der Natruper Straße in den Ring, bei dem die vorhandenen Grünanlagen nach Möglichkeit geschont werden sollen. Wo sie jedoch angeknabbert werden müssen, versucht man, sie an anderer Stelle zu erweitern. So wird die Stadt nunmehr vom Rißmüllerplatz aus jenen seit vielen Jahren geplanten direkten Verbindungsweg zur Lürmannstraße schaffen, der später einmal bis zum Kammweg des Westerberges weitergeführt werden soll. Die Mauern der Grünanlagen am Rißmüllerplatz werden wegen des tieferliegenden Straßenniveaus versetzt. Die fünf Springbrunnen verschwinden. Drei neue Wasserbecken werden dafür an anderer Stelle angelegt. Die Einmündung der Natruper Straße auf den Wall wird sich in Zukunft sechsspurig vorstellen.

Fünf Monate Bauzeit

Behinderungen wird es in der nächsten Zeit für den Verkehr an der Kreuzung Wall/ Stüvestraße geben. Hier entsteht ein unterirdisches Überlaufwerk für Regenwasser, das eine Bauzeit von etwa fünf Monaten verlangt. Gleichzeitig muß ein wahrer Wust von Versorgungsleitungen vor dem Ausbau der Fahrbahnen neu verlegt werden. Von der Einmündung Stüvestraße bis zur Natruper Straße bleiben den Anliegern die Vorgärten erhalten. Anlieger und Stadt kamen darin überein, diese Vorgärten nunmehr einheitlich zu gestalten, wobei die bisherigen teilweise hohen Eisengitter-Einfriedungen verschwinden werden.

Grünflächenplanung

Gartenbaurat Plonsker ergänzte die Ausführungen des stellv. Leiters des Tiefbauamtes, Oberbaurat Jäger, mit Ausführungen über die Grünflächenplanung im Zuge des Walles. Es sei das Bemühen der Stadt, den Bestand an Grünflächen nicht zu verringern. Vor dem Stüvehaus am Heger Tor schaffe die Stadt eine durchaus großstädtische Grünanlage. Wenn Bäume dem Verkehr weichen mußten, würden sie an anderer Stelle neu gepflanzt. Allerdings werde von diesen Anpflanzungen erst die nachfolgende Generation profitieren. Die Bruchsteinmauer gegenüber dem Heger Tor bleibe nicht so kahl, wie sie heute aussehe. Auch sie erhält Grün. Die hohe Winkelstützmauer sei erforderlich gewesen, so fügte Baudirektor Becker hinzu, um den Höhenunterschied von vier Metern, der einen starken Geländedruck ausübe, aufzufangen.
Der Ausbau des " Inneren Ringes", zeigt sich immer deutlicher, hat als Verteiler des Verkehrs eine wachsende Bedeutung. Das gilt erst recht dann, wenn in absehbarer Zeit die Hansalinie und bald vielleicht auch die E 8 fertiggestellt sein wird.


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