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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Um den Westerberg
Zwischenüberschrift:
Leserbrief
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
An die Redaktion. Eine Frage: Wer sorgt dafür, daß die Versprechungen gehalten werden, die Rat und Verwaltung gegeben haben, als der Plan um die Westerberglandschaft vorgelegt und diskutiert wurde? Damals versprachen Rat und Verwaltung fest, daß man hier trotz der Randbebauung ein echtes Erholungsgebiet schaffen wolle. Schon damals gab es im Rat einige und in der Bevölkerung viele Stimmen, die meinten, daß man Versprechen gebe, an die man sich später nicht gern erinnern werde. Böse Zungen raunten sogar, daß man später sicherlich mit guten Beziehungen mehr erreichen werde, als zunächst zugelassen werde.
Seit der Vorlage der Pläne um den Westerberg sind nun rund acht Jahre vergangen. Wenn man die Pläne von damals mit der Wirklichkeit von heute vergleicht, kommt man als objektiver Beobachter nicht um die Feststellung herum, daß die Zweifler mit ihrer Argumentation gar nicht unrecht hatten und die Zusagen von Rat und Verwaltung nicht immer gehalten wurden.
In den Ursprungsplänen ist nichts von der Ingenieurschule z sehen. Nun, das mag hingenommen werden, weil sie damals nicht zur Debatte stand. Festzustellen bleibt aber, daß an Stelle einzelner hier vorgesehener Häuser ein großer Baukomplex entstanden ist. Wer aber die Erfordernisse einer Ingenieurschule kennt und weiterhin weiß, daß man auch in Osnabrück gern eine Ingenieurschule für Hochbauer haben möchte, sieht den Tag bereits herangekommen, an dem das Hochschulgelände erweitert werden muß.
Weiter wurden auf der Westseite des Berges Kleingärten gebaut. Auch hier hat man sich nicht nach den ursprünglichen Plänen gerichtet und die Gärten weiter zur Kuppe vorgezogen. Den Spaziergängern wird dadurch der freie Blick nach Nordwesten dadurch zu einem Teil genommen.
Nach einem Ratsbeschluß wird zwischen der Blumenthalstraße und der Edinghäuser Straße ein Studentenwohnheim als Hochhaus gebaut. Von einem Hochhaus war in den ursprünglichen Plänen zumindest an dieser Stelle nichts zu sehen.
Es ist immer wieder gesagt worden, daß für die Spaziergänge der Blick vom Westerberg frei bleiben soll. Wie sieht es damit in Wirklichkeit aus? Ein ganz krasses Beispiel ist der Neubau gleich hinter der Muesenburg. Wie Ratsherr Kreft vor kurzem feststellte, ist das Haus 80 Zentimeter höher geworden, als es die Bauordnung vorsieht. Wer ist für diesen Fehler verantwortlich? Diese Frage ist leider nicht beantwortet worden. Die Osnabrücker Bürger aber haben das Nachsehen.
In der für den Westerberg besonders erstellten Bauordnung war für den Richard-Strauß-Weg der Bau von Wohnbungalows vorgesehen. Was geschieht hier jetzt? Es wird zumindest in einem Falle von der Norm abgewichen. Zwei parallel laufende Baukörper werden errichtet, und es ist nach den Plänen unschwer zu erkennen, daß ein Teil zu gewerblichen Zwecken genutzt werden soll. Die Baugenehmigung hat das Bauordnungsamt der Stadt gegeben, nachdem der von der Bauverwaltung befürwortete Dispens von der Regierung erteilt wurde.
Da nützte es nichts, daß der Oberstadtdirektor Einspruch erhob und den Verwaltungsausschuß des Rates einschaltete. Dieser nämlich gab seine Zustimmung. Und so wird es in dem Erholungsgebiet Westerberg eben zu einem verstärkten Fahrzeugverkehr kommen. Was nützen da Pläne und Zusagen? Wo bleibt die Gleichbehandlung aller Bürger und insbesondere derjenigen, die hier gebaut haben und gezwungen wurden, sich an die alte Bauordnung zu halten?
Wer sorgt dafür, daß endlich Schluß gemacht wird mit den Ausnahmegenehmigungen im Westerberggebiet? Die Anlieger des Westerberges und die Bürger der Stadt, die hier Erholung suchen, haben ein Recht darauf, daß Zusagen und Versprechungen auch vom Rat und der Verwaltung gehalten werden.
Osnabrück Diedrich Buermeyer
Schubertstraße 18
Autor:
Diedrich Buermeyer


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