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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Leserbrief.
Artikel:
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Originaltext:
Sehr geehrte Herren! Wir danken Ihnen dafür, daß auch Sie sich des " Problems" der beabsichtigten Errichtung von Mietshochhäusern an der Einmündung der Mozartstraße in die Rheiner Landstraße angenommen haben. Wir haben den beigefügten Einspruch bei der Stadt Osnabrück eingereicht. Die Einspruchsschrift ist von 73 Grundstückseigentümern und Anwohnern unterzeichnet.
Wir, die unterzeichneten Grundstückseigentümer und Anwohner erheben hiermit gegen den Bebauungsplan Nr. 69 Einspruch und bitten dringend unsere Einwendungen zu prüfen, uns notfalls persönlich anzuhören und den Bebauungsplan dahin abzuändern, daß auf jeden Fall die vorgesehene Errichtung der Mietshochhäuser unterbleibt.
Unter Vorbehalt weiterer Begründung wird zunächst und zur Wahrung der Frist folgendes vorgebracht.
1. Nach dem Bebauungsplan der Stadt Osnabrück liegt das Plangebiet in einer großräumigen Bauzone, die die eingeschossige offene Bauweise (BIO) vorschreibt.
Es handelt sich also um ein Baugebiet, das seiner ganzen Planung und auch tatsächlichen Anlage nach dazu bestimmt und geeignet ist, als reines Erholungswohngebiet mit seinen villenartig angelegten, überwiegend eingeschossigen in Gartengrundstücken gelegenen Einzelhäusern den darin wohnenden Personen Ruhe und Erholung zu vermitteln.
Die Stadt Osnabrück hat auch dankenswerterweise sorgfältig darüber gewacht, daß bei den Baugenehmigungen diese der Planung zugrunde liegende Konzeption gewahrt blieb.
Im Vertrauen darauf, daß dieser Bebauungscharakter erhalten bleibt, haben wir nicht unerhebliche Aufwendungen auf uns genommen, unseren Familien, vornehmlich auch unseren Kindern, diese ruhigen und erholsamen Wohnstätten zu schaffen.
Mit Bestürzung ersehen wir aus dem Plan Nr. 69 nunmehr, daß in diesem eingeschossigen und aufgelockerten Wohnbaugebiet ein für Osnabrück in seiner Ballung einmaliges System von drei 14 stöckigen Wohnhochhäusern mit entsprechenden Nebenanlagen gebaut werden soll.
Nach dem Plan soll jedes der Hochhäuser über 50 m hoch werden und jeweils etwa 60 Wohnungseinheiten umfassen.
Das führt zu einer Zusammenballung von 180 Wohnungen auf engstem Raum. Das Plangebiet liegt auf dem ansteigenden Westerberg.
Der Aufbau dieses Hochhauskomplexes an dieser exponierten Stelle führt zu einer regelrechten und untragbaren Verunstaltung unseres Wohngebietes.
Soweit wir ersehen, handelt es sich bei diesen Hochhäusern um die höchsten Häuser der Stadt Osnabrück.
Das Hochhaus der Mannheimer Versicherung am Berliner Platz umfaßt nur elf Stockwerke.
Bei dessen Planung ist zur Erledigung der dagegen vorgebrachten Einwendungen ausgeführt worden, es werde ein optisches Gegengewicht zu dem unschönen Gasometerzylinder geschaffen; zudem liege das Hochhaus in der ohnehin hochgebauten City der Stadt.
All diese Erwägungen scheiden bei den in unserem Wohngebiet geplanten drei Einzelhochhäusern vollständig aus.
Es stellt eine durch nichts zu rechtfertigende Verunstaltun unseres hier noch schönen und homogenen Wohngebietes dar, wenn ausgerechnet hier mit 14 Stockwerken die höchsten Gebäude der Stadt Osnabrück gebaut werden sollen.
Dafür haben wir kein Verständnis.
2. Noch unverständlicher wird uns diese Planung, wenn berücksichtigt wird, daß im unmittelbaren Anschluß das von der Stadt schon seit langem geplante und propagierte großzügige mit recht erheblichen Kosten verbundene Erholungsgebiet " am Rubbenbruch und Heger Holz" geschaffen werden soll.
Statt dem jetzt durch unser eingeschossig und aufgelockert gebautes Wohngebiet vorhandenen gleitenden Übergang von der dreigeschossig bebauten Zone an der Rheiner Landstraße zu erhalten, um einen Übergang in das geplante Erholungsgebiet zu finden, soll ein Komplex von drei 14 stöckigen, 50 m über den Hügel des Westerbergs aufragenden Wohnhochhäusern geschaffen werden; ein unser Wohngebiet verunstaltendes und störendes Bauwerk, gegen dessen Errichtung wir uns schärfstens wenden.
Osnabrück Namen und Anschriften sind der Redaktion bekannt.


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