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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Das geplante Altersheim an der Bergstraße mit sechs Stockwerken unerwünscht
Zwischenüberschrift:
Julius-Heywinkel-Stiftung muß noch Monate auf die Baugenehmigung warten
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Das geplante Altersheim an der Bergstraße mit sechs Stockwerken unerwünscht - Julius-Heywinkel-Stiftung muß noch Monate auf die Baugenehmigung warten - von unserem Redaktionsmitglied Wolf-Rüdiger Neurath

Die Julius-Heywinkel-Stiftung will auf dem Westerberg ein Altersheim bauen. Für dieses Heim ist auch schon vor Jahren ein Grundstück angekauft worden: etwa 7500 Quadratmeter Boden zwischen der Bergstraße und der Edinghäuser Straße. Auf diesem Grund steht die ehemalige Kromschrödersche Villa, in der lange Jahre das Internat Krüger untergebracht war. Die Villa verfällt, der Garten verwildert, und die Julius-Heywinkel-Stiftung kommt mit ihrem Projekt Altersheim Westerberg nicht voran. Am Geld liegt es nicht. Die Finanzierung ist gesichert, aber die Anlieger der Bergstraße protestieren: " Der Bau dieses Altersheimes vermindert den Wert unserer Grundstücke."
Nach dem Bebauungsplan war bereits auf dem Grundstück der Kromschröderschen Villa ein Altersheim vorgesehen. Die Stadtplaner hatten jedoch an ein zweigeschossiges Gebäude gedacht. Ein Altersheim in einem Hochbau ist aber rationeller als in einem Flachbau. Die Stiftung reichte daher beim Bauordnungsamt der Stadt den Bauantrag für ein sechsgeschossiges Gebäude ein.
" Nach geltendem Recht kann das Bauordnungsamt eine Ausnahmegenehmigung erteilen", meinte Oberbaurat Dipl.-Ing. Fehrensen. Voraussetzung sei allerdings, daß die Anlieger der benachbarten Grundstücke keine Einwände gegen die Ausnahmegenehmigung haben. Und an diesen Einwänden von Anliegern der Bergstraße und der Edinghäuser Straße scheiterte bisher die schon lange geplante Errichtung des Altersheimes.
Die in der Mariengemeinde verankerte Heywinkel-Stiftung wollte gleich nach dem Auszug des Internats Krüger aus der Villa mit den Abbrucharbeiten und dem Neubau beginnen. Da jedoch die Baugenehmigung noch fehlt, will sie mit dem Abbruch der alten Villa noch warten.
Inzwischen erregt das verfallende Gebäude öffentliches Ärgernis. Rowdys zerschlagen die Fensterscheiben und wüten in den Innenräumen. In den großen Sälen des Hauses sollen auch schon mehrfach Pennbrüder übernachtet haben. Die Wach- und Schließgesellschaft kann das Gebäude nicht mehr ausreichend schützen.
Rat und Verwaltung der Stadt begrüßen den Bau eines Altersheimes aus Initiative der Heywinkel-Stiftung. Und sie wollen der Stiftung helfen. Die Verwaltung hat nach den Richtlinien des Bundesbaugesetzes ein Änderungsverfahren zum Bebauungsplan Westerberg eingeleitet. Im Änderungsentwurf soll eine klar abgegrenzte Fläche für das sechsgeschossige Hauptgebäude des Altersheimes ausgewiesen werden.
Doch bis diese Änderung als Satzung der Stadt Osnabrück Gültigkeit erlangt hat und die Heywinkel-Stiftung ihr Heim bauen kann, werden noch viele Monate vergehen. Oberbaurat Fehrensen rechnet damit, daß die Satzung erst im Februar oder März des kommenden Jahres vom Rat verabschiedet werden kann.
Bis dahin verfällt die ehemalige Kromschrödersche Villa weiter, werden sich die Anwohner der Bergstraße und der Edinghäuser Straße noch über die Zustände auf dem Eckgrundstück ärgern, bis dahin bleibt der Grundbesitz ungenutzt.


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