User Online: 2 | Timeout: 22:48Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Wüste: Ausdehnung der Besiedlung.
Zwischenüberschrift:
Oberbaurat Dr. Göbel referierte in einer SPD-Versammlung - Lichtbildervortrag.
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Wüste: Ausdehnung der Besiedlung ...

Auf einer SPD-Versammlung sprach Oberbaurat Dr. Göbel über das Thema: " Kommunalpolitische Probleme des Wahlbezirks Neustadt-Westerberg." Insbesondere ging er auf die Verbesserungen im Siedlungsgebiet " Wüste" ein und erläuterte ausführlich die Grünflächen- und Verkehrsplanung, wie sie vom Stadtinnern bis in die freie Landschaft vorgesehen ist. An Hand von Lichtbildern verdeutlichte Dr. Göbel die Grundkonzeption einer abwechselnd dichten und aufgelockerten Bebauungsweise.
Gemäß seinen Ausführungen ist mit einer fühlbaren Ausdehnung der Besiedlung in der " Wüste" zu rechnen, wo schätzungsweise rund 4000 Menschen nach und nach hinzuziehen werden. Durch eine ausgedehntere Kanalisation und Regenauffangbecken soll hier ein Schutz vor heftigen Wolkenbrüchen geschaffen werden, die bisher an vielen Stellen zu Überschwemmungen führten und das Wasser bis in die Keller der Häuser eindringen ließen. Hinzu kommt die Aufhöhung einiger Straßen und besonders tief gelegener Grundstücke. Im Bereich zwischen Blumenhaller Weg und Martinistraße ist die Sanierung des Kanalnetzes geplant, in dem die Abwässer noch im Mischsystem abgeführt werden. Ein entsprechendes Gutachten wird bereits angefertigt.
An die drei neuen Hochhäuser an der Ecke Rheiner Landstraße / Mozartstraße, die für Alleinstehende und kinderlos Familien gedacht sind, soll sich nach Westen hin ein ausgedehntes Flachbaugebiet anschließen. Das Bauamt strebt möglichst kleine Grundstücke an und Bauformen, die sich in Einfamilienhäusern verdichten, so daß sogenannte " grüne Stuben" entstehen. In unmittelbarer Nähe des Schweizerhauses erheben sich demgegenüber demnächst drei- bis viergeschossige Häuser, die durch ihre Anordnung Innenräume bilden.
Große Schwierigkeiten ruft die Erhaltung der Grünflächen hervor, die vom Zentrum bis zum Stadtrand die Bebauung umschließen sollen. Man will verhindern, daß sich die Osnabrücker eines Tages in ihr Auto setzen müssen, um einem Häusermeer zu entfliehen. Dementsprechend bleibt die Kuppe des Westerberges als wichtigster Grünzug ziemlich unverändert bestehen, werden die parkähnlichen Anlagen um das Schloß herum neu gestaltet.
Der Westerberg soll auf keinen Fall von Hauptverkehrsstraße zerrissen werden, obwohl gerade auf dem westlichen Teil der Umgehungsstraße mit der höchsten Frequenz zu rechnen ist. Als Zubringer zur E 8 wird die Martinistraße zur meistbefahrenen Verkehrsader der Stadt.
In bezug auf die Neugestaltung der Innenstadt meinte Dr. Göbel, daß ein Städtebauförderungsgesetz, wie es der Bundesregierung jetzt im Entwurf vorliegt, eine wesentliche Hilfe bedeute. Osnabrück würde wahrscheinlich für diese Bestimmungen zum Testfall in Norddeutschland.
Abschließend wies Oberbürgermeister Kelch erneut auf die große Bedeutung der Kommunalwahlen hin und stellte die Kandidaten der SPD namentlich vor.


Anfang der Liste Ende der Liste