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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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In Eversburg bekommt die Hase ein neues Bett
Artikel:
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Originaltext:
Im Bereich der Kläranlage ist eine Verlegung der Hase zwingend geworden. Geht es doch darum, diese Anlage vor Hochwasser zu schützen und gleichzeitig auch die Voraussetzungen für ihre Erweiterung zu schaffen. Die Unwetterkatastrophe Anfang Dezember vergangenen Jahres hat gezeigt, welche Gefahren der Kläranlage drohen, wenn entfesselte Wassermassen das Bett der Hase verlassen und die anliegenden Grundstücke weithin überfluten. In unmittelbarer Nähe des Klärwerkes stand der riesige See, der um Haaresbreite die Anlagen verschlungen und die Zentrale des Entwässerungssystems außer Betrieb gesetzt hätte. Die Folgen wären nicht auszudenken gewesen.

Ausbau bereits im März

Die Arbeiten sind bereits ausgeschrieben worden, so daß mit dem Beginn der Ausbaumaßnahmen schon im März gerechnet werden kann. Im obigen Zeitschema ist zu erkennen, daß der Haselauf zwischen der Fabrik Kämmerer und dem Fischteich regelrecht begradigt und ein erhebliches Stück von der Kläranlage entfernt verlegt wird. Der Ausbau erstreckt sich über eine Länge von 400 Metern und berücksichtigt massive Dammbefestigungen, so daß gelegentliches Hochwasser die Kläranlage nicht mehr gefährdet.

Die neuen Flußmaße

Das neue Hasebett soll eine Sohlenbreite von 12 Metern und oben von einer Böschungskante zur anderen eine Breite von 20 Metern messen. Die Tiefe des Hasebettes dürfte sich nach dem jeweiligen Grundwasserstand richten und bis zu 4, 25 Meter betragen.

Großes Gelände gewonnen

Die Aufgabe, die sich die Stadt hier gestellt hat, ist nicht leicht zu lösen. Vor allem muß das Projekt vom Glück begünstigt sein. Das heißt, daß die Lösung dann den besten Erfolg verspricht, wenn die Hase wenig Wasser führt und kein Unwetter plötzlich heraufzieht. Etwa in Höhe der Papierfabrik Kämmerer wird das Hasebett durch eine Spundwand abgeschlossen, so daß die Baukolonnen unbehindert das neue Hasebett mit Hilfe leistungsfähiger Bagger graben können. Ist das neue Hasebett, das in Höhe des Fischteiches vorerst provisorisch in das alte Flußbett gelenkt wird, eines Tages geschaffen, hat das Klärwerk umfangreiches Gelände gewonnen. Denn dort, wo jetzt die " alte" Hase vorbeifließt, sollen weitere Klärbecken angelegt werden.

Regulierung wird fortgesetzt

Die Erweiterung des Eversburger Klärwerkes wird einmal spruchreif werden, zumal die Stadt Osnabrück wächst und sich das Kanalisationsnetz fortlaufend verdichtet. Und wenn im Zuge von Neuansiedlungen von Industrien eine Erweiterung des Hafengebietes entsteht, dann ist die Ergänzung des Klärwerkes unaufschiebbar. Zu jenem Zeitpunkt wird die Frage der Haseregulierung abermals akut sein.
Es ist vorgesehen, die provisorische Verbindung des neuen Flußlaufes mit dem alten Hasebett in Höhe des Fischteiches aus dem Knick wieder zu lösen und von da an das alte Hasebett in gradliniger Verlängerung der ersten Ausbaustrecke umzuleiten. Diese Maßnahme in der zweiten Etappe ist bedingt durch die Aufbereitung des neuen Industriegeländes in einem erweiterten Hafengebiet.

Eine doppelte Sicherung

So erhält im Rahmen der Feststellung und Genehmigung des Haushaltsplanes für 1961 die Verlegung der Hase im Bereich der Kläranlage besondere Bedeutung. Die Ratsmitglieder dürften die außerordentlichen Mittel in Höhe von 260 000 DM bereitstellen, weil die Verwirklichung des Projektes nicht zu umgehen ist. Dann hat die Stadt zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Einmal ist das Klärwerk vor einer Hochwassergefahr gefeit, zum andern bieten sich der Anlage willkommene Ausdehnungsmöglichkeiten.


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