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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Haseüberbrückung soll Große Straße entlasten
Artikel:
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Originaltext:
Haseüberbrückung soll Große Straße entlasten - Aber Grundstücksverhandlungen lassen sich nur schleppend an - Werden Mittel für dieses Projekt im Haushalt 1964 ausgewiesen?
Das Thema Haseüberbrückung ist nicht neu. Aber diese Thema rückt jetzt in das entscheidende Stadium. Das Liegenschaftsamt der Stadt Osnabrück steht in Verhandlungen mit den Anliegern beiderseits der Hase, deren Grundstücke erworben werden müssen, um die Voraussetzungen für die technische Abwicklung der Überbrückung der Hase zu schaffen. Über diese Grundstücksverhandlungen ist bisher lediglich bekannt geworden, daß ihr Verlauf ein wenig schleppend ist, was erfahrungsgemäß immer dann der Fall ist, wenn sich öffentliche und private Interessen berühren. Die technische Seite der Haseüberbrückung bereitet zwar auch einiges Kopfzerbrechen, dürfte im Endeffekt jedoch zu den erhofften Zielen führen.
Über den Zeitpunkt der Durchführung der Haseüberbrückung zu sprechen, dürfte im Augenblick noch etwas verfrüht sein, zumal der gesamte mit der Haseüberbrückung zusammenhängende Fragenkomplex noch vom Rat der Stadt behandelt werden muß. Immerhin ist damit zu rechnen, daß die in den letzten Monaten des Jahres aktuellen Beratungen über den Osnabrücker Haushaltsplan für das Jahr 1964 das Thema Haseüberbrückung einschließen werden. Ob im nächsten Jahr bereits mit dem Baubeginn gerechnet werden kann, ist eine zur Zeit noch völlig ungewisse Frage. Einmal, weil der Rat der Stadt noch grundsätzlich zu diesem Projekt Stellung nehmen muß, zum andern, weil nicht abzusehen ist, wann die Grundstücksverhandlungen abgeschlossen sein werden.
Bei der nach unseren Informationen jedoch allgemein positiven Einstellung des Rates der Stadt zum Projekt der Haseüberbrückung wird aber wohl letztlich der Baubeginn weitgehend von dem erfolgreichen Abschluß der Grundstücksverhandlungen abhängig sein. Eine Situation, die die betroffenen Anlieger beiderseits der Hase vor eine keineswegs einfache Entscheidung stellt: Auf der einen Seite ist das immer größer werdende Verkehrsdilemma in der Großen Straße und in der Möserstraße eine nicht zu leugnende Tatsache und verlangt dringend nach Abhilfe - die zu einem großen Teil mit der Überbrückung der Hase gegeben wäre -, auf der anderen Seite bedeutet aber auch fraglos die Aufgabe der unmittelbar an der Hase gelegenen Grundstücksteile für einige der betroffenen Anlieger einen schmerzlichen Verlust.
Sieht man von berechtigten Einzelinteressen aber einmal ab, so sollte die Erinnerung an den höchst unglücklich verlaufenen Streit um die Verbreiterung der Großen Straße jedoch zu einer gewissen Loyalität in den Grundstücksverhandlungen mahnen, sowohl bei den Anliegern als auch bei der Stadt. Bei einer objektiven Rückschau auf die Vorgänge, die letztlich zu der " zu schmalen Verbreiterung" der Großen Straße führten, muß gerade die damals fehlende Loyalität als ein entscheidender Punkt dafür angesehen werden, daß die Große Straße zehn Jahre nach ihrer Vergrößerung schon wieder zu einer " zu kleinen Großen Straße" geworden ist.
Es wäre zu wünschen, daß eine solche Zuspitzung, wie sie damals zu verzeichnen war, jetzt vermieden werden kann. Das um so mehr, als ja die Anlieger der Großen Straße zu einem großen Teil auch Anlieger der Hase sind und sehr genau wissen, daß ein Verkehrschaos in der schmalen Großen Straße nur dann vermieden werden kann, wenn auf der Rückseite - also auf der überbrückten Hase - eine entsprechende Entlastung (vor allem für den ruhenden Verkehr) ermöglicht wird. Es liegt auf der Hand, daß dabei Härtefälle auftreten werden. Sie nach Möglichkeit aufzufangen, ist Sache der Stadt. Je ernster sie diese Verpflichtung nimmt, um so rascher wird sie die Anlieger für den Plan der Haseüberbrückung gewinnen können. Nicht zuletzt deshalb, weil die Mehrheit der Anlieger - auf weite Sicht - den Nutzen einer Haseüberbrückung haben wird.


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