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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Alle Jahre wieder stinkt die Hase
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Alle Jahre wieder stinkt die Hase - Wer ist verantwortlich für die Säuberung - Es geschieht noch nichts
Einen scheußlichen Anblick bietet zur Zeit die Hase in der Osnabrücker Innenstadt. Schlingpflanzen bedecken an einigen Stellen die ganze Wasseroberfläche. Von einem Fluß ist hier kaum noch zu sprechen. Alle Jahre wieder wird der Wasserlauf in den Sommermonaten zu einem stinkenden Tümpel. Alle Jahre wieder fragen sich die Osnabrücker: Wer trägt die Verantwortung, wer sorgt hier für Säuberung?
Soviel war darüber herauszubekommen: Seit dem 7.7.1960 besteht ein neues niedersächsisches Wassergesetz, kraft dessen Unterhaltungsverbände errichtet wurden, die für die Pflege von Wasserläufen II. Ordnung zuständig sind. Die Hase im Bereich der Stadt müßte demnach der " Unterhaltunsgverband 96 obere Hase von der Quelle bei Wellingholzhausen bis zur Einmündung des Goldbachs" sauberhalten. Er kann es jedoch nicht, denn er besteht bislang nur auf dem Papier. Ihm fehlen die Organe.
Laut ministeriellem Beschluß ist der Verband erst ab 1.1.1965 verpflichtet, seine Arbeit aufzunehmen. Bis dahin darf der jetzige Zustand andauern, daß der Unterhaltungsverband 96 lediglich ein juristischer Begriff ist.
Ist das nun so aufzufassen, daß die Hase frühestens Anfang nächsten Jahres von dem Unkraut befreit wird? Nein, das heißt es nicht, denn so lange der Unterhaltungsverband 96 noch nicht tätig geworden ist, solange bleibt die Sorge um die Reinigung der Hase bei dem bislang verantwortlichen Verband, bei dem " Wasser- und Bodenverband zur Unterhaltung der Hase von der Pernickel- bis zur Neuen Mühle".
Sein erster Vorsitzender, Dr. Lüdenburg, wußte bis vor einigen Tagen nichts von dieser noch bestehenden Sorgepflicht. Er hatte angenommen, daß der Unterhaltungsverband 96 inzwischen an die Arbeit gegangen sei. Als er sich über die tatsächliche Lage Klarheit verschafft hatte, erklärte Dr. Lüdenburg, er wolle die Hase so schnell wie möglich säubern lassen. Im Augenblick, so meinte er, bestünden jedoch Schwierigkeiten. In den Sommermonaten würde die Beseitigung der Schlingpflanzen praktisch wertlos sein, da sie schon nach kürzester Zeit nachwachsen würden.
Bezahlt wurde die Reinigung der Hase bislang von den Anliegern der Hase. Künftig werden aber alle, die im Einzugsbereich des Flusses wohnen, ihren Teil dazu beitragen müssen. Also alle, die in dem Gebiet ansässig sind, aus dem die Hase ihr Wasser erhält.


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